Samstag, 17.07.2010.

Frühes aufstehen um 6:00 Uhr um Brötchen zu holen und gemeinsam zu frühstücken. Jetzt muss nur noch der Hinterreifen, den ich mir beim Brötchen holen mit irgend etwas zerstochen habe, geflickt werden. Doch einmal flicken reicht nicht, nein kaum ist das Hinterrad eingebaut ist der Reifen wieder platt. Hätte ich den Schlauch und Mantel gleich richtig kontrolliert, wäre mir ein zweites ein- und ausbauen erspart geblieben, doch lieber hier zu Hause als unterwegs.

Mit Sehnder Wappen Um kurz nach 8:00 Uhr sind wir mit unseren Arbeiten und dem Packen fertig, auch unsere, extra für unsere Radtouren angefertigte Flagge, mit besticktem Sehnder Wappen und Gruß aus unserer Heimatstadt, ist am Rad befestigt, auf geht es.

Zur Zeit ist das Wetter angenehm, es ist trocken und so sind wir gegen 10:30 Uhr schon in Völksen, doch leider fängt es hier an zu regnen. Wir nutzen die Regenpause um uns mit unseren mitgenommen Brötchen zu stärken. Dann geht es weiter und um 11:30 Uhr sind wir in Springe, wo wir in einem Fahrradgeschäft, erst einmal zur Vorsicht einen Fahrradschlauch kaufen. Es wird sich zeigen, dass dieses nicht die schlechteste Idee war.

Bei Hasperde, kurz vor Hameln fotografieren wir eine einsame Villa und sind kurz darauf nach 58 km um 12:50 Uhr in Hameln.
Jetzt wollen wird erst einmal Mittag gegessen und da direkt auf unseren Weg durch Hameln eine Dönerbude liegt, gibt es Heute Döner.

Ganz Ohr Gut gestärkt geht es 17 Minuten nach 13:00 Uhr weiter.
Um 10 vor 2 Uhr sind wir ganz Ohr!? Hä, na ist doch klar wir stehen am Ortsschild von Ohr. Das muss einfach mit einem Bild festgehalten werden, mal sehen was für Ortsnamen uns unterwegs noch begegnen.

Nach 77 km erreichen wir um 14:40 Uhr Nordrheinwestfalen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis zu unserem ersten Etappenziel den Ort Horn. 16:50 Uhr sind wir dort und um 17:05 Uhr haben wir die Jugendherberge Horn-Bad Meinberg erreicht.

DJH Horn-Bad Meinberg Nach der langen und anstrengenden Etappe hätte ich mir was besseres als kurze, schmale Etagenbetten gewünscht. Natürlich sind die Toiletten und das Bad auch nicht im Zimmer, sondern auf dem Flur. Schade, doch was will man bei 36 €, für zwei Personen mit Frühstück erwarten.

Da es noch früh am Abend ist und auch noch hell, gehen wir los und wollen uns im Geocachen versuchen. Doch wir sind zu ungeübt im Umgang mit dem Navi und auch mit dem Suchen. Hier sollte ein Cache sein, doch wir finden nichts und geben nach einer 1/2 Stunde suchen auf und gehen zurück zur Jugendherberge
Wir haben zwar nichts gefunden, aber dennoch einen schönen Spaziergang im Wald gemacht.

Es ist jetzt 20:00 Uhr und Daniel ist schon feste am ratzen, nur ich, ich quäle mich.
Das Bett ist für Jugendliche und nicht für mich gemacht und es ist so warm im Zimmer, doch das Fenster kann ich nicht aufmachen, weil direkt unter unserem Fenster der Treffpunkt der Jugendherberge ist.
Doch irgendwann nach 22:00 Uhr wird es vor dem Fester ruhiger und so kann ich das Fenster öffnen und auch einschlafen.

Tagesdaten: 107,00 km 6:35 Std. 16,25 km/h Ø 38,90 km/h *HGs.


Sonntag, 18.07.2010.

In der Jugendherberge gibt es früh Frühstück und so stehen wir um 7:15 Uhr auf um, um 8:00 Uhr gemütlich am Frühstückstisch zu sitzen.
Die Sonne ist auch schon früh auf und knallt schon richtig, das wird Heute bestimmt ein heißer Tag.

