Mit dem Rad durch Irland

Da ich für dieses Jahr noch genügend Urlaub zur Verfügung hatte und Daniel seine Ausbildung erst im August beginnt, hatten wir genügend Zeit uns einen längeren Fahrradurlaub zu erlauben.
Dieses Mal wollten wir unsere Tour ins Ausland verlegen und so kam uns als erstes England in den Sinn. Wir planten von Land's End quer durch England, Wales und Schottland nach John O' Groats zu fahren. Das wären so zwischen 1200 und 1500 Kilometer, je nach Route. Zeit hatten wir dafür ca. 3 Wochen eingeplant, doch was uns davon abhielt war einfach das Hin und Weg kommen von unserem Start und Endpunkt.
Wir hätten eine endlose Anreise mit der Bahn gehabt und das Zurückkommen wäre genauso langwierig gewesen. Schiffs- oder Flugverbindungen waren genauso kompliziert oder langwierig und wenn wir unsere Tour aus welchen Gründen auch immer verkürzen müssten, so war es noch schwieriger, nach Hause zu kommen.
Mit dem Auto klappt es auch nicht, zu lange Anfahrt und wir hätten zum Auto zurück gemusst, was wieder nicht einfach wäre.

Dann kam uns Irland in den Sinn. Nach Irland kommt man schnell und einfach, einfach einen Flug nach Dublin, Cork, Galway oder einen anderen Orte gebucht, das eigene Fahrrad eingepackt (bei Lufthansa braucht es nicht einmal verpackt werden) und schon ist man in 2 oder 3 Stunden an seinem Ziel. Da Irland nicht so lang gestreckt wie England ist (dennoch sind auch hier 1200 – 1500 km Strecke ohne weiteres möglich), kann man von jedem Punkt in Irland, schnell wieder zu seinem Ausgangspunkt zurück. Es gibt von überall Verbindungen mit Bahn oder Bus.

Nach all diesen Überlegungen war die Endscheidung nicht mehr schwer, wir fahren Fahrrad in Irland.
Jetzt ging es nur noch um den Zeitpunkt unserer Reise, wann ist es am schönsten, trockensten und günstigsten zu fahren?
Wir entschieden uns für den Mai, hier sollte alles passen.
Nun nur noch eine mögliche Strecke heraus gesucht, im Reisebüro nach Verbindungen und Fahrradmitnahme (50 € pro Fahrrad und Flug) erkundigt und schon konnte es los gehen.

Wir hatten und entgegen der Empfehlung meines Arbeitskollegen, ab Cork zu starten, schlossen, nach Dublin zu fliegen und unsere Tour von hier zu beginnen. Mein Kollege war der Meinung die Strecke von Dublin bis Cork wäre nicht so Interessant, doch das wollten wir selber überprüfen.

Am Montagabend, dem 29.4.13, brachten Daniel und ich unser Gepäck, unsere Fahrräder und unseren Einachsanhänger zum Flughafen, es gab eine Vorabendeincheck Möglicheit und diese nutzen wir. Wer weiß wie das am nächsten Morgen aussieht, vielleicht gibt es Probleme mit den Rädern oder sonstigem und, um dem vorzubeugen brachten wir die Räder lieber am Abend zum Flughafen, so hätten wir Morgen dann auch keine Hecktick.

Es hat alles geklappt, wir konnten alles ohne Probleme abgeben.


Dienstag, den 30.4.13

Es war so weit, Brigitte brachte uns zum Flughafen.
Ankunft um 5:15 Uhr und da wir nicht groß einchecken müssen gingen wir um 5:55 Uhr an Bord.

Rad im Flughafen

Pünktlicher Start um 6:20 Uhr und aufsetzen am Frankfurter Flughafen um 7:11 Uhr.
Jetzt haben wir fast 2 Stunden Zeit bis unser Weiterflug nach Dublin startete, das war aus Sicherheitsgründen so geplant, damit unsere Fahrräder auf jeden Fall umgeladen werden können.
Gate A42 Während wir gemütlich von unserem Ankunft-Gate A40 in Richtung Gate B27 schlenderten, fiel uns ein, das es hier am Frankfurter Flughafen einen Cache gibt, das passte doch. Leider waren wir schon bis zum Gate A30 gelaufen und so mussten wir wieder umdrehen und zurück an unserem Ankunft-Gate vorbei bis Gate A42 gehen. Wer schon mal am Frankfurter Flughafen war, der weiß, dass dieses nicht gleich nebenan ist.
Hier am Ende des Terminals bestand die Cache-Aufgabe darin, ein Foto von sich mit dem Schild des Gates im Hintergrund zu machen und dieses dann zu loggen.
Erledigt - und nun ging es zu unserem Abflug Gate.

Als wir dort ankamen, hatten wir immer noch genügend Zeit. Während ich etwas in den hier ausliegenden Zeitungen las, lag Daniel quer über mehrere Bänke und schlieft noch eine kleine Runde.

Um 9:55 Uhr konnten wir an Bord gehen. Da wir hinter dem Cockpit einstiegen, guckten wir direkt dort hinein, worauf die Piloten uns hinein winkten. Im Cockpit Das ließen wir uns nicht zweimal sagen und gingen, nachdem wir das Flugzeug betreten hatten, direkt ins Cockpit. Hier wurden wir dann von unserem Flugzeug-Kapitän Michael Kaltenbacher und seinem Copiloten per Handschlag begrüßt.
Wir sprachen über unseren Urlaub (er konnte es kaum glauben, dass wir in Irland Fahrrad fahren wollen), über das Wetter in Irland (zur Zeit 3° in Dublin) und ob er uns vielleicht in 24 Tagen wieder aus Dublin abholt (sein Terminkalender sagte leider nein, er hatte an diesem Tag eine andere Route und wäre in London). Schnell noch ein Foto und ab ging es zu unseren Plätzen.

Räder bepacken am Flughafen

Daniel hatte sich vom Terminal eine Flasche O-Saft mitgenommen und nachdem die Speisen und Getränke an Bord ausgegeben waren, wollte er seinen Flasche mit dem Rest O-Saft, mit etwas Wasser ausspülen. Beim Aufdrehen der O-Saft Flasche gab es einen Knall und der Schraubverschluss flog durch den hier im Flugzeug herrschenden Überdruck durch die Kabine.
Peinlich – peinlich, aber es war nun mal passiert.

Daniel mit Räder im Flughafen

Wir erreichten pünktlich um 12:00 Uhr Dublin.
Auf der Flughafentoilette haben wir uns erst einmal unsere Fahrradsachen angezogen und unser gesamtes Gepäck auf die einzelnen Räder und den Anhänger verteilt. Klappte alles sehr gut und auf dem Hänger ließ sich auch einiges verstauen, nun noch den Hänger bei mir angehängt und es konnte losgehen.

Jetzt hieß es, den richtigen Weg in Dublins Stadtmitte zu finden.
Es ging verhältnismäßig gut.
Wir mussten zwar an fast jeder Ampel halten, uns um eine Baustelle quälen und Daniel musste mich auch immer wieder darauf hinweisen, das hier Linksverkehr ist, aber dann hatten wir es geschafft und das Zentrum von Dublin erreicht.
Campingzubehör Als erstes suchten wir einen Laden für Campingbedarf, wir brauchten Gaskartuschen für unseren Gaskocher.
Es war gar nicht so schwer, schnell hatten wir ein, zwei Läden gefunden. Unsere nächste Aufgabe bestand darin, einen bestimmten Telefonshop zu finden.

Vor unserer Abreise hatte Daniel sich erkundigt wie es in Irland mit Internet aussieht.
Da es über unseren heimischen Anbieter, durch die hohen Roaming-Gebühren zu teuer war, hatte er Kontakt mit einem Telefonshop in Dublin aufgenommen und sich dort nach Preisen erkundigt. Schließlich wollten wir in Irland, Informationen über Sehenswürdigkeiten, deren Öffnungszeiten, Geocaching, Karten, und Übernachtungsmöglichkeiten wie Campingplätze, Hostels und bed & breakfast aus dem Internet holen. Eine Verbindung nach Hause per E-Mail oder Telefon wäre auch nicht schlecht gewesen.
Die Erkundigung ergab, dass es das Beste, wäre wir würden uns in Irland eine Sim-Karte eines dortigen Anbieters zulegen.

Der Telefonshop machte uns ein sehr gutes Angebot:
Eine Prepaid Sim-Karte für 20 €, die als Startguthaben zum abtelefonieren sind, Gespräche untereinander frei und für 30 Tage freies Internet mit guter Geschwindigkeit.
Das wollten wir nehmen undso waren wir auf der Suche nach diesem Shop.
Schnell war er in der Fußgängerzone gefunden und während ich draußen auf unsere Fahrräder achtete, besorgte Daniel für jeden von uns eine Sim-Karte.
Diese wurden auch gleich in unsere Handys getan und vor Ort ausprobiert. Sollte etwas nicht klappen, könnte Daniel im Shop nochmal nachfragen und etwaige Probleme lösen. Es hat alles geklappt, Internet brauchte zwar noch ein paar Stunden bis es frei wäre, aber da hatten wir vollstes Vertrauen, dass das auch hinhaut.
Bevor wir Dublin verließen stand noch die Geocache-Suche, im an der Fußgängerzone angrenzenden St. Stephen's Green Park auf unserer todo-Liste, doch da das Internet noch nicht soweit war, konnten wir die Koordinaten nicht genau bestimmen. Macht nichts wir werden Dublin auf unserem Rückweg nochmal besuchen und dann wird sich sicher auch die Gelegenheit und Zeit zum Finden dieses Geocache ergeben.
Nun wurde es auch Zeit, Dublin zu verlassen, schließlich hatten wir noch einige Kilometer vor uns und wie auch schon auf dem Weg in die Stadt, standen wir vor fast jeder Ampel.
Außerhalb von Dublin kamen wir gut voran und um 16:22 Uhr konnten wir in Ballyboden nach 20,5 km unseren 1. Cache “Ballyboden St. Endas“ (GC477RW) loggen.

Weiter ging es auf kleinen, nicht zu stark befahrenen Straßen. Es ging mal bergauf und dann wieder bergab, nicht steil aber immer wieder. Das strengt ganz schön an, erst recht wenn man noch so gute 20 Kilogramm im Hänger hinter sich herzieht. Nach einer Weile freut man sich auch nicht mehr übers bergab fahren, denn der nächste Hügel wartet schon.

Verschnaufspause

Gerade hatten wir wieder so einen kleinen Hügel und ich musste das Fahrrad samt Hänger, bis wir oben ankamen, ca. 3 Kilometer weit schieben. Mal gut das es nicht so warm war (knapp um die 10°), sonst wäre ich noch ins Schwitzen gekommen.
Gegen 18:00 Uhr entschlossen wir uns, uns nach einer Unterkunft umzusehen.
Da ich der Englischen Sprache nicht so mächtig bin, musste Daniel sich um solche Sachen und noch viele andere Dinge, bei denen man sich verständigen musste, kümmern.

Da wir hier mitten auf dem Land und nicht in der Stadt waren, war es nicht einfach ein Motel, bed & breakfast oder Campingplatz zu finden. So fragte er bei der nächsten Gelegenheit den 1. Bewohner den wir in dieser einsamen Gegend trafen, nach einem Campingplatz oder anderen Übernachtungsmöglichkeit.

Zelt auf der Weide

Die Antwort war auf beide Fragen: “Nein“, also weiter fahren und den Nächsten fragen.

Hier bekamen wir als Antwort: “Kein Problem, ihr könnt auf der angrenzenden Wiese euer Zelt aufbauen, nur wundert euch nicht, falls ihr in Nacht, so gegen 4:00 Uhr Geräusche hören solltet, da lässt meine Frau dann nur die Schafe auf die Weide.“

Super, das mit den Geräuschen war kein Problem, Hauptsache wir konnten hier Übernachten

Nach dem Zeltaufbau ging Daniel nochmal zum Farmer und bat ihn um Wasser, zum Kochen unseres Essens.
Tee im Zelt Als Daniel vom Farmer (John & Rda Healy) wieder kam, erzählte er mir, das die Leute sehr nett seien, aber er hätte sie kaum verstanden, die sprächen hier ein so komisches Englisch, die sind fast nicht zu verstehen. Macht nichts, bis zum Ende unserer Reise hatte sich das gendert und Daniel konnte sich hervorragend mit den Iren unterhalten, so gut, dass er bei unseren Besichtigungen, für mich simultan übersetzte.

