Von Skagen noch Esbjerg

Die Tour für dieses Jahr war schnell gefunden, wir wollten wieder einmal in Dänemark Fahrrad fahren.
Zur Auswahl stand der Ochsenweg, mit einer Länge von ca. 500 km, der von Viborg quer durch Dänemark, nach Wedel bei Hamburg führt oder der Nordseeküstenradweg, mit auch gut 500 km, von Skagen nach Esbjerg.
Nordseeküstenradweg klang gut, und somit stand die diesjährige Tour fest. Die Jahreszeit ist zwar schon ziemlich spät für eine Radtour, doch wir hoffen auf trockenes und nicht all zu kaltes Wetter.

Samstag, 17.09.2005.

Da unser Zug erst am Abend um 21:28 Uhr aus Hannover abfährt, habe ich genügend Zeit eine Einladung meines Arbeitskollegen, aus Burgdorf, anzunehmen. Gegen 20:00 Uhr starte ich von Rainer aus, zum Burgdorfer Bahnhof. Hier nehme ich den Zug um 20:16 Uhr, um mich mit Richard zu treffe. Pünktlich erreichen wir gemeinsam um 20:58 Uhr den Hauptbahnhof Hannover.
Micha in Burgdorf
Von hier fährt unser Zug über Minden nach Hamm (Westfalen), wo wir einen Platz in den Nachtzug nach Dänemark Frederikshavn gebucht haben.
Beim umsteigen am Bahnhof Hamm verlieren Richard und ich uns aus den Augen und so stehe ich alleine vor unserem Zug. Beim umsehen entdecke ich Richard, er ist auf den Bahnsteig 9 statt auf Bahnsteig 10 gegangen. Kurz hinüber gerufen und schon macht er sich auf den Weg den Bahnsteig zu wechseln.
Wir beziehen unser Abteil, welches wir ganz für uns alleine haben. Stellen aber in der Nacht fest, dass die Heizung defekt ist. So sind wir am nächsten Morgen, als uns der Zoll in Podberg um 6:30 Uhr weckt, richtig durch gefroren.

Sonntag, 18.9.2005.

Durch gefroren wie wir sind, wird erst einmal gefrühstückt und der halbwegs warme Tee, den ich mitgenommen hatte, getrunken. Er nützt nicht viel. Um nicht weiter frieren zu müssen gehen wir nach vorne in den 1. Waggon, hier funktioniert die Heizung und wir können uns aufwärmen.

Auf der Dänischen Insel Fyn in Odense müssen wir umsteigen, doch leider erwischen wir den falschen Zug, also das Ganze zurück und in den anderen Zug. Das wäre alles kein Problem, Zeit haben wir genug, doch hier gibt es keinen Fahrstuhl und so müssen wir unsere Fahrräder, beim Wechsel der Bahnsteige, immer die Treppen rauf und runter tragen.

13:01 Uhr, wir erreichen unseren Zielbahnhof Frederikshavn. Das Wetter sieht gut aus, es ist zwar bewölkt, aber trocken.

Was nun, wollen wir gleich Richtung Süden fahren?
Zun nördlichsten Punkt
Nein, wenn wir schon von Norden nach Süden durch Dänemark fahren wollen, dann auch von ganz Norden Dänemarks.
Also auf zum nördlichsten Punkt Skagen.

Skagen Der Wind steht günstig und so sind wir auch ruckzuck um 13:48 Uhr am Meer.

14:15 Uhr, den Tacho auf Null gestellt und los geht sie, unsere Fahrradtour quer durch Dänemark.
So gut es Richtung Norden ging, so schwer geht es jetzt in die andere Richtung, nur Gegenwind.
Pause nach 10 km, wir sind geschafft und stärken uns mit Müsliriegel und Bananen in einer windstillen Ecke .
Am nördlichsten Punkt Wenn wir das geahnt hätten, dass der Wind uns so stark entgegen bläst, wären wir bestimmt nicht bis zum nördlichsten Punkt Dänemarks gefahren.
Weiter geht es, Kilometer um Kilometer, immer bei starken Gegenwind. Wir kommen kaum vorwärts und doch erreichen wir um 17:15 Uhr den Campingplatz in Skiveren, das war es für Heute, wir haben die Nase voll.