Abfahrt von der Jugendherberge, nach einem guten Frühstück ist 9:30 Uhr.

Eisdiele in Paderborn Wir erreichen Paderborn um 11:10 Uhr und suchen uns für unsere Pause ein Eiskaffee.
Für jeden gibt es eine Mixmilch und für den Kleinen noch ein dickes Eis hinterher. Die Sonne scheint immer noch schön, ist dennoch nicht zu heiß oder brennend und so geht es um 11:45 Uhr weiter.

Unsere nächste Pause machen wir, da Daniels Knie schmerzt, um 14:05 Uhr in Hemmern und trinken Schokolade. Daniel sein Bein tat schon vor der Abfahrt ab und zu weh, doch wir hofften, dass es nicht schlimmer wird.
Eine halbe Stunde Pause für das Knie muss reichen, also weiter.

Kupferkessel in Warstein Auf unser nächstes Ziel freuen wir uns ganz besonders, auf Warstein.
Das erreichen wir um 16:00 Uhr.
Nachdem wir uns den großen Kupferkessel in Warstein angesehen und fotografiert haben geht es jetzt auf die Suche nach einem Restaurant, am besten ein Steakhaus, das wäre jetzt genau das, auf das wir könnten. Doch leider ist nirgends ein Steakhaus zu finden, also muss uns die Pizzeria gegenüber des Kupferkessels reichen, Hauptsache es gibt Warsteiner.
Pizzeria Wir essen Pizza und Schnitzel, dazu gibt es für jeden 2 Bier 0,3. Es war alles sehr lecker und wir sind auch richtig schön satt geworden. Jetzt müssen wir wieder los, es ist zwar nicht mehr all zu weit, doch es liegt noch ein Berg vor uns und der muss erst einmal geschafft sein.

17:25 Uhr, beinahe wären wir aus Warstein heraus gewesen, da platzt mir der Vorderreifen, Pech also wieder ein unerwarteter Stopp. Während ich anderweitig beschäftigt bin, zieht Daniel den neuen mitgenommen Schlauch ein. Das geht alles schnell und so sind wir 15 Minuten später schon wieder unterwegs.
Weit kommen wir nicht, keine 2 Minuten unterwegs, bricht auf dem unebenen Waldweg Daniels vorderes Schutzblech, wieder ein Stopp. Doch hier können wir nicht viel machen und so wird es ein wenig weggebogen und provisorisch befestigt, das muss halten.
Weiter geht es.

Wo ist unser Weg? Dieser hier müsste er sein, doch er hat so viele Schlaglöchern, durch Waldarbeitermaschinen, das er kaum zu befahren ist. Da kann man nichts machen und so quälen wir uns durch und landen in einer Sackgasse.
Das kann nicht Wahr sein, doch jammern nützt nichts, wir müssen zurück.
Am Ausgangspunkt angelangt ist auf der Karte nur ein anderen Weg zu sehen, doch dieser macht einen riesigen Bogen um wieder auf unserer Strecke zu kommen, was nun?
Viele Möglichkeiten haben wir nicht, nur die Sackgasse, den Weg mit großen Bogen oder wir fahren noch weiter zurück, um zu schauen wo wir einen Fehler gemacht und einen Weg übersehen haben.

Der große Bogen, er erscheint uns noch als die Beste Möglichkeit.