Zum Abendessen gab es Tortellini mit Tomatensoße und hinterher noch Schwarzen Tee. Den hatte Daniel zum Wasser vom Farmer geschenkt bekommen. Wahrscheinlich hatte er gedacht, die armen Deutschen, die trinken nur heißes Wasser, da wollen wir ihnen doch mal etwas Geschmack dazu geben.
Nach dem Essen ging Daniel ein zweites Mal zu den Farmer Leuten um nochmals um Wasser zu bitten und um zu fragen, ob wir unsere Handys bei ihnen aufladen könnten. Beides war möglich und so endete unser erster Tag in Irland zufriedenstellend.

Übernachtungs-Koordinate 53° 14.370'N 6° 24.467'W


Mittwoch, den 01.05.13

Wurden um 6:00 Uhr von den Schafen und der Sonne geweckt. Sonne war zwar da, aber die Temperatur noch nicht, sie lag bei 6° Grad und das ist etwas wenig.

Daniel hatte einfach keine Lust aufzustehen und als er es um 6:30 Uhr endlich geschafft hatte, waren nur noch die Schafe da, die Sonne weg. In des Farmers Küche
Es wurde gefrühstückt mit Brötchen von Gestern und Schwarzem Tee. Danach das Zelt gepackt und alle Sachen verstaut.
Jetzt konnte es weiter gehen, doch wir wollten uns vorher noch vom Farmer verabschieden und bedanken. Doch so einfach war das nicht, wir wurden ins Haus gebeten.
Nach der ersten Frage: “Wollt ihr vielleicht noch eine Tasse Tee haben?“ “Ja“. Kam die nächste nach einem Ei, einem Toast und wie sieht es mit “deutschem Kuchen“ aus (hatte die Tochter durch Zufall Gestern gebacken und ihrer Mutter gebracht)?
Wir hatten zu allem ja gesagt und es uns schmecken lassen. In der Zeit konnte Daniel sich noch etwas mit dem irischem Englisch beschäftigen, da er unsere Urlaubsplanung erzählen musste.
Später als gewollt fuhren wir weiter, kamen um 10:30 Uhr in Balliras an und waren von 12:30 Uhr – 13:15 Uhr in Blessington beim Einkaufen.
Danach erkundigte Daniel sich im hiesigen Infobüro nach Sehenswürdigkeiten und ähnlichem und bevor wir um 13:45 Uhr Blessington verließen, wurde der nächste Cache geloggt.

Zwei auf der Bank

Mittag wurde gegen 15:00 Uhr gemacht und dann ging es bis Dunlavin endlich mal nur abwärts.
In Dunlavin haben wir unseren dritten Cache gefunden und ein Foto gemacht.

Um 16:50 Uhr war es ist wieder Zeit nach unserer nächsten Übernachtung Ausschau zu halten.
Bei unserem 1. Versuch wurde uns erklärt, dass der Bauer es uns bestimmt erlauben würde hier zu bleiben, doch dieses müsste er uns selber sagen und da er erst in ca. 2 Stunden wieder kommt und die Chance zum Hierbleiben 50 zu 50 stand, entschlossen wir uns, lieber weiter zu fahren, um es woanders zu versuchen.

Kühe 2. Versuch

Das Land, bez. die Wiese hinter seinem Haus gehöre ihm nicht, außerdem sind dort Kühe auf der Wiese und die sind sehr neugierig und würden unser Zelt zertrampeln.
Sein angrenzender Wald wäre eine Möglichkeit, doch nachdem er mit Daniel einen Erkundungsgang durch diesen gemacht hatte, konnte er die Verantwortung für eventuell herab fallende Äste nicht übernehmen. Sein Vorschlag war nun, wir sollten die Straße eine ½ Meile zurück fahren und dort bei einem großen Hof nachfragen. Dort sind wohl schon öfters Wanderer untergekommen.

Wir fuhren den gerade hochgeschobenen Weg wieder mit unseren pushbike herunter (Schiebefahrrad wurden sie hier genannt, weil es immer bergauf geschoben wird).
Einmal links, einmal rechts gefahren und hier blieb ich gegen 17:00 Uhr stehen um Tagebuch zu schreiben, während Daniel sich bei den hier umliegenden Gehöften nach einer Übernachtungsmöglichkeit erkundigte.
Er wollte mich anrufen sobald er was gefunden hatte. Doch jetzt kam er mir entgegen, hatte er nichts gefunden? Nein, er hatte drei Mal angerufen, nur ich hatte das Klingeln nicht gehört.
Wie er mir erklärte, hatte er etwas zum Übernachten gefunden und so fuhren wir gemeinsam dort hin.
Es handelte sich um die Abtei Bolton Abbey, Moone Irland.
Zwei blicken in die Kamers Als wir an der Abtei ankamen, trafen wir auf eine Dame und als Daniel sie ansprach, stellten wir fest, das sie deutsch sprach. Sie heißt Marie, kam aus Frankreich und verbrachte auf Einladung der Abtei öfters einige Tag hier und spielte zum Gottesdienst die Orgel.
Ob wir hier übernachten könnten, konnte sie uns nicht sagen, aber sie machte uns Hoffnung das es bestimmt klappen würde. Wir müssten nur noch einige Minuten warten, dann wäre der 18:00-Uhr-Gottesdienst der Mönche vorbei und der Abt zu sprechen.

Der Abt hieß uns willkommen und während er sich erkundigte, ob für uns noch ein Zimmer frei wäre, wurden wir mit Tee und Gebäck versorgt.
Zimmer waren frei, für jeden ein eigenes und Abendessen, Nudeln mit Tomatensoße, gab es auch noch.

Nach dem Bezug unserer Zimmer machte sich Daniel daran, Kochen im Gartenunser mitgebrachtes Geflügel zu braten, denn für Heute waren wir satt und da wir das Fleisch nicht wegwerfen wollten musste es gebraten werden, so könnten wir es morgen Abend essen.
Da es dem Abt nicht recht, war es im Haus zu braten, ging Daniel in den Garten und briet es abseits des Hauses.

Um 20:10 Uhr war die Abendmesse für die Mönche und da Marie dort Orgel spielte, wollten wir uns das nicht entgehen lassen.
Gegen 20:20 Uhr war schon alles vorbei und einer der Mönche kam auf uns zu. Er hatte gehört, dass wir die Deutschen mit den bikes wären und er interessierte sich sehr dafür was wir alles schon abgefahren hatten und noch wollten. Er war begeistert und als er dann auch noch hörte, das es sich bei unseren bike's nicht wie angenommen um Motorräder sondern um bicycles, also Fahrrädern handelte, war seine Begeisterung kaum noch zu halten.

Unser Abend endete nach einem ausgiebigen Duschen gegen 22:00 Uhr.

Übernachtungs-Koordinate 52° 57.320'N 6° 49.378'W


Donnerstag, den 02.05.13

Wir wurden um 6:30 Uhr wach, doch Daniel wollte wie immer länger liegen bleiben und stand erst um 7:00 Uhr auf.
Bevor wir zum Frühstücken gingen, wurden erst einmal unsere Sachen Beide vor einen Einfahrtgepackt und an den Rädern befestigt. Heute war Daniel mit Hängerziehen dran.
Zum Frühstück gab es Tee oder Kaffee, Müsli mit Grapefruit, Toast und Marmelade. Es war alles reichlich vorhanden.
Als wir gegen 9:25 Uhr bezahlen und uns verabschieden wollten, hieß es nur: “Es war sehr nett das ihr uns besucht habt und wir wünschen euch weiterhin eine gute Fahrt.“ So hatten wir für die Übernachtung, das Abendbrot, sowie für das Frühstück nichts bezahlen brauchen.

Um 11:30 Uhr hatten wir nach 20 Kilometern und etlichen Hügeln, die Ortschaft Carlow erreicht. Daniel ging sich einen neuen Labello oder ähnliches, für seine trockenen Lippen kaufen. Ich hatte beim Ausmisten unserer Lenkertasche seinen neuen Labello versehentlich weggeworfen. Natürlich wurden bei dieser Gelegenheit auch noch einige Lebensmittel und diverse Getränke gekauft.
Diese wurden anschließend bei einer Pause, an dem in der Innenstadt liegenden Brunnen, verzehrt.

13:00 Uhr, wir verließen Carlow.
Jetzt ging es erst einmal einige Kilometer eben weiter, doch dann ging es nur noch bergauf. Pause am Brunnen Immer schön langsam in langgestreckten Serpentinen. Als wir ca. 230 Höhenmeter hinter uns hatten und hofften endlich oben zu sein, legte Daniel sich mitten auf die Straße um auszuruhen. Ich blieb auf meinem Rad sitzen und verschnaufte so, danach ging es für die nächsten 500 Meter immer noch aufwärts, wenn auch nicht mehr so hoch.
Endlich oben ging es auf einer Strecke von 2,5 Kilometern, 110 Meter nach unten, wofür wir 7 Minuten brauchten. Für die darauf folgenden 2,5 Kilometern in denen es 80 Meter hoch ging, brauchten wir schlappe 22 Minuten, war ich froh, dass Daniel heute den Hänger ziehen musste.

Hier oben auf dem Hügel trafen wir auf eine Frau, die meinte doch glatt, “schöner Berg zum hinauffahren“. Na, da kann man geteilter Meinung sein, hinunterfahren wäre uns sicher lieber gewesen.
Bei der Gelegenheit fragte Daniel auch gleich nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Sie kannte keine, aber etwas weiter würde es einen Pub geben und dort sollten wir mal fragen.
Eine ¼ Stunde später hatten wir den Pub in Kane's Bridge erreicht, fuhren aber vorbei, da es hier nur 3 Häuser gibt und kein Mensch zu sehen ist.
Aufwärts Noch steiler Doch jetzt ging es schon wieder bergauf und richtige Lust zum Weiterfahren hatten wir auch nicht mehr, so drehten wir um und Daniel versuchte am Pub jemanden zu finden.

16:00 Uhr, es hatte nicht lange gedauerte und Daniel kam mit einer guten Nachricht zurück.
Paul, so hieß der Wirt wie sich später herausstellte, hatte Daniel zuerst mitgeteilt, dass es hier leider keine Übernachtungs-möglichkeit gäbe, aber als Daniel ihm erklärte, dass wir nur einen Platz zum Aufstellen des Zeltes brauchten, bot er uns seine Wiese hinter dem Pub an.

Während des Zeltaufbaus teilte uns Paul mit, dass er jetzt in die Stadt fahren müsse und was wir gerne essen würden. Wir erklärten ihm, dass wir noch unser gebratenes Geflügel von Gestern hätten und das unbedingt essen müssten, weil es sonst schlecht werden würde. Kein Problem wir sollten es ihm geben, er würde es für uns fertig machen und wir sollten um 20:00 Uhr zum Diner da sein.

Hund

Es war 18:00 Uhr als wir alles aufgebaut und verstaut hatten, wir hatten unsere E-Mails angeschaut, Whatsapp geschrieben und versucht Zuhause anzurufen, ging leider nur der Anrufbeantworter dran.
Es gab nichts mehr zu tun und so faulenzten wir im Zelt, warteten aufs Abendessen und das, obwohl Daniel gerade zwei Scheiben Brot gegessen hatte, er hatte so einen Hunger.

Um 19:00 Uhr hielten wir es nicht mehr aus, wenn wir weiter im Zelt liegen geblieben wären, wären wir garantiert eingeschlafen und so gingen wir rüber zur Wohnung von Paul.

Er war gerade mit den Vorbereitungen für das Diner beschäftigt und so konnten wir ihm soweit wie möglich dabei helfen.
Zum Diner gab es, außer unserem Geflügel, welches er mit asiatischen Gewürzen verfeinert hatte, Hähnchen mit Gemüse.
Das Hähnchen musste ein riesiges Teil gewesen sein, wir haben zu fünft davon gegessen.
Das Gemüse war anders zubereitet als wir es gewohnt sind. Die Möhren waren weder geschrappen/geschält, noch an den Enden abgeschnitten. Der Kohl war grob geschnitten und die Kartoffeln nicht geschält. Dennoch hat es uns sehr gut geschmeckt, ganz besonders der Weißwein den es reichlich zum Essen gab.
Es wurde ein schöner Abend, wir, besonders Daniel, unterhielt sich sehr angeregt mit Paul. Paul wollte auch alles von uns wissen.
Woher kommen wir genau, was arbeiten wir, geht Daniel noch zur Schule, wie war es in Neuseeland, was wird in Deutschland verdient, was kostet der Sprit, kann man auf der Autobahn so schnell fahren wie man will und noch vieles mehr.
So zog sich der Abend bis nach 24:00 Uhr hin, doch dann wurde es Zeit ins Bett zu gehen.