Unseren Standplatz haben wir um 17:45 Uhr gefunden und während ich das Zelt aufbaue, fängt Richard an unser essen zu kochen.

18:20 Uhr, Zelt steht und das Essen ist auch fertig.

Nach dem Essen und abwaschen wird noch ein wenig geplaudert und dann fallen wir erschöpft von Bahnfahren und Gegenwind, um 20:45 Uhr in unseren Betten (Schlafsäcke).

  Tagesdaten: 33,00 km 2:20 Std.


Montag, 19.9.2005.

Lange genug geschlafen. 8:30 Uhr aufstehen, 9:00 Uhr frühstücken und um 10:00 Uhr geht es wieder los.

Unsere erste Pause machen wir um 11:00 Uhr nach 12 Kilometern an einem Aussichtspunkt, blicken auf das Meer und unseren weiteren Weg.
Ausplick
Heute ist der Wind nicht so stark, was nicht heißt, das er nicht da ist. Er bläst uns immer entgegen, egal wie herum wir gefahren wäre, ob von Nord nach Süd oder von Süd nach Nord, er wäre immer gegen uns.

12:00 Uhr. Unsere Mittagspause machen wir in Hirtshals, es gibt Pizza, leider etwas versalzen.

Nachdem wir um 17:00 Uhr in Lønstrup eine Kaffee und Kuchenpause gemacht haben, fragen wir einige Kilometer weiter an Campingplatz Ulstrup nach einem Stellplatz. Angeblich ist er schon geschlossen, aber da noch ein paar Wohnwagen da sind, wir für uns eine Ausnahme gemacht.

Wir haben die Wahl, es sind keine anderen Zelte da und so haben wir jede Menge Platz. Schnell ist das Zelt aufgebaut und wir können danach bei einer schönen warmen Dusche entspannen.

Um 19:00 Uhr machen wir gemeinsam unser Abendessen und schon wieder ist ein Tag geschafft.

  Tagesdaten:   70,00 km 4:46 Std.
  Tourdaten: 103,00 km 7:06 Std.


Dienstag, 20.9.2005.

Als wir um 7:30 Uhr aufstehen ist das Wetter kalt, der Himmel bedeckt, aber der Wind nur mäßig.
Kurzes Frühstück und um 10:00 Uhr sind wir schon wieder auf der Piste.

Ab Løkken besteht die Möglichkeit am Strand entlang oder über die asphaltierte Straße zu fahren.

Strandfahrt Richard nimmt die Straße, ich will es über den Strand probieren. Als Treffpunkt haben wir uns den Ort Blokhus ausgesucht. Es lässt sich wunderbar auf dem Sand fahren, er ist richtig schön fest.
Das Problem was ich habe, ist nur der Wind. Er kann hier am Strand so richtig seine Kraft ausnutzen und versucht mich zurück zu treiben. Er wirbelt den Sand in einer Höhe von knappe 30 cm über den Boden, sodass ich den Untergrund nicht erkennen kann.

Mit Mühe erreiche ich nach 5 Kilometern die erste Ausfahrt bei Grønhøj. Ich entschließe mich auch lieber die Straße zu nehmen, doch erst einmal muss ich mich für 10 Minuten erholen.

Trotz des Umwegs über die Orte Ingstrup und Saltum erreiche ich nach 24 Kilometern, um 12:00 Uhr den Ort Blokhus, hier wartet Richard schon seit 30 Minuten auf mich.

Seit dem Fahren über den Strand habe ich jetzt Probleme mit meiner Pedale, sie knackt und knarrt, wahrscheinlich ist Sand in das Kugellager der Pedale gekommen.
Weil das Fahren mit den defekten Pedalen immer schlechter wir, wollen wir in eine größere Stadt, um eine Fahrradwerkstatt zu finden. Fjerritsler scheint uns am aussichtsreichsten und so fahren wir mit Gegenwind von Blokhus nach Fjerritsler.

Zeltputz Um 16:20 Uhr haben wir es geschafft und bringen in Fjerritsler mein Fahrrad in die Werkstatt.
Genau zum richtigen Zeitpunkt, es fängt gerade an zu Regnen und so überbrücken wir die Wartezeit wieder einmal mit Pizza essen.