Leider geht der Weg nicht nur im Bogen, sondern auch auf 590 m steil nach oben. Jetzt fängt noch die Gangschaltung von Daniels Rad an zu spinnen, sie lässt sich nicht mehr richtig schalten. Blick auf Meschede Der kleine Gang springt immer wieder raus, was sehr anstrengend und belastend für Daniels Knie ist. So ist es kein Wunder, das es sich nach kurzer Zeit meldet.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz, landen wir um 19:55 Uhr in der Jugendherberge Meschede.
Als wenn wir nicht schon genug bergauf gestiegen sind, nein unser Zimmer liegt unterm Dach im dritten Stock und schön ist es auch nicht, nur ein kleines ungemütliches Loch mit zwei Betten, die Duschen und die Toiletten sind draußen auf dem Flur.
Na, zum schlafen wird es schon reichen. Erst einmal auf Toilette und hier ordentlich den Kopf an der Toilettentür gestoßen. Hier unterm Dach ist alles so niedrig und eng, nichts für Leute in Daniels und meiner Größe.
Mit schmerzenden Kopf gehen wir noch in den Gemeinschaftsraum, um uns ein wenig von den Strapazen der letzten Kilometer zu erholen und etwas trinken.
Leider gibt der Gemeinschaftsraum auch nicht viel her, er hat zwar einen Fernseher, aber alles andere macht einen etwas altmodischen Eindruck. Getränke bekommen wir nur direkt aus dem Büro des Herbergsvaters und dieses liegt am anderen Ende des Gebäudes.
So können wir nochmal los, besorgen uns was zu trinken und dann wird noch ein bisschen Ferngesehen. Kurz nach 21:00 Uhr geht es hoch zum duschen. Auch diese sind nicht die Neusten, doch wenigstens kann ich hier gerade stehen und brauch mir nicht wieder den Kopf einzuhauen.
Um 22:00 Uhr liege ich im Bett, bei Daniel dauert es etwas länger, er versucht das Duschwasser aufzubrauchen.

Tagesdaten: 87,00 km 10:25 Std. 8,35 km/h Ø 49,90 km/h *HGs.


Montag, 19.07.2010.

7:30 Uhr wird aufgestanden. Die Nacht haben wir gut verbracht und anständig geschlafen, trotz der alten, knarrenden Betten. Frische Luft bekamen wir auch genügend, durch das kleine undichte Dachkammerfenster.

Jetzt geht es frühstücken.
Gestern Abend haben wir höchstens ein oder zwei Leute gesehen und so waren wir sehr überrascht, als wir zum Frühstück, in einem großen und modern eingerichteten Frühstückssaal etliche andere Gäste trafen. Das Frühstück was reichhaltig und gut, so gestärkt geht es um 9:40 Uhr weiter auf Reise.

Schnell, da es nur abwärts geht, haben wir Meschede erreicht. Jetzt suchen wir uns einen Fahrradladen in dem wir Daniels Schaltung reparieren lassen können.
Es war nicht schwer, gleich an der ersten Kreuzung stehen wir vor dem Fahrradladen Engelke.
Das Geschäft öffnet erst um 10:00 Uhr, doch lange müssen wir nicht warten, da kommt sie schon die Chefin/Mechanikerin.

Kurz unser Problem erklärt und schon hängt das Fahrrad in dem Fahrradmontageständer.
Sie, die Chefin/Mechanikerin ist empört, von einem so großem Fahrradgeschäft wie dem B.O.C. hätte sie so eine schlechte Arbeit nicht erwartet. Kabel ohne Kabelendhülsen, Umwerfer schief, Spiel im Schaltauge und dann auch noch den vorderen Umwerfer nicht sauber eingestellt. Der hat einfach einen zu großen Abstand, dabei sollte der höchstens 4 mm betragen, also jede Menge Arbeit.

Gegen 10:45 Uhr ist alles fertig, selbst bei mir, wurde im Vorderrad, noch schnell ein Pannenband eingezogen.
Die Rechnung ist auch erträglich, aber egal wie hoch diese wäre, das Geld bekomme ich von B.O.C. wieder, ich hatte vorher angerufen und dem B.O.C. mitgeteilt, dass ich, das Fahrrad reparieren lasse. Daniel hatte schließlich nicht umsonst gute 200 € für die Inspektion vor unserer Abreise ausgegeben.

Räderpause Auf dem Baumstamm Jetzt ist es kurz nach 12 Uhr, wir haben einen Anstieg auf 387 m und 17 km geschafft, so machen wir eine kleine 20 minütige Rast bei Reste.

15:12 Uhr, es geht immer bergauf und bergab, das ist etwas anstrengend und als wir den Ort Grevenbrück erreicht wünsche ich mir vor Erschöpfung und Hunger einen McDonald.
Es ist nicht zu glauben, mein Wunsch geht in Erfüllung. Wir finden selbst hier, in so einem kleinen Ort, direkt auf unserem Weg, einen McDonald, also stopp und nichts wie rein.