Übernachtungs-Koordinate 52° 44.551'N 7° 7.357'W


Freitag, den 03.05.13

Ein Höllenlärm war draußen vor dem Zelt zu hören und das schon um 6:00 Uhr Morgens. Hier gab es in jedem Baum hunderte von Krähen und die hatten alle etwas zu erzählen. Ich verstand zwar nicht was sie sagten, aber es war auf jeden Fall so laut, das an Weiterschlafen nicht zu denken war. Nur mein Sohnemann hört nichts, da hätten die Krähen auf seinem Schlafsack sitzen können, es würde ihn nicht stören. So blieb mir nichts anderes übrig, als ihn gegen 7:00 Uhr wach zu rütteln, was natürlich nicht heißt dass er aufstand, nein, es dauerte dann noch eine weitere ½ Stunde.

Bis um 8:30 Uhr hatten wir alles verpackt und konnten hinüber zum Frühstücken gehen, zu welchem wir natürlich eingeladen waren. Es gab Porridge (engl. für Haferbrei), Brot, Marmelade, Honig, Tee und Apfelsaft. Einfach ein Frühstück wie man es zum Fahrradfahren brauchte.

Abschiedsbild mit Paul

Gestern Abend hatten Daniel und ich uns entschlossen, unsere Strecke bis Cork, nicht mehr mit dem Fahrrad zurück zu legen. Es war einfach zu hügelig und zu anstrengend und da die Strecke so weiter geht, würden wir bei dieser Geschwindigkeit nicht einmal die Hälfte unserer geplanten Tour schaffen. Unsere Planung war nun, wir fahren mit dem Fahrrad bis Kilkenny und von dort mit dem Zug weiter bis Cork. So würden wir Zeit und Kraft für die restliche Strecke sparen.

Um 10:30 Uhr waren es soweit, der Abschied kam.
Paul hatte uns noch schönen heißen Tee für unsere Thermoskanne gekocht, dazu gab es Kuchen von seiner Nachbarin und etliche Tipps und Ratschläge.
Wir sollten auf jeden Fall in den Großstädten, wie Galway und Dublin, auf unsere Räder und unser Gepäck achten, das wäre dort sehr beliebt und würde gerne geklaut.

Heute war ich mit Ziehen des Hängers dran und natürlich ging es gleich vom Start an, bergauf. Die Hoffnung, dass es sich nach der nächsten Kurven ändert, wurde uns schnell genommen. Gute 100 Meter haben wir so auf dem ersten kurzen Stück an Höhe gewonnen. Doch auch das ist einmal geschafft und von nun an ging es, mit Ausnahme von 1 – 2 kleinen Anhöhen, wofür man dem Schwung ausnutzen konnte, nur noch bergab. Auf dem restlichem Stück, bis zum 15 Kilometer entfernt gelegenem Kilkenny, erreichten wir teilweise Geschwindigkeiten von bis zu 55,5 km/h. Das war mit dem Anhänger bei den vielen Kurven gar nicht so einfach, aber dafür auch nicht so anstrengend.

Wir waren in Kilkenny, es war 11:25 Uhr und unsere Höhe betrug nur noch 35 Meter.

Daniels Aufgabe war es, sich nach dem Bahnhof und dort nach einer Verbindung Richtung Cork zu erkundigen.
Wie es sich herausstellte, gab es keine Zugverbindung nach Cork. Unsere einzige Möglichkeit, außer mit dem Rad weiter zu fahren, war mit dem Bus. Der würde um 12:05 Uhr nach Waterford fahren und von dort dann nach Cork. Die Räder wären kein Problem, die könnten wir unten in den Gepäckraum legen.
Jetzt noch nach dem Fahrpreis gefragt.
Von hier bis Waterford würde es 17 € kosten, doch wenn wir gleich bis Cork bezahlen würden, wären es 90 €, alles natürlich pro Person.
Nein, das ist einfach zu viel, ich konnte es einfach nicht glauben, da fahren wir doch lieber mit dem Fahrrad weiter. Sicherheitshalber sollte Daniel nochmal nachfragen, das erschien mir einfach zu viel und siehe da, Daniel hatte sich verhört, es sind nicht 90 € sondern 19 € pro Person.
Das hörte sich schon besser an und so saßen wir schon einige Minuten später im Bus und waren unterwegs nach Waterford. Leider hatten wir, bedingt durch die schnelle Abfahrt, keine Gelegenheit uns Kilkenny anzusehen.

Um 13:15 Uhr waren wir am Busbahnhof von Waterford.
Unsere Weiterfahrt war für 14:00 Uhr geplant, doch von hier fährt jede Stunde ein Bus bis nach In der Fußgängerzone von Waterford Cork und da wir schon nichts von Kilkenny gesehen hatten, könnten wir uns wenigstens hier eine Stunde lang die Stadt ansehen. Außerdem hatte Daniel etwas von einem besonderem Brot hier in Waterford gehört und das wollten wir uns auch nicht entgehen lassen.
Eine Stunde, was war das schon.
Gerade mal so lange, dass wir es bis in die Innenstadt schafften und hier einmal die Fußgängerzone rauf und runter fahren. Danach ging Daniel noch schnell in ein Kaufhaus und besorgte uns das besondere Brot. Es war etwas enttäuschend, da es sich für uns um nichts anderes als ganz gewöhnliche Brötchen handelte. Zum Abschluss noch schnell einen Cafe to go und schon waren wir wieder zurück am Busbahnhof.
Unsere Räder kamen wieder in den Gepäckraum, doch dieses Mal war es nicht so einfach, wir hatten nicht soviel Platz im Gepäckraum. Wahrscheinlich lag es daran, dass es Feierabendzeit und Wochenende war und mehr Leute als wochentags auf dem Weg nach Hause diesen Bus nutzten.

Wir erreichten um 17:45 Uhr den Busbahnhof von Cork und versuchten die Touristeninformation zu finden.
War alles kein Problem, wir hatten uns einen Stadtplan von Cork besorgt und konnten so auch schnell die Touristeninformation finden. Leider stand auf dem Plan nichts von Öffnungszeiten und diese waren, Im Anam Cara B&B wie wir feststellen mussten, nur bis 17:00 Uhr.
Gut das wir Internet hatten, so war schnell das nächstgelegene Hostel heraus gesucht, nun mussten wir nur noch den Weg dorthin finden. Auf dem Weg dort hin kamen wir an mehreren B&B vorbei und so fragten wir bei einem einladend Aussehenden B&B (Anam Cara B&B) nach Übernachtung Möglichkeit und deren Preis nach. Für beide, 75 € incl. Irischem Frühstück. Das war in Ordnung und so endet unsere heutige Etappe hier um 18:15 Uhr.

Das Zimmer war mit Bad und Dusche, groß genug um unsere Sachen (Gepäcktaschen, Helme, Jacken und Hänger samt Isomatten, Schlafsäcke und Zelt) unterzustellen. Die Fahrräder konnten wir hinten auf dem Hof anschließen.

Nachdem wir alles verstaut und uns geduscht hatten, gingen wir um 20:00 Uhr in die nicht allzu Waren mit englischem Namen weit entfernte Innenstadt, um uns mit Lebensmitteln für Morgen einzudecken und um was zu essen.
In Kaufhaus fanden wir in der untersten Etage einen Lebensmittelbereich.
Hier zeigte Daniel mir die Lebensmittel, die es auch bei uns in Deutschland gab, nur hier unter einem anderen Namen. Es war schon lustig die eigentlich bekannten Sachen in einer gleichen Verpackung, aber mit fremden Namen zu sehen. Erstaunlich wie viele Produkte mit unseren identisch sind, auch wenn sie hier einen anderen Namen haben.

Gegessen haben wir in einer Pizzeria namens Milano, wie sollte sie sonst heißen.
Der Laden war ziemlich voll, dennoch bekamen wir einen Platz und mussten gar nicht lange auf unsere bestellte Pizza warten.
Umgehauen hat uns die Pizza nicht. Geschmacklich war sie nicht schlecht, aber eben auch nicht das Besondere, das wir bei diesem Andrang und Preis (alle Pizzen über 10 €) erwartet hatten.

Es war nun kurz vor 22:00 Uhr und wir gingen im leichtem Regen zurück zu unserem B&B. Schnell bettfertig gemacht und um 22:30 Uhr wurde versucht zu schlafen.

Übernachtungs-Koordinate 51° 53.785'N 8° 29.122'W


Samstag, den 04.05.13

Frühstück war für 8:00 Uhr bestellt und so standen wir erst 15 Minuten vorher auf. Das Wetter war besser als gestern Abend, Heute schien die Sonne.
Zu Essen gab es das angekündigte Irische Frühstück.
Hierbei handelte es sich um zwei kleine Würstchen (ähnlich wie Bockwürstchen, aber gebraten), Irisches Frühstück je ein kleines Stück gebratene Blutwurst und Rinderwurst, ein Spiegelei, eine geschmorte Tomate, einen großen gebratenen Pilz, 2½ Scheiben Toast, Butter und zu trinken Schwarzen Tee. Alles sehr lecker, wenn man es mag! Die meisten Sachen konnte ich an Daniel weiterreichen, der isst Morgens lieber herzhafte Sachen, während ich eher für das Süße bin.
Sollten wir nochmal irgendwo Frühstücken, so nahmen wir uns vor, uns unser Frühstück lieber selber zusammenzustellen.
Um 9:00 Uhr waren wir fertig, wir hatten nichts übergelassen.

Da es von hier nicht weit bis zur Touristeninformation war, ließen wir unsere schon fertig verpacken Sachen im Zimmer stehen und machten uns zu Fuß auf.
Es war gar keine schlechte Idee die Räder beim B&B zu lassen, wir brauchten gerade mal 10 Minuten bis zur Info und so hatten wir Ruhe, uns über alles Mögliche zu informieren, ohne uns um unsere sonst irgendwo vor dem Laden stehenden Rädern und dem Gepäck Sorgen zu machen.

Gegen 11:30 Uhr waren wir wieder auf unserem Zimmer, packten alles auf die Fahrräder und um 12:00 Uhr waren wir schon auf dem Weg, raus aus Cork.

Lange hatten wir nicht gebraucht, schon gab es die erste Pause. Daniel mit Kühe Das Frühstück war schon eine Weile her, also gab es jetzt den Kuchen von Pauls Nachbarin und ob man es glaubt oder nicht, den noch warmen Tee aus unserer Thermoskanne. Vor gut 24 Stunden hatte Paul uns den eingefüllt und er war immer noch angenehm temperiert.

Ich zog wie immer, wenn es steil wurde, den Hänger und um 14:55 Uhr war es wieder mal soweit. Vor uns begann gerade ein steiler Hügel. Wie es sich nachher herausstellte, waren es ca. 60 Höhenmeter auf einer Länge von 500 Metern. Das war unmöglich zu fahren und so hatte ich das ganze Stück nur geschoben.

Um 17:00 machten wir eine 10-Minuten-Snickerpause und um 17:30 Uhr starteten wir unseren ersten Versuch. eine Übernachtungsmöglichkeit zu finden.

Hier an der Straße standen nur vereinzelt Häuser und so fragte Daniel den ersten den wir trafen, wo es hier einen Campingplatz oder eine andere Übernachtungsmöglichkeit zum Zeltaufbauen gibt.

Einen Campingplatz gibt es hier nicht, aber wir könnten, Einfahrt zum Haus des alten Mannes wenn wir wollten, bei ihm im Garten unser Zelt aufbauen. Nicht schlecht für den ersten Versuch.
Was wir von der Straße sehen konnten, sah zwar nicht gerade einladend aus, aber man könnte sich den Garten ruhig mal ansehen.
Wir waren überrascht, der Garten ist sehr schön angelegt. Der Rasen ist zum Zelten etwas lang, aber ansonsten sieht hier alles sehr ordentlich aus und es gibt einige schöne kleine Nischen in denen wir unser Zelt aufbauen könnten.
Wir blieben.

Während wir am Zeltaufbauen waren, brachte uns der Gastgeber noch eine Kabeltrommel und eine Lampe. So hatten wir nicht nur Licht für den Abend, nein wir konnten sogar unsere Handys aufladen und nebenbei noch Musik hören.