Mit Pizza essen (dieses Mal nicht versalzen), Regen und Fahrradreparatur fertig, geht es um17:00 Uhr weiter.
Da wir durch die defekte Pedale und den Gegenwind viel Zeit verloren haben, wollen wir ein kleines Stück mit dem Bus zurücklegen.
Leider müssen wir bis 17:45 Uhr auf den Bus warten. Einen früheren Bus hätten wir zwar erwischt und wären dann auch schon um 18:15 Uhr, statt erst um 18:45 Uhr in Thisted gewesen, aber in diesem durfte aus Platzgründen, kein Fahrrad mit.

18:45 Uhr, wir sind wieder auf unserer Route.

Nach gut 1 ½ Stunden fahrt erreichen wir um 20:15 Uhr den Ort Vorupør und ein ¼ Stunde später einen Campingplatz. Schnell noch das Zelt aufgebaut, etwas gegessen und um 21:45 Uhr sind wir schon am schlafen.

  Tagesdaten:   82,00 km   5:22 Std.
  Tourdaten: 185,00 km 12:28 Std.


Mittwoch, 21.9.2005.

Die Nacht war kalt und der Boden hart. Wir stehen um 7:00 Uhr steif vor Kälte und etwas lahm vom harten schlafen auf. Wenigsten das Wetter ist gut, die Sonne scheint schön und schnell ist die Nacht vergessen. Früstück
Jetzt fahren wir erst einmal zu Hafen, hier wird unser Kuchen und der Tee von Gestern zum Frühstück gegessen und dabei lassen wir uns Fotografieren.

Um 9:15 Uhr sind wir fertig und fahren bei schönstem Sonnenschein und leichtem Wind weiter.

Kurz vor 12:00 Uhr sind wir in Agger, jetzt haben wir ein langes ganz gerades Stück von 9 km, bis zum Fähranleger in Thyborøn, vor uns.

Diese lange gerade Strecke ist so eintönig und monoton, wir fahren einfach stur, jeder in seinem gleichmäßigem Tempo.
Ich erreiche um12:22 Uhr den Anleger in Thyborøn und sehe unsere Fähre gerade abfahren. Na gut Pech gehabt, ist nicht so schlimm, die nächste kommt schon in einer ½ Stunde. Endlos Richard ist ja auch noch nicht da, er braucht noch ein paar Minuten und kommen erst um 12:34 Uhr am Anleger an. Lange brauchen wir nicht warten, die nächste Fähre starte um 12:50 Uhr und schon 15 Minuten später erreichen wir den Hafen von Thyboron. Hier fahren wir auch gleich los ohne uns einen Blick auf die Karte zu gönnen, so nehmen wir natürlich den falschen Weg, das Bedeutet für uns 1 km zurück.

Nach Harboør Tange fahren wir bis Strande durch Wiesen und gönnen uns in ihnen, bis 14:00 Uhr, einen kurzen Stopp.

Unsere Mittagspause machen wir, nachdem wir uns mit Brötchen, Käse, Wasser und Bananen versorgt haben, gegen 15:00 Uhr in Vejlby.

20 Minuten später ist unsere Mittagspause schon vorbei, wir fahren weiter bis zum Leuchtturm kurz vor Trans. Hier haben wir eine schlechte, sehr schlechte Strecke vor uns.
Es geht nur über Kies und bergauf. Für Richard ist das ganz schlecht, sein Fahrrad hat nur dünne Reifen und damit versinkt er immer im Kies, es bleibt ihm nichts anderes übrig, als abzusteigen und sein Fahrrad zu schieben.
Zum Leuchtturm
Das ist Heute eine schwere Etappe, entweder geht es Bergauf oder der Weg ist aus Kies oder Beides. Als Abschluss gibt es kurz hinter Fjaltring, wiedermal ein schönes gerades Stück von 9 km Gegenwind.

Mit Müh und Not erreichen wir, total erschöpft um 17:45 Uhr den Campingplatz bei Torsminde.
Dieser Campingplatz ist auch nicht besetzt, dennoch bleiben wir hier, bauen das Zelt auf und gehen um 18:15 Uhr duschen.

Abendessen ist um 19:45 Uhr, es gibt Tomatensuppe und Tortellini.

Nach dem Abwaschen und Aufräumen sitzen wir gemütlich beisammen und Richard kann jetzt die Gelegenheit nutzen um seinem Frust an mir, so richtig freien Lauf zu lassen.
Er gemeckert über die Bahnverbindung die ich ausgesucht habe, die Fahrtrichtung von Nord nach Süd, anders herum hätten wir Rückenwind gehabt, die endlosen geraden Straßen, den Schotterwegen, meine schlechte Tour-Vorbereitung, ach ganz einfach über mich.