Als wir gegen 16:00 Uhr, jeder mit einem Bic Mac Menü vorgefres.... wieder aufs Rad wollen, ist der Bauch im Wege, aber wer so viel essen kann, kann auch Fahrrad fahren.
Eine Verdauungspause gibt es erst eine Stunde später bei Helden. Hier stehen zwei schöne Bänke am Wegesrand und laden uns direkt zum verweilen ein.
Wir legen uns für 15 Minuten hin, entspannen uns ein wenig und sammeln Kraft für unseren nächsten Anstieg bei Rieflinghausen.
Viel Landschaft
Oben angekommen, treffen wir einen rastenden Motorradfahrer und während wir uns von dem anstrengenden Anstieges erholen, kommen wir mit ihm ins Gespräch.
Für unseren weiteren Weg empfiehlt er uns, nicht den Weg durch den Wald und über den Ort Negendörfen zu nehmen, sondern sollten lieber den Weg über die Bundesstraße K17. DAniel bei der Pause Hier ist zwar etwas mehr Verkehr, aber es würde nur bergab gehen.
Das hört sich doch gut an und so nehmen wir diese Empfehlung an.

Die Bundesstraße ist überhaupt nicht stark befahren und selbst wenn sie das wäre, es gibt einen gut zu befahrenden Radweg. Schnell erreichen wir die Biggetalsperre an dem unsere Jugendherberge liegt, jetzt ist es nicht mehr weit.
Weit ist es nicht, doch anstrengend wird es schon wieder, die Jugendherberge liegt oben am Berg und so geht es wieder einmal steil nach oben. Warum liegt diese denn nicht unten am See, DJH Biggesee das wäre doch viel schöner und auch nicht so beschwerlich sie zu erreichen.

Um 18:45 Uhr ist es geschafft, wir sind an unserem Etappenziel, die Jugendherberge Biggesee angekommen.
Zu erst werden unsere Sachen im Zimmer verstaut, dann die Rechnung für das Zimmer und auch für die Fehlbuchung vom 9.7. (18 €) bezahlt. Jetzt besorge ich noch für Daniels Knie einen Icepack zum kühlen und zwei Bierchen für den Abend.
Alles erledigt und besorgt, geht es ins Kamin-/Fernsehzimmer, welches wir für uns ganz alleine haben. So können wir bis 22:00 Uhr, ganz ungestört unsere Serien, "Der letzte Bulle" und "Danni Lowinskie" ansehen. Nachdem die Serien zuende sind geht es aufs Zimmer, hier wird Daniels Knie noch mit Salbe eingerieben und dann ist es Zeit zum schlafen.

Tagesdaten: 66,10 km 9:05 Std. 7,28 km/h Ø 68,80 km/h *HGs.


Dienstag, 20.07.2010.

7: 30 Uhr aufstehen für mich, Daniel muss wie immer mindestens 6 mal aufgefordert werden, bis er sich bewegt.
Nach dem ich es geschafft habe ihn aus dem Bett zu bekommen, müssen wir erst einmal sein Knie testen. Ob wir noch einen Tag hier bleiben wollen/müssen, muss bis 9:00 Uhr entschieden sein, sonst ist das Zimmer weg.
Der Test fällt positiv aus, das Knie macht zur Zeit keinen Ärger und so entschließen wir uns für die Weiterfahrt.
Bevor es weiter geht, bekommen wir noch einen Anruf von Jürgen. Er will sich nur erkundigen wie es uns geht und wie weit wir schon sind. Jetzt noch die Batterien am Garmin Navi gewechselt, schnell noch ein, zwei Gläser kaltes Wasser (aus dem Spender) Pause am Kreuz getrunken und schon sind wir wieder auf der Piste.

Eineinviertel Stunde später, so gegen 11:05 Uhr, bekommen wir den nächsten Kontrollanruf, dieses Mal von Thomas K. Da das Gespräch etwas länger dauert, haben wir Pause bis 11:30 Uhr.
Als wir um gegen 12:00 Uhr die Höhe von 500 m ü.N. erreicht haben, sind wir hinter Halbhusten, kurz vor der A4.
Unser ½ Tagessoll haben wir um 13:50 Uhr vor Rosbach geschafft und gönnen uns 10 Minuten Pause, um uns eine Banane zu teilen. Etwas mehr gibt es beim Lidl in Rosbach, hier holt sich Daniel ein paar Sachen nach seinem Geschmack.