Mit dem Aufbau fertig, unterhielten wir/Daniel uns noch mit dem Gastgeber.
Er wollte wissen woher, wohin wir noch wollten und wie es uns bis jetzt in Irland gefallen hatte.
Von ihm erfuhren wir, dass er am 13. Mai dieses Jahr 70 wird, dass er, seit seine Frau vor drei Im Garten Jahren gestorben ist, hier alleine lebt, er Krebs habe und fast blind sei. Die einzige Hilfe, die er hätte, wäre seine Schwester, die zwei Häuser weiter wohnt und ab und zu vorbei käme.
Als Sehenswürdigkeit empfahl er uns den schönsten Strand von Irland, “Inchydoney Beach“, den wir uns auf keinen Fall entgehen lassen sollten, er ist gar nicht weit weg, seine Frau war sehr oft da, sie hatte den Strand geliebt.
Auf dem Rückweg könnten wir uns dann auch noch die auf dem Weg liegende Burgruine ansehen. Die kann man sogar von hier aus sehen.
Wenn wir das machen wollten, könnten wir hier eine weitere Nacht übernachten und unser Zelt samt Gepäck ruhig stehen lassen, das käme schon nicht weg.
Eine Entscheidung wollten wir so schnell nicht fällen, da der Strand überhaupt nicht auf unserer Strecke lag und wir tatsächlich hierher zurück müssten.
Das musste erst einmal genauer besprochen werden.
Gedanken über die Entfernung waren auch noch zu klären. “Nicht weit weg“, ist für einen Autofahrer schnell dahin gesagt, bei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 60 km/h mit dem Auto sind das 10 km. Für einen Radfahren ist das gut eine Stunde Fahrzeit und da kann man nur hoffen, dass die Stecke eben ist.

Wir wollten darüber nachdenken und es ihm dann mitteilen, doch jetzt ging es ans Abendessenmachen.
Eingekauft hatten wir Rindfleisch, Brokkoli, fertige Currysoße mit Ananas und Brötchen. Jetzt wurde es etwas schwieriger, unser Problem bestand darin, das wir zur Zubereitung nur einen Topf für alles hatten. Wir haben es trotzdem geschafft, alles nacheinander und schon hatten wir jeder ein leckeres Abendessen.

Daniel im Zelt Essen im Zelt

Abgewaschen wurde an einem hinten dem Haus gefundenen Wasserhahn, auch uns konnten wir hier bequem waschen und Wasser für einen Abendlichen Tee mitnehmen.

Den und einen Joghurt zur Nacht gab es im Schlafsack. Jetzt hatten wir genügend Zeit um uns Gedanken über den Abstecher zum Strand zu machen. Kurz eine Karte herausgeholt und geguckt wie weit das wohl ist. Gute 15 – 20 Kilometer stellten wir fest, das war zu schaffen. Ok, wir entschlossen uns, uns den Strand und die Burgruine anzusehen.

Übernachtungs-Koordinate 51° 43.380'N 9° 2.937'W


Sonntag, den 05.05.13

Da wir uns Gestern entschlossen hatten, uns den schönsten Strand Irlands anzusehen, waren wir auch schon um 7:30 Uhr aufgestanden. Kurz gefrühstückt und schon um 9:00 Uhr waren wir unterwegs, dieses Mal ohne Gepäck.
Ist das der Strand Das war ein ganz anderes Fahrgefühl, alles war irgendwie leichter.

Um 10:15 Uhr haben wir den Ort Clonakilty hinter uns gelassen und sind am Strand angekommen. Super Strand, bloß kein Wasser zu sehen. Es sah hier aus, wie es bei uns an der Nordsee zur Ebbe aussieht, das kann doch wohl nicht der schönste Strand Irlands sein.

Wir guckten uns die Küstenlinie im Internet, mit unseren Smartphones an und stellten fest, wir waren noch nicht da, es ging noch einige Kilometer der Straße nach.

Gegen 11:00 Uhr, waren wir am richtigen Strand, den Inchydoney Beach, angekommen. Da wir kurz vor dem Strand noch einen Hügel hinauf mussten, hatten wir von dort oben einen wunderbaren Blick auf den wirklich wohl schönsten Strand Irlands. Es sind zwei breite und lange, durch eine kleine Halbinsel getrennte Strände.
Wir schlossen unsere Räder, an einem zum Strand führenden Treppengeländer an, bauten unsere Satteltaschen als Rucksäcke um und machten uns auf den Weg zum Strand. Ein Spaziergang brachte etwas Abwechselung in unsere Fahrraddasein. Wir liefen den Strand hoch, zogen unsere Schuhe aus und testeten die Temperatur es Wasser.
Blick auf den Inchydoney Beach Wir waren ganz überrascht, wir hatten mit kaltem Wasser gerechnet, doch das war es überhaupt nicht.
So liefen wir bis ans Ende des Strands, machten dort am Felsen sitzend eine kleine Teepause und uns danach wieder auf den Rückweg zu unseren Fahrrädern.
Stizen am Strand Der Strand hatte uns sehr gefallen, hier hätte man es auch noch länger ausgehalten, doch wir mussten uns langsam wieder auf den Weg zurück zu unserem Zelt machen. Außerdem wollten wir auch noch an der Burgruine halt machen.
Abfahrt vom Strand war um 12:20 Uhr.
Lange war unsere Fahrt nicht, nur bis in den nächsten Ort, wo wir ein wenig Schoppen, bez. Lebensmittel einkaufen waren.
Nach dem Einkaufen setzten wir uns etwas abseits des Ladens und legten eine Mittagspause ein. Hier wurde alles Leckere (Süßes), was wir gerade eingekauft hatten, aufgegessen.

15:00 Uhr, wir waren an der Burgruine angekommen, Ruinenturm schlossen unsere Räder an und machten uns auf dem Weg die Burg zu erkunden. Leider war alles abgeschlossen und man kam nirgends hinein, so liefen wir einmal herum und sahen uns die Burg von außen an. Bei einem Blick durch eine Fensterluke entdeckte Daniel plötzlich einen Jungen innerhalb der Burg. Er versuchte zwar sich schnell wieder ins Dunkle zu ducken, aber da wir von zwei Seiten Einblick in den Raum hatten, konnte er sich nicht mehr vor uns verstecken.
Daniel rief ihn heran und siehe da, er war nicht allein. Wie sich herausstellte waren es zwei Freunde und dieses war eben ihr Spielplatz. Sie hatten sich durch ein etwas höher und nicht vergittertes Fenster Zutritt zur Burg verschafft.
Sie erzählten uns, das sie öfters hier sind und das darf natürlich keiner wissen. Gegen 15:30 Uhr verließen wir die Burg und versprachen den Beiden, das wir nichts verraten werden.

Unser Abendessen

Zurück am Zelt waren wir um 18:00 Uhr und gingen erst einmal duschen. Unser Gastgeber hatte es uns angeboten und da eine gelegentliche Ganzkörperwäsche nicht schlecht ist, nahmen wir das Angebot an.
Zum Abendessen gab es fertig gekauften Salat mit einer extra Portion selbst hinein geschnittener rote Zwiebeln (sehr gut), Brötchen und Steaks aus Hackfleisch. Wir hatten eigentlich gedacht, dass es sich um richtige Steaks handelte, doch es war nur Hackfleisch. Geschmeckt hat es uns dennoch und da auch der Salat sehr lecker war, hatten wir uns vorgenommen, öfters einen fertigen Salat fürs Abendessen zu kaufen.

Um 18:30 Uhr waren wir mit Essen und Abwaschen fertig, lagen im Zelt und hörten dank der Stromversorgung Musik über unsere nebenbei aufladende Handys .

Montag, den 06.05.13

In der Nacht hatte es leicht geregnet und so war unser Zelt am Morgen, beim Zusammenpacken noch nicht so richtig trocken.
Abschiedsbild Da wir sehr früh aufgestanden waren und wir nicht lange für Frühstücken, Zelt abbauen und Packen brauchten, hatten wir genügend Zeit, um von uns und unserem sehr netten Gastgeber ein Foto zu machen.
Kurz vor 10:00 Uhr war es dann soweit, wir verabschiedeten uns bei ihm, bedankten uns für die zwei Übernachtungen, die Idee zum Besuchen des Strandes, für Strom, Licht und etliches mehr.

10:00 Uhr, weit waren wir noch nicht gefahren, hier gab es den “Dunmanway“ Cache und den wollten wir nicht liegen lassen.

Es war jetzt 12:45 Uhr, wir hatten 35 km Strecke hinter uns und erreichten den Ort Bantry. Bantry Housen Hier gab es das Bantry House, ein großes Herrenhaus mit einem schön angelegten Garten.
Da es genau auf unserm Weg lag, fuhren wir auf das Grundstück, um es uns anzusehen. Leider war der Garten, von dem wir schon einen Teil sehen konnten, nicht so schön, da das Wetter einige Wochen zurück war. Es waren noch keine Blumen oder Blüten zu sehen.
Nachdem wir uns die Postkarten am Kassenhäuschen und die Eintrittspreise angeschaut hatten und feststellten, dass die Führung nur in Englisch erfolgte, beschlossen wir uns die Zeit des Anschauens zu sparen. Es wäre sicher anders gewesen, wenn wenigstens der Garten schon in Blüte gestanden hätte.
Wir fuhren weiter und suchten uns in dem Ort ein Cafe um Pause zu machen, E-Mails zu schreiben und etwas zu essen. Es gab Milchkaffee, Penne und Hamburger.

Um 15:00 Uhr ging es weiter, unser nächstes Ziel war in Glengarriff der Bambus Park. Wir erreichten ihn um 16:20 Uhr. Blick aus dem Bambusgarten auf Bucht von Glengarriff Der Eintritt kostete hier 6 € p.P.. Das konnten wir uns leisten und da wir schon den Garten in Bantry ausgelassen hatten, wollten wir uns wenigstens diesen angucken.

Der Park ist sehr schön angelegt, es gab immer wieder kleine Ecken und Nischen, in denen man gemütlich sitzen könnte, auch an der angrenzenden Bucht gab es kleine Landzungen die zum Sitzen einluden. Wenn das Wetter besser gewesen wäre, Auf der Bank im Bambus Garten hätte man es hier einige Stunden aushalten können. Trotz des kalten Wetters und des etwas bedeckten Himmels, verbrachten wir hier eine ganze Weile und mussten uns sogar noch sputen, wieder pünktlich heraus zukommen, denn um 18:00 Uhr wurde der Park geschlossen.

Wieder an der Kasse angekommen, teilten wir der Dame mit wie gut es uns gefallen hat. Sie sagte uns, dass wir, falls wir hier im Ort blieben, Morgen ruhig wieder kommen könnten und das unsere Eintrittskarte dann noch gültig wäre.
Das war ein nettes Angebot, doch wir werden wohl Morgen weiterfahren und nicht nochmal hierher kommen.

Jetzt hieß es eine Unterkunft finden, also rein in den Ort.
Gleich am Anfang vom Ort, nicht weit vom Park entfernt, entdeckten wir einen kleinen Lebensmittel-Shop und in Sichtweise ein Hinweisschild auf B&B, das wollten wir uns angucken.
Man was hatten wir für ein Pech, zum B&B ging es fast senkrecht die Straße hoch.
Daniel schaffte das natürlich ohne Schwierigkeiten, nur der alte Herr musste sich quälen.
Das Zimmer kostete, wie fast überall, für die Nacht mit Frühstück 35 € pro Person.
Wir blieben.

Übernachtungs-Koordinate 51° 45.116'N 9° 32.538'W


Dienstag, den 07.05.13

Schafskulptur

Unser Frühstück hatten wir für 8:00 Uhr bestellt und so waren wir rechtzeitig aufgestanden. Das Wetter sah überhaupt nicht gut aus, es war trübe, die Bergspitzen lagen in den Wolken, dazu ein wenig Wind und leichter Regen. Doch wir warteten ab, wie es nachher aussehen würde, noch hatten wir Hoffnung auf Besserung.

Das Frühstück war gut, wir hatten es uns nach unseren Wünschen zusammen gestellt.

Um 9:10 Uhr waren wir wieder auf unserem Zimmer, um unsere Sachen zu packen.
Das Wetter hatte sich leider immer noch nicht geändert und als wir um 9:50 Uhr losfahren wollten, fing es sogar so stark an zu regnen, dass wir uns in der Garage vom B&B unterstellen mussten.

Nach einer Stunde Wartezeit in der Garage, entschlossen wir uns trotz des Regens los zu fahren. Wir wollen wenigstens einige Kilometer schaffen und so war unser nächstes Ziel, falls der Regen nicht aufhörte, der Ort Kenmare.

Es machte nicht gerade viel Spaß im Regen zu fahren, schon gar nicht wenn es nur aufwärts geht. Man muss die Jacke zu lassen, sonst werden die unteren Sachen vom Regen nass, doch wenn man die Jacke zu macht, schwitzen man so, das man von innen nass wird. Es ist somit egal ob Jacke auf oder Jacke zu, nass wird man auf alle Fälle.