Ich bin begeistert, das ist doch ein schöner Tagesabschluss, der macht richtig Vorfreude auf den nächsten Tag.

  Tagesdaten:   90,00 km   5:30 Std.
  Tourdaten: 275,00 km 17:58 Std.


Donnerstag, 22.09.2005.

7:30 Uhr aufstehen. Richard will nicht, er hat keinen Bock und bleibt bis 8:00 Uhr im Schlafsack.

Das Wetter ist schön, die Sonne kommt auch schon raus und fängt langsam an unser von außen sehr nasses Zelt zu trocknen, inzwischen fangen wir mit dem Einpacken an.
Der Wind ist wie immer da und hat auch nicht nachgelassen, aber er hat gedreht, er kommt jetzt nicht mehr von Südwest, sondern von Südost, leider ist das auch nicht besser.

10:15 Uhr, wir sind mit dem Einpacken und die Sonne mit dem Trocknen unseres Zeltes fertig, wir könnten also weiter, doch Richard spinnt immer noch herum. Er wir seinen Anteil an Gepäck nicht mehr nehmen. Sonst hatten wir immer abwechselt mal der Eine das schwere Zelt genommen und der Andere die Iso-Matten und Schlafsäcke, doch jetzt soll ich meine Sachen und das Zelt nehmen.
Pause
Ich verliere langsam die Lust, immer dieses Gemecker und dann auch noch das, ich will nicht mehr, ich möchte am liebsten, in Ringkøbing, unsere Tour abbrechen und abfahren, doch bis dahin ist es noch ein Stück.

So entspannt und ich überladen, fahren wir um 11:30 Uhr vom Campingplatz.

Es beginnt wie es aufgehört hat, mit einer 6 km geraden Strecke.
Danach ist es aber auch nicht besser, die weitere Strecke geht über Schotter, was unsere Stimmung nicht gerade in Euphorie ausarten lässt, also runter von diesem Weg und rauf auf die Straße. Das bedeutet, weitere schwere 16 km.

Es geht von Øby bis Søndervig auf der sich endlos langziehende Bundesstraße, natürlich wie immer mit Gegenwind.

12:50 Uhr wir haben es geschafft, Søndervig ist erreicht, jetzt erst einmal eine ½ Stunde bei Tee und Kuchen erholen.

Das nächste Stück Strecke ist nicht besser, weitere 12 km, doch dieses Mal fahre ich unsere geplante Route durch die Feriensiedlung. Das bedeutet, kleinere Wege mit festgefahrenen Sand und Schotter, Straße fahren ist mir zu eintönig, lieber fahre ich langsamer, aber mit mehr Abwechslung. Schließlich wollen wir uns die Gegend ansehen und nicht Kilometer reißen.
Feldweg Richard ist anderer Meinung und will auf der Straße bleiben.
Wir verabreden als Treffpunkt den Hafen von Hvide Sande, los geht es.

Die Strecke lässt sich gut fahren, die Wege sind nicht zu weich, ich komme ohne Probleme schnell voran und das Beste ist, hier ist kaum etwas vom Wind zu merken, sehr angenehm. Während der Fahrt nach Hvide Sande habe ich auch genügend Zeit, um über unsere Fahrradgemeinschaft nachzudenken. Es gefällt mir einfach nicht mehr, jedes Jahr der gleiche Stress, immer hat Richard was aus zusetzten, doch dieses Mal ist er einfach zu weit gegangen, meine Entscheidung ist getroffen.

Als ich um 14:30 Uhr im Hafen von Hvide Sande ankomme ist Richard schon da.
Da ich mich immer noch nicht beruhigt habe und meine Entscheidung immer noch feststeht, teile ihm mit, dass ich mit ihm und seinem Gemeckere nicht mehr klar komme und da ja so oder so jeder seinen eigenen Weg fährt, ich auch gleich alleine fahren könnte und auch werde. Ich bitte ihn um meinen Anteil an den Lebensmittel und an unserer Reisekasse und schon bin ich weg.