Nicht weit hinter Rosbach entdecken wir wieder mal ein Ortsschild mit dem besonderen Namen, "Schabernack". Da fahren wir doch lieber nicht durch, wer wis was für einen Schabernack die Einwohner mit durchfahrenden Gästen treiben. Ortsschild Schabernack Als wir um 15:55 Uhr in Leuscheid einen Biergarten entdecken, kann uns nichts mehr halten, nichts wie hin. Doch unsere Enttäuschung ist groß, gerade Heute ist Ruhetag, hätten die nicht Morgen zu haben können? So bleibt uns nichts anderes übrig, als es uns auf den Stühlen des Biergartens gemütlich zu machen, um uns eine ¼ Stunde zu erholen und davon zu träumen wie lecker jetzt ein Bierchen oder Alster/Radler gewesen wäre.

Doch wir sollen unseren Radler bekommen, gegen 16:35 halten wir in Weyerbusch an einem Getränkekiosk und gönnen bei einer weiteren ½ Stunde Pause, jeder ein Radler.
Hier sehen wir auch das erste Verkehrsschild mit der Angabe nach Vettelschoß. Das ist motivierend und so treten wir etwas kräftiger in die Pedale.

Am Ortseingang von Neustadt (Wied) müssen wir die Straße verlassen und werden auf einen kleinen Weg am Feld und dann durch den Wald geführt. Dieser wird immer schlechter, bis er nur noch eine Schotterpiste ist, die Schlaglöcher werden immer größer und es geht immer steiler nach unten.
Vettelschoß 5km Wenn das nicht der richtige Weg ist, schaffen wir es Heute nicht wieder hinauf, für diesen steilen Weg würde uns einfach die Kraft fehlen.

Als wir um 18:45 Uhr unten am Ende des Weges angekommen sind ( Höhe nur noch 177 m ü.NN), sind wir genau unter der Autobahnbrücke A3 und hier steht an der Straße ein Verkehrsschild mit der Angabe: "Vettelschoß 5 km". Man sind wir froh, dass wir nicht zurück müssen und erst recht weil es bis Vettelschoß nur noch 5 km sind, das ist doch in 10 Minuten zu schaffen.

Wir sollten uns irren.
Abfahrt vom Schild, 18:51 Uhr. Es geht so steil nach oben wie es vorher bergab ging, es ist kaum zu schaffen und es hört nicht auf. Kaum das wir ein Stück gefahren sind und hoffen, nach der nächsten Kurve geht es gerade weiter, nein, höchstens ein paar Meter und schon wieder haben wir eine Steigung vor uns.
So quälen wir uns Meter für Meter, die vorhin hinunter gefahrenen Meter, wieder hinauf. Doch auch diese Strapaze hat mal ein Ende und wir erreichen Vettelschoß. Jetzt muss nur noch die Straße "Am Walde" gefunden werden und schon sind wir um 19:43 am Ziel (Höhe 361m ü.NN).

Tagesdaten: 82,90 km 9:53 Std. 8,39 km/h Ø 52,30 km/h *HGs.


Mittwoch/Donnerstag, 21.07. - 22.07.2010.

Wir verbringen zwei schöne, erholsame Tage in Vettelschoß, besuchen meinen Cousine und seine Familie in Rehmagen. Schauen uns das Museum in der berühmten Brücke von Rehmagen an und spazieren etwas am Rhein entlang.
Am Rhein bei Rehmagen

Freitag, 23.07.2010.

Nachdem wir unseren Verwandten 3 Tage auf der Tasche gelegen haben, wollen wir Heute wieder los, Mannheim und unsere nächsten Verwandten warten schon.

Wir starten unsere Etappe Vettelschoß Mannheim um 9:30 Uhr bei schönsten Sonnenschein. Willi hatte uns gestern Abend versprochen, uns eine schönere als die von uns geplante Strecke nach Neuwied zu zeigen.
Bis zu Start der Strecke müssen wir jedoch noch ein kleines Stück durch Vettelschoß.
Er sagt uns wo wir mit dem Rad lang fahren sollen und wo wir uns dann wieder treffen, er fährt schließlich mit dem Auto. So geht es über eine kurze Strecke von ca. 3-5 Kilometer und wir haben den nächsten Ort St. Katharinen erreicht. Von hier sollen wir nur noch bis zum nächsten Weg am Ortsrand fahren und dann immer den Fuß-, Radweg folgen.
Es ist Zeit sich zu verabschieden, ein Danke für die schönen Tage und für das Zeigen der schöneren Strecke nach Neuwied und schon sind wir weg.