Nach knapp 6 Kilometern hatten wir, nördlich von Glengarriff
(51° 46.617'N 9° 34.150'W), den Skulpturen Garten erreicht, den wollten wir uns, trotz des schlechten Wetters, ansehen. Skulpturenpark

Wir haben uns bis 13:20 Uhr, also ganze zwei Stunden lang, den sehr großen Garten angesehen. Es gab jede Menge interessante Dinge zu sehen und wenn es nicht geregnet hätte, wären wir sicher noch länger geblieben, aber so waren wir total durchnässt und durchgefroren.

Weiter ging es immer noch bergauf und das Wetter wurde immer schlechter. Die Sichtweite war jetzt gerade mal 20 Meter, danach verschwand alles im Dunstschleier. Nebelfahrt

Erst als wir die Spitze unserer Bergetappe von 320 Metern erreicht, den Tunnel zur anderen Seite des Berges durchquert und einige Meter abwärts hinter uns hatten, wurde es besser. Unsere Geschwindigkeit nahm jetzt auch richtig zu, das was wir uns mühsam an Meter in die Höhe gequält hatten, ging es jetzt wieder abwärts. Wir schafften die 5,6 Kilometer von 320 m auf 97 m in 8 Minuten, dann entdeckten wir am Straßenrand “lorge chocolatier“, einen Schokoladen-Shop, und mussten abbremsen.

Hier wurde Schokolade, Pralinen und ähnliches selbst hergestellt. Da Schokolade den Ruf hat, einen glücklich zu machen, wir Appetit auf Schokolade hatten und uns auf jeden Fall eine Belohnung für die hinter uns liegende Stecke zustand, wurde jetzt nur das Leckerste gekauft.

Glücklich und gestärkt verließen wir um 14:45 Uhr die Lorge Chocolatier.
Es dauerte nicht mehr lange und wir erreichten Kenmare. Eine kurze Rundfahrt durch den Ort und schon hatten wir uns ein B&B ausgesucht.
Blick aus dem Fenster des B&B Daniel fragte nach Platz, Preis, Frühstück und dieses Mal ganz wichtig, ob die Heizung an ist und es die Möglichkeit gab unsere immer noch klitschnassen Sachen zu trocknen.
Es war alles gut, die Heizung wurde angestellt und unsere Gastgeberin nahm uns unsere nassen Sachen ab, um sie zu trocknen. Das ist Service.

Wir selber überlegten noch ob wir, in den gegenüberliegenden Golfpark gehen, um den dortigen Cache zu loggen. Doch wir waren so durchgefroren, dass wir uns lieber für sofortiges Duschen entschieden.
Nachdem wir sauber und aufgewärmt waren, musste nur noch der Hunger gestillt werden. Wir gingen in den Ort und da der Stadtkern nicht gerade groß war, schafften wir es ziemlich schnell, ihn einmal zu umrunden und uns die besten Essensangebote heraus zu suchen.
Unsere Entscheidung fiel auf das Angebot : 2 Pizzen + 2 ½ Ltr. Getränke zum Preis von 18 Euro.

Gesättigt ging es danach noch in einen Pub, wo wir unser erstes irisches Bier tranken War ganz lecker und sicher nicht unser letztes hier in Irland.

Zurück im Zimmer wurde noch übers Smartphone ein wenig Fernsehen gesehen, doch da es kein besonders guter Empfang war, waren wir gegen 22:00 Uhr bereit zu schlafen.

Übernachtungs-Koordinate 51° 52.764'N 9° 34.814'W


Mittwoch, den 08.05.13

Wir hatten gut geschlafen, auch wenn es nicht gerade sehr warm im Zimmer war. Die Heizung war nur am Abend und nicht in der Nacht an.
Das es etwas kälter im Zimmer wurde liegt sicher daran, das die Häuser in Irland nicht besonders isoliert sind und die Fenster alle nur einfach verglast sind. Der Wind und die Kälte kommen ganz einfach durch Wände und Fenster.

Das Wetter sah heute Morgen schon besser aus, auch wenn die Sonne noch nicht schien, so hatte es doch wenigstens aufgehört zu regnen. Wir gingen frühstücken und um 10:00 Uhr waren wir schon wieder unterwegs, jetzt ging es auf den “Ring of Kerry“.

Leider war unser Start auf den Ring nicht gerade der Beste.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, hatten wir gleich nach dem Ortsende von Kenmare die falsche Straße genommen. Berglandschaft Hier hätten wir nach rechts auf die N70 abbiegen müssen, doch wir sind einfach weiter auf der N71 geblieben.
Das wäre eigentlich nicht so schlimm gewesen, der Umweg betrug gerade mal 6 km, nur der Höhenunterschied war beträchtlich. Wären wir auf der N70 gefahren, ging der Weg immer an der Küste entlang und hätte kurz vor unserem Ziel einen kleinen Anstieg auf nicht einmal 80 Meter gehabt, doch wir wollten mehr.
Unser Weg über die N71 war beschwerlicher, er ging hoch in die Berge und wir mussten gegen den uns entgegenkommenden Wind ankämpfen.
Nachdem wir, ziemlich erschöpft, Pause am Molls Gap um 11:45 Uhr in einer Höhe von 240 m, Moll's Gap(1) erreicht hatten, hoffen wir, dass wir endlich oben angelangt waren.
Wir machten erst mal Pause und wärmten uns im Shop auf.

Inzwischen hatten wir auch gemerkt, dass wir auf der falschen Strecke waren, gut, dass von hier noch ein Weg über die R568 nach Sneem geht. Wäre der nicht gewesen, hätten wir nur den Weg zurück nehmen können oder wir hätten den Ring of Kerry auslassen müssen und wären direkt nach Killarney gefahren.

Nachdem wir aufgewärmt und wieder bei Kräften waren, warteten wir den kleinen Schauer ab und fuhren gegen 12:15 Uhr weiter.
Leider war nichts mit den höchsten Punkt bei Molls Gap, es ging weiter nach oben.Die Steigung war nicht stark, aber sie ging langsam hoch bis auf über 280 m und da wir uns Richtung Küste bewegten, kam uns der Wind und der Regen mit aller Kraft entgegen. Es war wirklich ein sehr anstrengendes Stück Strecke, selbst als wir den höchsten Punk erreicht hatten und es wieder abwärts ging, mussten wir treten, da uns sonst der Wind zurück geschoben hätte.

Gegen 14:45 Uhr hatten wir es geschafft, wir waren in Sneem angekommen. Gleich am Ortseingang sahen wir ein B&B, doch wir fuhren weiter durch den Ort und entschlossen uns dann für die “Sneem River Lodge“, Blick auf den Sneem River Im Park von Sneem ein etwas außerhalb des Ortskerns an einem Fluss liegendes B&B.

Um 14:55 klingelten wir dort, doch es machte keiner auf, schade.
Während wir noch ein wenig warteten, kam ein wanderndes Pärchen, das hier auch ein Zimmer suchte. Sie erzählten uns, dass sie schon eine Nacht im B&B beim Fischrestaurant übernachtet hätten, dieses war gut und gemütlich, doch nicht ganz so sauber. Sie wollten jetzt einfach noch ein anderes B&B ausprobieren.
Da hier keiner kam, gingen sie zurück zum Ort um sich ein anderes B&B zu suchen. Uns blieb nichts anderes übrig als es ihnen gleich zu tun.

Im Ort wollte Daniel gerade bei einem anderen B&B nach Zimmer und Preis fragen, als neben uns ein Auto hielt und fragte, Landschaft bei Sneem ob wir gerade versucht hätten, in der Lodge ein Zimmer zu bekommen. Es war der Gastgeber und er war beim Einkaufen und würde jetzt wieder zurück zur Lodge fahren. Wir könnten ruhig vorbeikommen, er würde auf uns warten.
Daniel schaute sich dennoch das B&B, vor dem wir standen, an und entschied dann, dass wir lieber zur Lodge fahren sollten.
Gesagt, getan und um 15:30 Uhr sind wir bei unserer neuen Unterkunft angekommen auch das wandernde Pärchen trafen wir hier wieder.

Nach der Zimmerbelegung wuschen wir auf unserem Zimmer, das ein oder andere Teil und hingen es dann, mit unseren anderen nassen Sachen, im Heizungsraum zum Trocknen auf.
Danach waren wir selber mit Waschen dran, es wurde ausgiebig geduscht.

Es war 18:00 Uhr und wir brauchten noch was zum Abendessen. Wir hatten nach dieser anstrengenden Strecke so richtigen Fleischhunger und wollten uns am liebsten was braten.
Als Daniel unseren Gastgeber fragte, wo das möglich wäre, bot er uns hinten den Hof an. Hier wäre es kein Problem, wenn wir unseren Gasbrenner aufbauen würden.

Wir gingen in den Ort und suchten uns einen Food-Shop.
Nachdem wir einmal durch den Shop geschlendert waren, hatte plötzlich keiner von uns mehr richtig Lust, draußen zu stehen um was zu kochen. So kauften wir nur eine Tütensuppe und Joghurt, dann ging es daran, den Ort zu erkunden.
Wir schauten uns die Speisekarten der Pubs und Restaurants an, warfen da und dort einen Blick durch die Fenster und entschieden uns dann für einen gemütlich aussehenden Pub.

2 Guinness Prosit

Er war nicht nur gemütlich, nein, auch die Speisekarte machte einen viel versprechenden Eindruck.

Daniel bestellte sich Salat mit Geflügelstreifen und für mich gab es eine Art Gulasch mit Salat und Kartoffelecken.
Nachtisch musste auch sein, einmal für Daniel so was wie Apfelstrudel mit Vanilleeis und ich bekam warmen Birnenkuchen mit Sahne.
Wir fühlten uns richtig wohl in diesem Pub und als wir feststellten, dass wir uns nur das Passwort für WLAN geben lassen mussten, um kostenlos ins Internet zu kommen, blieben wir noch länger.
So 1 – 3 Guinness lang und da Bier hungrig macht, gab es als Snack noch ein kleines Baguette mit Käse.
Diesen Abend hatten wir herrlich verbracht, wir waren am überlegen, ob wir nicht einen Tag länger bleiben sollten.

Um 22:00 Uhr waren wir wieder in unserer Unterkunft und legten uns schlafen.

Übernachtungs-Koordinate 51° 50.145'N 9° 54.350'W

(1) Molls Gap ist ein Pass auf dem N71 von Kenmare nach Killarney in der Grafschaft Kerry Irland, auf dem Ring of Kerry, mit Blick auf die Macgillycuddy Reeks Berge. Das Gebiet und sein Shop / Restaurant ist ein Aussichtspunkt, den tausende von Touristen jedes Jahr besuchen. Die Felsen am Molls Spalt bestehen aus Old Red Sandstein.

Quelle Wikipedia; Stand 20.10.2013 http://en.wikipedia.org/wiki/Moll's_Gap


Donnerstag, den 09.05.13

Heute war Vatertag und Daniel hatte Timmy an mich gedacht und mir Timmy das Schaf geschenkt.

Den heutigen Morgen haben wir es etwas langsamer angehen lassen. Da es regnete, blieben wir bei unserem Entschluss, einen Tag länger zu bleiben.

Daniel hatte gestern Abend noch den Vorschlag gemacht, unsere gesamten Sachen nur auf die Gepäckträger zu verteilen und den Anhänger nicht mehr mitzunehmen. Er war der Meinung, dass wir dann schneller vorwärts kommen würden. Denn derjenige der den Hänger mit gut 20 Kilogramm hinter sich herzog, war immer sehr langsam, besonders wenn es bergauf ging. Wenn wir das Gewicht gleichmäßig auf die Räder verteilen würden, wäre es bestimmt besser.

Gut, das Ganze war ein Versuch wert, nur schafften wir es unsere gesamten Sachen auf die Räder zu verteilen?
Wir hatten Zeit und konnten es ausprobieren.

Als erstes wurde das Zelt im Zimmer ausgebreitet, es war wie auch unsere Schlafsäcke, teilweise noch feucht. Nach dem alles trocken war, wurde alles neu und schön klein eingepackt.

Während wir so am packen waren, bekamen wir von Brigitte eine E-Mail mit dem Wortlaut: Daniel mit Anhänger „Habe heute die Wand zwischen Wohnzimmer und Küche raus geschlagen, ich kann euch sagen, das war eine Sauarbeit.“
Wir konnten uns vor Lachen gar nicht einkriegen, so einen Scherz waren wir von Brigitte nicht gewohnt oder war das gar kein Scherz? Brigitte machte immer irgendwelche Renovierungsarbeiten, wenn wir länger weg waren und dieses mal sind wir sehr lange weg.