Nachtplatz Viel gesagt hat er darauf nicht, wahrscheinlich hat er mit so einer Reaktion von mir nicht gerechnet.

16:50 Uhr, ich habe Nymidegab erreicht, hier decke ich mich mit Wasser und Bananen ein bevor ich zum Henne Strand fahre Unterwegs erreiche ich einen Campingplatz und erkundige mich nach dem Preis für die Übernachtung, doch 86 DK (20 DM) plus Ausweis ist mir zu teuer, also weiter.

Den nächsten Campingplatz erreichen ich um 18:20 am Henne Strand und da hier die Übernachtung nur 67 DK kostet, bleibe ich.

Alleine Zelt aufbauen ist für mich kein Problem, schnell steht es und um 19:10 Uhr sitze ich schon davor, esse meine warme Suppe und schreibe Tagebuch.
Den Abend lasse ich, nach einer schönen warmen Dusche, bei etwas Fernsehen (Aktenzeichen XY), im Gemeinschaftshaus des Campingplatz ausklingen.

Um 21:35 Uhr liege ich im Schlafsack in einem Zelt mit viel Platz.

  Tagesdaten:   91,60 km   5:56 Std.
  Tourdaten: 366,60 km 23:54 Std.


Freitag, 23.09.2005.

Nach einer erneuten kalten Nacht stehe ich bei Sonnenschein um 8:00 Uhr auf. Erst einmal gewaschen und alles eingepackt, dann geht es meine bestellten Brötchen holen, gefrühstückt wird im Speiseraum des Gemeinschaftshauses.

Meine Abfahrt von diesem angenehmen Campingplatz ist um 10:15 Uhr, das Wetter ist wie die letzten Tage auch, schön und der Wind wie immer gegen uns/mich. Figuren
Trotzdem komme ich gut voran, ist ja auch keiner da der bremst.

Ich fahre durch die Orte Kærgård, Børsmose und Oksbøl über eine alte stillgelegte Bahnstrecke und vielen kleinen Straßen. So erreiche ich um 13:00 Uhr nach 39,2 km das Ortsschild von Esbjerg. Jetzt muss ich nur noch den Bahnhof finden um mir dort eine Bahnfahrkarte (629 DK) nach Hause zu kaufen.

Um 13:30 Uhr ist das Erledigt und meine Abfahrt ist schon 26 Minuten später.

15:50 Uhr, ich muss in Padborg umsteigen. Als ich einigen Stationen später mal nach meinem Fahrrad sehen will, wen treffe ich da bei den Rädern, Richard, er ist am Lunderskov Bahnhof zugestiegen.

Wir setzen uns ins Abteil und er erzählt mir, das er Gestern bis Ringkøbing gefahren ist, um dann, in einer Jugendherberge zu übernachtet. Esbjerg Am nächsten Tag ist er mit der Bahn bis Esbjerg gefahren, von Esbjerg ging es für ca. 20 km mit dem Fahrrad weiter, dann wieder in die Bahn bis Tønder und für die letzten Kilometer, bis zum Padborg Bahnhof, war wieder das Fahrrad angesagt.
Sehr Abwechslungsreich, es sollte eigentlich eine Radtour und keine Bahn/Radtour werden, aber er muss ja wissen was er will. Ich bin jedenfalls bis zum Schluss mit dem Fahrrad unterwegs gewesen.

Wir kommen um 18:30 Uhr in Hamburg Dammtor an, das ist zu spät, unser Anschlusszug ist vor zwei Minuten abgefahren.
Dennoch steige ich hier aus, ich hoffe von hier eine bessere Verbindung als in Hamburg Hbf. zu bekommen. Richard bleibt und fährt bis zum Hauptbahnhof, er meint es wäre egal, den Zug den ich nehme, kommt auch am Hauptbahnhof vorbei. So trennen sich unsere Wege ein zweites Mal auf dieser Radtour.

Ich habe ihn seit dem nicht wieder gesehen.

Meine Abfahrt aus Dammtor ist um 19:22 Uhr und ich muss Richard recht geben, wir fahren über den Hauptbahnhof.

Gut eine Stunde später bin ich schon in Hannover, jetzt noch in die Bahn nach Sehnde und ich bin Zuhause.

  Tagesdaten:   43,80 km   2:39 Std.
  Tourdaten: 410,40 km 26:33 Std.
  Schnitt:   15,47 km/h.