Der Radweg ist schnell erreicht und von nun an geht es durch den Wald, Hängebrücke immer abwärts, das ist stark und macht richtig Spaß. Bei Waldbreitbach fahren wir über eine Hängebrücke, und dann geht es immer an der Wied entlang.

Die Strecke war wirklich schön, mein Onkel hatte nicht übertrieben und so haben wir um 11:45 Uhr schon 38 km hinter uns und Neuwied erreicht. Jetzt fahren wir per Navi quer durch Neuwied um auf unsere geplante Strecken zu kommen.
Das war nicht schwer, auch wenn es kein Navi für Autofahrer ist, sondern nur für Radfahrer, hat es uns schnell und sicher durch die Stadt geführt und wir sind wieder auf unserer Route.

Jetzt geht es immer am Rhein entlang. Hier ist das Fahrrad fahren einfach, hier gibt es keine Steigung, alles eben.
Leider ist es hier aber auch laut, wir fahren immer neben der Hauptstraße Koblenz am Deutschen Eck und als weitere Lärmquelle kommt die hier entlang führende Eisenbahnlinie hinzu. Andauernd fährt ein Güterzug vorbei, wohnen möchte wir hier nicht.

Gegen 13:00 Uhr haben wir Koblenz am Deutschen Eck erreicht, hier läuft der Radweg etwas tiefer als die Straße und darum ist es auch nicht mehr so laut und angenehmer zu fahren.
Um 15:45 Uhr machen wir in St. Goa, nach 92,6 km eine kurze Pause, dann geht es weiter, bis wir um 17:05 Uhr in Kaub ankommen.
Jetzt noch 5 Minuten und wir haben unser Ziel, die Jugendherberge Kaub erreicht. Sie sieht von außen so gut aus, das wir fast dran vorbei gefahren wären.
Auch von innen werden wir nicht enttäuscht, es sieht hier auch alles ganz toll und modern aus, wahrscheinlich ist die Jugendherberge gerade frisch renoviert worden.
DJH Kaub Bad DJH Kaub Zimmer Unsere Zimmer sind ebenfalls sehr schön und geräumig. Das Zimmer hat außer einem Tisch mit zwei Stühlen, auch noch zwei einzeln stehende Betten, auf denen wir für jeden ein kleinen willkommen Leckerli finden. Das Bad und im weiß gekachelt, groß und mit Toilette und Dusche ausgestattet. Bei so einem schönen Zimmer brauchen wir uns über den Preis von 24,40 € pro Person, nicht wundern.
Beim Blick aus dem Fester stellen wir fest, es regnet. Da haben wir wirklich Glück, denn gestern Nacht hatte es geregnet und wir haben schon gedacht unsere Fahrt im Regen fortzusetzen, doch den ganzen Tag über war das Wetter stabil und schönes, bis jetzt.

Nachdem wir unsere Sachen verstaut haben, gehen wir trotz des sehr starken Regens zum Deutschen Haus. Wir wollen was essen und das Deutsche Haus hat uns auf dem Weg zur Jugendherberge schon zugesagt, auf geht es.
In Kaub
Obwohl wir uns an den Häusern entlang schleichen und versuchen, wo es nur möglich ist, ein Dach über dem Kopf zu haben, etwas feuchter als normal im Deutschen Haus an.

Nach einem ausgiebigen Blick in die Speisekarte entscheiden wir uns für eine Kleinigkeit, das Rumpsteak mit Pfifferlingen, Bandnudeln, Schafskäse und Salat. Dazu trinken wir Bier, Espresso und Daniel isst als Nachtisch auch noch ein Vanilleeis mit Erdbeeren und Sahne.
Das war lecker und reichlich. Jetzt heißt es zurück zur Jugendherberge, wie hin, auch zurück immer unter den Dächern und dicht an den Häusern vorbei.
In der Jugendherberge angekommen, lassen wir unsere Sachen bei einem Cocktail, den Daniel an der Bar der Jugendherberge spendiert, trocknen. Das ist doch mal ein schöner Tagesabschluss.