Weiter mit einpacken, danach runter zu den Rädern und versucht, alles auf den Gepäckträgern zu verstauen.
Es hat erstaunlich gut geklappt, wir haben alles unter bekommen und die Räder sehen nicht einmal überladen aus.

Unser Entschluss stand fest, wir fahren ohne Anhänger weiter. Nur ich möchte den Anhänger nicht wegwerfen, aber unserem Gastgeber möchte ich ihn auch nicht überlassen. Er ist mir nicht sympathisch genug, sondern eher ein nicht gesprächiger Muffelkopf. Wir werden den Anhänger zu dem im Ort befindenden Fahrradladen bringen. Vielleicht hat er Verwendung dafür oder kennt jemanden den er den Anhänger gerne überlassen würde.
Im Ort erklärte Daniel, dem Mann im Fahrradladen, unser Anliegen und bittet ihn als Gegenleistung, In der Fahrradwerkstatt vielleicht bei Daniels Rad die zwei gebrochenen Speichen und bei mir das gerissene Rücklichtkabel zu reparieren.
Erst war er nicht so angetan von unserem Vorschlag, er dachte sicher wir wollten den Anhänger an ihn verkaufen, doch nachdem das geklärt war, ging er darauf ein. Nach Erledigung unserer kleinen Reparaturen schenkte er uns sogar noch jedem einen Ersatz-Fahrradschlauch.

Mit heilen Rädern, aber ohne Anhänger ging es bei schönstem Wetter zurück zum B&B. Wir hatten doch echt Glück, den ganzen Tag war nach dem morgendlichem kurzen Regen nur bestes Wetter. Sicher wird das Morgen, wenn wir wieder im Sattel sitzen, anders aussehen.

Zurück im Zimmer gab es Tee und Kuchen und damit wir für den morgigen Tag alles fertig hatten, wurde schon alles was ging gepackt. Jetzt gab es nichts mehr zu tun und so konnten wir den Rest des Abends in dem uns schon bekannten Pub verbringen.


Freitag, den 10.05.13

Heute wurde wieder etwas früher aufgestanden. Schon um 8:00 Uhr waren wir beim Frühstücken, es gab Pfannkuchen.
Fertig mit Packen der restlichen Sachen, standen wir um 9:45 Uhr abfahrbereit vor der Tür. Bis eben hatte es nur leicht genieselt, doch kaum wollten wir in die Pedale treten, legte der Regen zu.

Es war 11:10 Uhr und wir hatten schon 13,7 km hinter uns und seit unserem Start hatten wir nur Sonnenschein. So machte das Radfahren viel mehr Spaß, endlich konnten wir raus aus den Regensachen und dafür wurden Stulpen und Weste übergezogen. Straße bei Caherdaniel

Wir fuhren durch den Ort Caherdaniel, das mussten wir festhalten und machten ein Foto. Es ist ein kleiner Ort, den wir nach knapp drei Minuten durchquert hatten.

12:45 Uhr, bevor wir mit dem Anstieg zum Coomakesta Pass begannen, machten wir eine ¾ Stunde Teepause und genossen die Sonne.

Pause

Es ging langsam aber stetig hoch, doch da wir jetzt keinen Anhänger mehr ziehen mussten, ging es ziemlich mühelos und wir waren schon eine ½ Stunde später oben am Pass.

Um den hier zu suchenden Geocache zu finden, brauchten wir nicht lange. Schnell waren wir wieder auf dem von hier nur abwärts führenden Weg nach Waterville.

Wir waren kurz vor Waterville, da bedeckte sich der Himmel und da wir langsam mit dem Wetter vertraut waren, zogen wir uns lieber unsere Regensachen über.
Keine Minute zu früh, kaum, dass wir den Ort erreichten, fing es an zu regnen. Schnell stellten wir uns unter eine Durchfahrt und blieben somit trocken.
Es war schon 14:30 Uhr und darum nutzte Daniel diese ungewollte Pause und rief im nächstgelegenen Hostel an, um uns anzumelden.

Es war nur eine kleine Husche und so waren wir bald wieder unterwegs.
Wir mit Charlie Chaplin Die Straße führte uns am Strand von Waterville entlang und hier trafen wir auf Charlie Chaplin.

Natürlich nicht den Echten, sondern nur eine Statue von ihm.
Waterville war für Charlie Chaplin und seine Familie ein beliebter Urlaubsort, den sie das erste Mal im Jahr 1959 besuchten. In Gedenken an ihn wurde diese Statue hier aufgestellt.

Bevor wir weiter fuhren, ließen wir ein paar Fotos von uns und Chaplin machen.
Es war kurz nach 15:00 Uhr, wir hatten Waterville verlassen und bis jetzt fast nur Sonne gehabt, doch nun brach der große Schauer los. Leider waren wir jetzt gerade auf freier Strecke, außer einem kleinen Busch es gab nichts zum unter- oder hinterstellen.
Das Wetter in Irland ist schon so eine Sache für sich. Meistens kann man den Regen schon vom weiten sehen, dann stellt man sich irgendwo unter und keine 5 Minuten später scheint wieder die Sonne.
Genauso war es jetzt. Der Regen war nur kurz, dafür aber kräftig mit viel Wasser und starken Windböen. Gut das wir unsere Regensachen noch anhatten.

Wir fuhren weiter, doch kurz vor Caherciveen wurde es schon wieder dunkel. Sicherheitshalber, um nicht wieder auf freier Strecke erwischt zu werden, stellten wir uns hinter einem Haus dicht an die Wand.
Knapp 20 Minuten später waren wir wieder auf der Strecke und erreichten um 16:30 Uhr Caherciveen.

Da wir diese Nacht in einem Hostel verbringen werden, mussten wir uns in einem Supermarkt mit Lebensmittel eindecken.
Daniel beim brutscheln Kaum, dass wir aus dem Laden raus waren, wird es schon wieder dunkel. Wir beeilten uns das Hostel zu finden. Natürlich lag es fast am Ortsausgang, dennoch kamen wir um 17:30 Uhr trocken an.

Wir bekamen ein Dachzimmer in einem kleinem Häuschen auf dem Hinterhof. Unsere Etage teilten wir mit einem anderem Gast, den wir jedoch nur einmal kurz zu sehen bekamen.
Wir begannen abzusatteln und während wir die Sachen aufs Zimmer brachten, brach der Regen schon wieder los. Wir waren froh, unser heutiges Ziel erreicht zu haben.

Nach dem Verstauen der Sachen ging es ins Hauptgebäude, um uns die Küche anzusehen. Sah alles gut aus, es gab genügend Pfannen und Töpfe zum Zubereiten unseres Abend-essens, sogar ein Wok war vorhanden.

Da es in der Küche keine anderen Gäste gab, hatten wir auch genügend Platz, uns in der Küche und am Herd auszubreiten.
Papst Johannes Paul II Wir hatten richtig leckere Sachen eingekauft, es gab Putenbrust, Salat mit Schafskäse, Brot und ganz wichtig, Guinness.

Da es nach unserem leckeren Abendessen aufgehört hatte zu regnen, entschlossen wir uns, die Hauptstraße ein wenig entlang zu bummeln. Vorhin beim Kommen, stand die Suche des Hostels im Vordergrund und jetzt wollten wir doch mal sehen was es hier alles gab.

Zuerst war da die Daniel O`Connell Memorial Church, eine sehr schöne aus Sandstein erbaute Kirche.
An der Ecke Von innen machte sie einen guten Eindruck, auch wenn in einer kleinen Nische lauter Gerümpel lag. Da die Kirche teilweise renoviert wurde, hatte man hier einige nicht so ganz wichtige Sachen deponiert, unter anderem auch den letzten Papst Johannes Paul II.

Auf unserer weiteren Erkundungstour durch den Ort entdeckten wir an einer Straßenecke ein Schild mit der Aufschrift:
Michael Dan´s Corner (Tailor = fra. Schneider).

51° 56.740'N 10° 13.695'W

Das ist doch mal was besonderes, unsere beiden Namen auf einem Schild. Jetzt brauchten wir nur noch einen Passanten, der uns neben dem Schild fotografierte.
Leider kam keiner vorbei und so machten wir mehrere Aufnahmen, einmal mit Daniel links neben dem Bild, einmal ich rechts daneben. Wozu gibt es Bildbearbeitungsprogramme, wir werden uns schon zusammen auf ein Bild bekommen.

Für heute reichte es, wir gingen zurück zum Hostel und hatten Glück, denn es fing schon wieder an zu regnen.

Übernachtungs-Koordinate 51° 56.897'N 10° 13.252'W


Samstag, den 11.05.13

Über Nacht hatte es richtig schön geschüttet, dennoch hatten wir gut geschlafen, auch wenn es im Zimmer eiskalt wurde. Wir kannten es ja langsam, die Häuser haben hier einfach keine Isolierung und sind somit eiskalt.

Zum Frühstück ging es wieder in die Küche, doch dieses mal waren wir nicht die Einzigen hier, es gab noch einige Gäste mehr.
Zum Frühstück es gab vom Haus Toast, Marmelade und Tee. Für mich war das ausreichend, doch Daniel braucht was Herzhaftes. So etwas hatten wir uns gedacht und darum gestern schon Wurst und Käse eingekauft.

Mit Frühstücken und Packen fertig, ging es um 9:50 Uhr weiter auf Tour. Doch bevor wir den Ort verließen, fuhren wir zu einer Apotheke um Medikamente für Daniel zu holen. Er fühlte sich etwas kränklich, sollte uns nicht wundern, wenn er sich erkältet hatte. Blick auf die Ruine Im der Ruine

Gestern Abend hatten wir ein Hinweisschild zu einer Burgruine, das Ballycarberry Castle in 5 km Entfernung gesehen, diese lag nicht unbedingt auf unserem direkten Weg, dennoch entschlossen wir uns, diesen kleinen Umweg zu machen und uns die Ruine anzusehen.

Natürlich war es nicht erlaubt, das Grundstück und somit auch die Ruine zu betreten, doch wenn wir schon hierher gefahren waren, wollten wir uns diese auch ansehen.

Wir sahen uns die Burgruine von allen Seiten an, gingen sogar hinein und, wo es gefahrlos möglich war, einige Etagen hoch.
Nach einer ½ Stunde hatten wir alles erkundet und da wir das Gefühl hatten, von dem nicht sehr weit weg liegendem Anwesen beobachtet zu werden, fuhren wir wieder weg.

Nach einem Blick auf unserer Navi fuhren wir nicht zurück durch den Ort, sondern ließen diesen rechts liegen und versuchten geradeaus fahrend, auf unsere richtige Strecke, nach Kells, zu kommen.

Es hat bestens geklappt, die Strecke führte uns auf einer kaum befahrenen Nebenstraße, direkte zu unserer Hauptroute und das Schönste daran, die Straße ging sanft nur abwärts. Wären wir über den Ort gefahren hätten wir einen Umweg über die tiefer und viel befahrene Hauptstraße machen müssen.

Kurz vor Kelly erreichten wir um 12:10 Uhr, nach 20 km, einen Aussichtspunkt mit Cafe. Wir hielten an, um uns bei einer Tasse Tee und Kuchen aufzuwärmen und um den wieder mal einsetzenden Regen zu entgehen.
Vom Panoramafenster des Cafes hatten wir einen schönen Blick auf die Dingle Bay. Von hier konnten wir beobachten, wie die Wolken und der Regen über die Bucht zogen.
Nachdem der Himmel sich wieder aufgeklärt hatte und weit und breit keine Wolke mehr zu sehen war, fuhren wir um 13:15 Uhr weiter.
Es ging direkt am Meer entlang. Selbstauslöser

Hier gab es keinen Regen, doch dafür starken Wind. Erst als die Straße nach ca. 7 Kilometer die Küste verließen, ließ der Wind nach. Jetzt ohne Wind und abwärts ging es schnell durch die Berge bis nach Glenbeigh.
Hier saßen wir auf einer Mauer und machten Fotos, mit einer Ruine im Hintergrund. Es war nicht einfach, ich musste immer über die stark befahrene Straße laufen, um den Selbstauslöser des Fotoapparat zu drücken, wieder zurück zu Daniel, auf die Mauer klettern und dann noch ein nicht angestrengtes Gesicht machen.
Warum muss das immer der alte Herr machen, der Jungspund wäre bestimmt besser dafür geeignet.
Um 15:20 Uhr hatten wir Killorglin erreicht, hier wollten wir uns eine Übernachtungsmöglichkeit suchen, doch es war noch zu früh. Wir mussten zwar wieder mal eine Regenpause einlegen, aber da das Wetter bis auf die üblichen kleinen Schauer ganz gut war, beschlossen wir, bis zum nächsten größeren Ort Tralee zu fahren und uns erst dort umzusehen.

Bevor wir um 15:40 Uhr Killorglin und somit auch den “Ring of Kerry“ verließen, wurde noch schnell ein Cache gesucht und geloggt. Cachesuche

Bis Castlemaine ertrugen wir 1 bis 2 kleine Schauer und eine Steigung bis auf 178 Meter Höhe, doch danach ging es nur noch abwärts und wir kamen genau um 18:00 Uhr in Tralee an.

Das Hostel in Tralee hatten wir uns übers das Internet herausgesucht und so erreichten wir es um 18:30 Uhr auf direktem Weg.

Das Zimmer war ordentlich und auch die Heizung war an. Wir packten unsere Sachen aus, duschten uns und wuschen nebenbei noch einige Sachen. Das Spannen der Leine zum trocknen unserer Wäsche war ein wenig schwierig, doch es gelang uns und am nächsten Morgen war auch alles trocken.

Sauber und erholt ging es ans Einkaufen. Ein kleiner Bummel durch die Innenstadt, schon hatten wir einen Lebensmittelgeschäft gefunden. Dort wurden die wichtigsten Sachen zum Abendessen eingekauft und kurz danach standen wir in der Küche des Hostels, um unser Essen zuzubereiten.

Spät wurde es heute nicht, ich hatte mir im Laufe des Tages den Rücken verbogen und so war ich froh endlich ins Bett zu kommen.

Übernachtungs-Koordinate 52° 16.064'N 9° 42.493'W


Sonntag, den 12.05.13

Die Nacht war für mich nicht so toll, ich konnte wegen meines verbogenen Rückens nicht richtig schlafen, trotzdem standen wir um 8:00 Uhr auf, um zu frühstücken.

Es ging heute alles ein wenig langsamer und so starteten wir erst gegen 11:00 Uhr.

Das Hostel hatte uns gut gefallen, die Küche war nicht die ordentlichste, doch hier funktionierten alle Daniel auf der Brücke Kochplatten und es gab genügend Geschirr. Wie wir später feststellten, sollte das nicht in allen Hostels so sein. Die Übernachtung kostete 35 € p. P. und es gab Tee, Toast und Marmelade zum Frühstück.
Es war 13:10 Uhr und wir hatten schon ein schönes Stück Strecke, ca. 25 Kilometer, bei nicht angenehmen Wetter hinter uns, da erreichten wir Listowel. Hier wollten wir unsere Mittagspause machen. Auf der Suche nach einem Imbiss oder Restaurant umrundeten wir einmal die Innenstadt und entschlossen uns dann für die Pizzeria “Mamma Mia“.

Eine Stunde später waren wir gesättigt wieder unterwegs.
Es war 15:20 Uhr, wir hatten Tarbert erreicht und machten an einem Gefängnis-Museum eine Pause, um die dortigen Toiletten zu nutzen. Während Daniel auf Toilette ging, ging ich in das Museum. Hier stand nichts von Eintrittsgeld, eine Kasse oder ähnliches gab es auch nicht und so erkundete ich das gesamte Museum. Es war nicht groß und da ich nur durch flitzte ohne mich genau umzusehen, war ich schnell wieder draußen. Daniel war überrascht wo ich mit einmal herkam und nachdem ich es ihm erklärt hatte, wollte er es sich auch ansehen. Er ließ sich wesentlich mehr Zeit und ging sogar durch die dem Museum angeschlossene Gaststätte/Kiosk. Es sprach ihn trotzdem keiner nach Eintrittsgeld an.

Im Museumskiosk fragten wir nach Abfahrtszeiten der Fähre und ob der Museumsbesuch was kostet. Klar kostete der Besuch des Die Fähre Museums etwas und die Abfahrt der nächsten Fähre sollte um 16:30 Uhr sein.
Da wir nicht wussten wie weit es bis zum Ableger war und wie lange wir bis dahin brauchen würden, gingen wir leider nicht noch einmal durch das Museum. Wir hätten es uns gerne nochmal in Ruhe angesehen und einige Fotos gemacht.

Wir erreichten um 16:00 Uhr den Anleger, das war zwar früh, aber für den Museums-besuch wäre die ½ Stunde zu wenig gewesen.

Abfahrt der Fähre über die Mündung des Shannon River(2) war um 16:40 Uhr und 20 Minuten später waren wir schon am anderen Ufer, um weiter nach Killimer zu kommen.

Steil war der Weg von der Fähre hoch zur Hauptstraße, doch oben angekommen konnten wir uns erst einmal ausruhen und unterstellen, der Himmel öffnete wieder mal seine Schleusen.

Groß was zum unterstellen gab es nicht, es war mehr eine Mauer hinter der wir Cache log auf der Mauer standen und so waren wir froh als der Regen aufhörte und wir unseren Weg fortsetzen konnten.
Bis zur Fähre hatten wir den zweit schnellsten Schnitt, doch jetzt hatten wir den Wind gegen uns, da wir genau auf die offene Seeseite zu fuhren.
Gut das die Strecke nicht allzu weit war bis wir Richtung Landesinnere abknickten.
Hier ließ es sich wieder angenehm fahren und so konnten wir, bevor wir Kilrush erreichten, einen an einem Park liegenden Cache loggen.

Wir standen um 18:00 Uhr vor dem Hostel, doch leider war es geschlossen. So riefen wir die an der Eingangstür angegebenen Telefonnummer an. “Leider kein Anschluss unter dieser Rufnummer“, war das was wir hörten.
Das war nicht gut, es war schon ziemlich spät und wir mussten jetzt was zum Übernachten finden. Daniel ging in die neben dem Hostel liegende Kneipe und fragte wie wir jemandem vom Hostel erreichen könnten.
Hier konnte man uns helfen und brachte uns zur zuständigen Hostelleiterin, Krank im Bett sie wohnte nur zwei Häuser weiter.
Gemeinsam ging es zurück zum Hostel.
Sie zeigte uns die Zimmer und die anderen Räumlichkeiten, wie Bad und Küche. Wir waren heute die einzigen Gäste und hatten somit alles für uns alleine. Sie machte uns die Heizung in dem Zimmer an und in der Küche sogar einen kleinen Kamin.

Daniel ging es nicht besonders gut, ihm war kalt, er scheint eine Erkältung zu bekommen. Leider brachte auch der Kamin überhaupt keine Wärme und die Zimmer wurden trotz Heizung nicht warm und gemütlich. So legte er sich dick eingepackt ins Bett und versuchte sich durch frühes Schlafen, auszukurieren.

Übernachtungs-Koordinate 52° 38.249'N 9° 29.139'W

(2) Der Shannon ist mit etwa 370 Kilometern der längste und wasserreichste Fluss Irlands.


Montag, den 13.05.13

Das war keine schöne Nacht, dafür war sie sehr kalt. Weg zum Meer Hinzu kamen noch die zu schmalen Betten auf denen keine Decke liegen blieb, sie rutschten immer wieder herunter.
So waren wir am Morgen nicht nur durch die schlecht geschlafene Nacht nicht ganz fit, sondern Daniel auch noch durch seine Erkältung und ich durch meinen immer noch verbogenen Rücken.
Abfahrt vom Hostel war um 10:45 Uhr.
So richtig gefallen hatte uns das Hostel nicht, es war nicht nur sehr Hinter der Mauer sitzend kalt, auch an Sauberkeit hätte es besser sein können.

Nachdem wir beim Verlassen von Kilrush ein wenig Schwierigkeiten hatten, die R483 zu finden und uns kurz verfuhren, ging es danach fast immer nur geradeaus.

Auf der Strecke gab es nichts besonderes zu sehen, hier mal ein Haus, dort mal ein Bach und immer wieder gab es Unterbrechungen durch Regen. Sobald der Himmel dunkler wurde, suchten wir uns eine Hauswand oder die hier so oft vorkommenden Hecken, um hinter diesen vor dem Regen in Deckung zu gehen. Der Wind war immer so stark, dass er den Regen über unsere Deckung trieb und wir somit so gut wie gar nicht nass wurden. Erst als das Meer im Hintergrund auftauchte wurde die Landschaft interessanter und das Wetter besser, dafür konnte der Wind uns jetzt besser angreifen.
Bis zu unserem für heute geplantem Ziel, den Ort Lahinch, blieb das auch so.

Als wir in den Ort kamen, war ich so im Trott versunken, das ich nicht einmal Daniels Bemerkung: Blick aufs B&B von Maurice “Das Hostel ist neben der Kirche, dort müssen wir gucken“, bemerkte und einfach weiter fuhr.
Kaum raus aus dem Ort fragte ich Daniel, ob er das Hostel gesehen hätte.
Gesehen hatte er nichts, aber mich darauf hingewiesen, wo wir gucken sollten und dass ich einfach nicht reagiert hätte.
Na toll, jetzt waren wir raus aus dem Ort und ich hatte keine Lust, wieder zurück zu fahren.
Wir fuhren weiter und werden uns nach einem B&B umsehen.

Der nächste Ort wäre Liscannor, diesen erreichten wir nicht ohne vorher nochmal in Deckung zu gehen, es regnete mal wieder.
Nach dem Regen trafen wir auf das erste B&B, leider war dieses noch zu weit vom Ort Liscannor entfernt.
In Liscannor gab es gleich am Ortsanfang das Nächste, es gehörte zu einem Hotel, doch wir wollten nicht das Erste im Ort nehmen und schon gar nicht in einem Hotel.
Das dritte B&B gehörte zu einem Pub und auch hier fuhren wir vorbei, doch das vierte ausgeschilderte B&B, ca. 300 Meter abseits unserer Route, bekam den Zuschlag. Wir fuhren hin um es uns anzusehen.

Es lag am Ende der Siedlung und war ein etwas zurückliegendes Einfamilienhaus mit schönen großen Garten davor. Das sah schon einmal gut aus, jetzt wollten wir es uns auch noch ein wenig von innen ansehen.
Ankunft am Carrig House um 15:40 Uhr.
Wir wurden freundlich vom Hausherrn Maurice empfangen. Er ließt uns zwar für mehrere gefühlte Stunden vor der Haustür stehen, um nach allem möglichem zu fragen und um ebensoviel zu erzählen, aber dann bat er uns herein und zeigte uns alles.
Hier der gemütlich eingerichtete Aufenthaltsraum mit TV und Radio, dort der Frühstücksraum mit hunderttausend Bildern und Nippes auf Regal und Schränken.
Zu jedem Teil gab es nun noch eine Geschichte, wie die von dem irisch/US-amerikanischen Erfinder John Philip Holland.
Dieser konstruierte die ersten praktisch eingesetzten U-Boote der US-Marine, wie unter anderem den Feniam Ram 1881.

Mit den Geschichten zu den meisten Teilen fertig, ging es hinauf zu den Zimmern. Hier wurde erklärt, wo das, nein jedes Licht angehen und endlich auch, dass die Übernachtung mit Frühstück 35 € pro Person kostet. Zimmer im B&B von Maurice
Nach über einer Stunde plaudern nahmen wir das Zimmer, nicht weil es nun zu spät zum Weiterfahren war, nein weil es uns gefiel.
Nachdem dieses geklärt war, wurde uns Tee angeboten, den wir dankend annahmen und da es noch ein Wenig dauerte bis der Tee fertig war, hatten wir genügend Zeit, unsere Räder abzuladen und es uns im Zimmer bequem zu machen.

Der Tee wurde im Aufenthaltsraum serviert und zu unserer Überraschung gab es noch einen riesigen Teller mit Sandwichs, Kräckern mit Käse, Apfelstücken, Weintrauben, Paprika, Zwiebelchips und Keksen, einen wirklich reichhaltiger Teller. Aber das war nicht alles, die Hausherrin Shirley brachte uns als Nachtisch noch selbstgebackenen Kuchen. So was hatten wir noch nie erlebt, so eine Gastfreundschaft ist einfach super. Maurice betonte auch immer wieder, dieses wäre für uns Urlaub und wir sollten uns einfach erholen und wohlfühlen.
Dieses sagte er nicht einfach nur so, sondern er/sie ließen es uns bis zum Abschied immer wieder spüren.

Wieder auf dem Zimmer duschte Daniel zuerst und nachdem ich mich geduscht hatte und wieder nach unten ging, traf ich im Frühstücksraum auf Daniel und Maurice. Maurice war gerade dabei Daniel die Geschichten der dort hängenden Bilder zu erzählen, es gab etliche Bilder.