Um 22:00 Uhr wir sind im Bett, doch mit schlafen ist noch nichts, Daniel hat noch etliche Fragen über dieses und jenes (welche weiß ich nicht mehr), aber auch diese sind irgendwann vorbei und wir schlafen ein.

Tagesdaten: 104,00 km 7:40 Std. 13,57 km/h Ø 49,30 km/h *HGs.


Freitag, 23.07.2010.

Es hat die ganze Nacht ziemlich kräftig geregnet, doch um 7:45 Uhr, als wir aufstehen hört es auf und wir haben die Hoffnung im trockenen weiter fahren zu können.
Warten wir es ab, erst wird geduscht und ordentlich gefrühstückt, danach alles gepackt und schon sind wir abfahrbereit.

DJH Kaub von der Fähre Warten auf die Fähre Es ist 10:00 Uhr, die Wolken hängen zwar noch tief und die Luft ist sehr feucht, aber es regnet nicht. Schnell werden noch ein paar Bilder von der Jugendherberge geschossen und dann müssen wir auf die andere Seite des Rheins. Gut das es hier in Kaub, direkt vor der Jugendherberge, eine Fähre gibt.

Wir hätten uns nicht soviel Zeit für die Fotos lassen sollen, denn als wir am Anleger ankommen, hat die Fähre gerade abgelegt und wir können nur noch winken. Pech, so müssen wir 15 Minuten warten, bis sie wieder herüber kommt.

Um 10:25 Uhr haben wir es geschafft, wir sind auf der westlichen Rheinseite angekommen.
Auch hier geht es immer auf dem Radweg an der Hauptstraße entlang und auch hier ist es laut.
Daniel auf der Buhne
Als wir um 11:10 Uhr nach 13 km (534 Rhein km) eine Pause einlegen, machen wir Fotos wie Daniel mitten im Rhein auf einer Buhne steht.

11:20 Uhr, wir erreichen Bingen, ab jetzt wird es wieder ruhiger. Wir verlassen den Rhein, fahren ein Stück an der Nahe entlang, Richtung Mannheim.
Würden wir dem Rhein folgen, müssten wir einen großen Umweg fahren, denn der macht hier einen Bogen nach Osten und fließt erst wieder ab Mainz südlich nach Mannheim. Wir fahren quer zur Rheinschleife und stoßen erst wieder kurz vor Mannheim auf ihn.

Nach 43,3 km kommen wir durch Wörrstadt und suchen uns eine Eisdiele an der wir für ein ½ Stunde, bis 13:40 Uhr eine Pause machen.
Das war lecker und so geht es weiter bis wir um 15:30 Uhr in Worms ankommen.

Es ist Zeit Mittag zu machen.
Wir sitzen kurz vor der schönen Brücke, in einem kleinem Park auf der Bank und bereiten unser Essen vor. Es gibt Würstchen aus dem Glas und als Dessert Waffeln, alles natürlich heiß gemacht. Es ist nicht zu glauben, Daniel wärmt uns die Würstchen und die Waffel über der Flamme unserem Gaskocker auf, und es schmeckt wunderbar.
Daniel beim Kochen
Durch solche leckeren Sachen gesättigt, geht es um 16:05 Uhr weiter, jetzt ist es nicht mehr weit und so haben wir die letzten Kilometer bis Lampertheim schnell hinter uns gelassen.
Bewundern gegen 17:05 die Autobahnbrücke A6 / E60 Mannheim-Sandhofen, durch die man direkt zwischen den Fahrbahnen, auf einem Fußweg Richtung Frankenthal gehen kann.

Jetzt müssen wir nur noch den Weg quer durch die Stadt zur Wilhelm-Liebknecht-Straße finden. Mit unserem Navi ist das kein Problem und wir erreichen unser Ziel genau um 18:05, wo uns Annie auch schon empfängt.



Tagesdaten: 108,00 km   8:05 Std. 13,36 km/h Ø 53,70 km/h *HGs.
 
Tourdaten: 555,00 km 51:43 Std. 10,73 km/h Ø




(*HGs = Höchstgeschwindigkeit)