Im Anschluss erklärten wir Maurice, dass wir zum Bezahlen kein Bargeld bei uns hätten, wir müssten Morgen erst mit dem Fahrrad in dem Nachbarort fahren, um dort welches aus einem Geldautomaten zu ziehen. Außerdem würden wir gerne zwei Tage bleiben, um von hier mit dem Fahrrad zu den “Cliffs of Moher“ zu fahren.
Kein Problem meinte Maurice, er könnte uns noch heute Nachmittag mit dem Auto zurück nach Lahinch Joghurt zum Abend fahren, dort gebe es einen Geldautomaten.
Sehr schön, so hätten wir auch noch die Möglichkeit, im dortigen Supermarkt etwas Joghurt für den Abend zu besorgen. Weiteres Essen brauchten wir für heute Abend nicht, der Beilagenteller zum Tee war reichlich genug.
Maurice besprach die Fahrt nach Lahinch mit Shirley und kam mit der Mitteilung zurück: “Joghurt braucht ihr nicht holen, Shirley hat noch welchen, um wie viel Uhr wollt ihr das Joghurt? Das Geld holen wir dann Morgen“.
Wir baten darum, das Joghurt gegen 20:00 Uhr zu bekommen. Es ist nicht zu glauben, was für ein Service.

Punkt 20:00 Uhr, Daniel und ich saßen gemütlich im TV-Raum und hatten unser Joghurt schon vergessen, da kam Maurice. Er brachte uns unser Joghurt mit frischen Erdbeeren und Tee und Schnittchen und einen großen Teller mit geschnittenem Obst. Es ist einfach unglaublich, wie sehr wir hier verwöhnt wurden.

Übernachtungs-Koordinate 52° 56.141'N 9° 23.898'W


Dienstag, den 14.05.13

Wir hatten schön geschlafen als wir gegen 8:00 Uhr wach wurden, trotz Daniels Erkältung und meinen Rückenschmerzen.

Das Frühstück war herrlich, lecker nach unseren Wünschen, Frühstücksteller reichlich und sehr liebevoll dekoriert.
Gestern hatten wir noch mit Maurice besprochen, bis wohin wir mit den Rädern zum Kliff fahren sollten, um sie dort anzustellen und den Rest zu Fuß zu gehen, doch heute sah es anders aus.
Maurice machte uns den Vorschlag, mit seinem Auto bis zum Südende, dem Hag's Head der Cliff of Moher, zu fahren, von hier könnten wir dann bis zum gut 4 Kilometer entfernten O'Brien's Tower, der auf der Hälfte der Klippe steht, gehen. Hier befindet sich das im Februar 2007 fertiggestellte Besucherzentrum, von dem wir dann über die Straße zurück nach Lisannor gehen sollten.
Wir waren einverstanden und so ging es um 10:00 Uhr los.

Moher O’Ruan

20 Minuten später hatte Maurice uns am Rande von Hag's Head abgesetzt und wir waren bei schönstem Sonnenschein unterwegs zu Klippe.
Am Rand der Klippe machten wir Fotos von der Ruine des einstigem Steinfort, genannt Moher O’Ruan (“Ruan’s zerfallenes Fort“) und bevor wir unsere Wanderung entlang der Kliffs begannen, wurde der hier liegende Cache “The Two Towers“ geloggt.
Es war eine schöner Spaziergang, der Weg führte immer knapp am Abgrund entlang. Nie zu dicht, aber immer so, dass man eine gute Sicht hinunter hatte. Leider wurde der Weg immer befestigter, je weiter wir zu dem Besucherzentrum kamen und am Zentrum selbst war der Weg schon gepflastert und mit Mauern oder Brüstungen gesichert.
Schade, aber hier war alles auf Kommerz ausgerichtet. Es gab einen großen Parkplatz, Restaurants, Souvenir-Shops und jede Menge Leute.
Eintritt wurde allerdings noch nicht verlangt, nur Parkplatzgebühr. Die hatten wir uns gespart, da wir zu Fuß hier waren, hatte aber den Nachteil, dass wir nun bis zum B&B laufen mussten.

Als wir die Aussicht am zweiten Turm genossen, gab es einen kurzen, Am Klippenrand aber sehr starken Schauer. Wir schafften es gerade noch einen schützenden Platz am Aussichtsturm zu ergattern, bevor die restlichen Besucher angerannt kamen. Wer es nicht mehr schaffte, war bis auf die Knochen nass.

Das nächste Ziel war das Besucherzentrum.
Dieses ist zur Hälfte in den Berg eingelassen und deshalb von Weiten kaum zu erkennen, was der Landschaft gut tut.
Innen gab es ein Restaurant, Souvenir-Shops und jede Menge Informationen über das Kliff.
Wir lasen die hier auch in deutsch geschrieben Information durch, sahen uns Bilder und einen im eigenem Kino gezeigten Film über die Welt in und ums Kliff an.

Nachdem wir mit dem Besuch des Zentrums fertig und mit jeder Menge Infos vollgestopft waren, ging es auf die ca. 7 Kilometer lange Wanderung Richtung B&B.

Die Klippen und das Besucherzentrum lagen etwas höher als der Ort Liscannor und so konnte man bei genauerem Hinsehen sogar das B&B erkennen.

Langsam aber stetig bergab gehend und Liscannor immer im Blick, kamen wir zügig voran. Da das Wetter bis auf einen kleinen Schauer, kurz vor dem Ort, sehr sonnig war, machte es uns richtig Spaß, mal nicht Fahrrad zu fahren.
Das Einzige, was unsere Laune ein wenig trübte, war die Aussicht, dass wir Morgen diese Strecke mit dem Fahrrad zurück müssen und dann wird es nur bergauf gehen.

Gegen 16:00 Uhr hatten wir es geschafft, wir waren wieder beim B&B angekommen.

Am Abend versuchten wir Maurice zu überreden, mit Shirley und uns nach Lahinch zu fahren. Wir brauchen ja noch Geld und bei dieser Gelegenheit würden wir sie gerne, als Dank für alles, zum Essen in einem Restaurant einladen.
Maurice ließ sich nicht so leicht überreden, doch nachdem ich ihm gesagt habe, er sollte nicht ablehnen, sondern erst noch mit Shirley darüber sprechen, hatten wir ihn fast soweit.

Eine ½ Stunde später teilte er uns mit, dass Shirley einverstanden war und das sie sich freuen würden.

Gruppenfoto

So fuhren wir gegen 18:00 Uhr nach Lahinch, besorgten uns in einem Lebensmittelgeschäft (hier gab es einen Geldautomaten) das nötige Kleingeld und gingen dann in einen von Maurice und Shirley ausgesuchtes Restaurant.

Es machte einen sauberen, rustikalen Eindruck und erinnerte eher an einen Pub als an ein Restaurant. Doch die Entscheidung, wo wir essen, lag bei den Beiden.

Wie sich im nach hinein heraus stellte, war es eine gute Wahl, der Laden wurde immer voller und gemütlicher. Das Essen war lecker, reichlich und es gab für jeden Geschmack eine Auswahl, auch an den Getränken war nichts auszusetzen.
Dieses war ein schöner Abschiedsabend von unseren netten Gastgebern mit anschließendem Gruppenfoto von uns Vieren.


Mittwoch, den 15.05.13

Heute wollten wir unsere Radtour fortsetzen, deshalb standen wir um 7:45 Uhr auf, um möglichst früh zu frühstücken.

Das Frühstück war reichlich und lecker wie am Vortag, es gab heute sogar selbstgebackenen Kuchen. Maurice meinte, was wir an Kuchen nicht schaffen, sollten wir auf jeden Fall für unterwegs mitnehmen.

Nicht nur den Kuchen, sondern auch unsere Sachen gepackt, standen wir um 10:20 Uhr bei durchwachsenem Wetter abfahrbereit vor der Tür.
Wir verabschiedeten uns von Shirley und Maurice und versprachen den Beiden, am 25.12. eine E-Mail zu senden.
Dies war ihr Wunsch, denn damit würden wir ihnen zeigen, dass es uns hier gefallen hatte.

Das erste Stück unseres Weges war uns ja schon bekannt, es ging steil hoch bis weit hinter das Besucherzentrum. Und um uns den Anstieg nicht zu leicht zu machen, hatte der Wind auch noch gedreht und kam uns von Nordost entgegen.

Als wir nach ca. 7 km das Ende der “Cliffs of Moher“ erreicht hatten, waren wir 180 Meter hoch, doch von jetzt an ging es gemächlich abwärts.

Es war ein schöner Streckenabschnitt, die Straße führte uns mal weiter weg, mal ganz dicht an der Küste entlang.
Es gab keine nennenswerte Steigungen, nur ein leichtes Auf und Ab. Moher O’Ruan Am Cafe Tisch Der Wind blieb auch erträglich oder war, je nach Richtungswechsel der Straßenführung, kaum zu merken, nur kalt war er.

Wir ließen uns Zeit und suchten die hier öfter vorkommenden Caches, Hauptsache sie lagen nicht allzu weit von der Straße entfernt.

Das Wetter spielte auch mit, nur einmal erwischte uns ein kräftiger Regenguss, natürlich genau da wo es nichts zum Unterstellen gab. Wir versuchten Schutz hinter den hier vorkommenden Steinbrocken zu finden, doch obwohl sie nicht gerade klein waren, reichten sie als Schutz nicht aus.
Unsere Regensachen haben uns davor bewahrt, richtig nass zu werden und so konnten wir halbwegs trocken unsere Fahrt fortsetzen.

Obwohl wir uns Zeit gelassen hatten, kamen wir schneller als vermutet vorwärts und erreichten schon früh unser, für heute gestecktes Ziel, den Ort Ballyvanghan.

Es war 16:00 Uhr, es gab keinen Regen, so gut wie keinen Wind, aber Sonnenschein. Das wäre jetzt albern sich hier eine Unterkunft zu suchen, wir wollten lieber das gute Wetter ausnutzen und bis zum nächsten größeren Ort Kinvara fahren.

Reifen flicken

Zwei Stunden später hatten wir Kinvara erreicht und fuhren an eine Tankstelle, um Luft zu tanken.
Ich pumpte mit dem Kompressor Daniels Vorderrad auf, alles Okay. Danach war das Hinterrad dran. Daniel meinte noch: “Das reicht“. “Ach was, es ist noch nicht so voll wie vo...“ PENG, das war es.
Es gab einen lauten Knall und die Luft war raus.
Na toll, eigentlich wollten wir uns jetzt eine Unterkunft suchen und nicht Reifen flicken, aber Hauptsache es ist nur der Schlauch geplatzt und nicht auch noch der Mantel kaputt.

Meine Befürchtungen waren umsonst, der Mantel war heile geblieben. Wir brauchten nur einen neuen Schlauch, gut das wir genügend Schläuche dabei hatten, nur wo?
Wir bauten unsere Gepäcktaschen ab und fanden sie ganz unten, doch leider hatten die Schläuche französische Ventile. Jetzt bräuchten wir unseren Adapter, doch auch hier stellte sich die Frage, wo?

Reifenreperatur

Während ich suchte ging Daniel in die Tankstelle und besorgte uns was zum Essen, wir waren halb verhungert.
Er brachte verpackten Kuchen an, sah aus wie bei uns die Ochsenaugen. Das sind Plätzchen aus Mürbeteig mit Marzipan und einem Klecks Marmelade in der Mitte. Doch im Mürbeteig war kein Marzipan, sondern Kokosnuss Raspel und ich “liebe Kokosnuss“. Weil der Hunger so groß war, habe ich trotzdem 2 Stücke gegessen, die anderen Vier blieben für Daniel.

Nachdem wir gegessen und alle benötigten Teile gefunden hatten, war der Schlauchwechsel schnell erledigt.
Mantel runter, neuen Schlauch rein, Mantel rauf und nun vooorsichtig genügend Luft eingefüllt. Gepäck halbwegs ordentlich verstaut und auf ging es, ein B&B zu finden.

Es fing an zu regnen und so wir nahmen gleich das nächste, keine 100 Meter von der Tankstelle entfernt.
Ankunft am B&B um 19:30 Uhr.

Nachdem wir alles ausgepackt und richtig schön warm und lange geduscht hatten, gingen wir in den Ort, um für morgen Verpflegung und Getränke zu kaufen. Bei dem Bummel durch den Ort entdeckten wir ein Restaurant, dessen Speisekarte uns nicht los ließ.
Hier gab es Steak vom Angus-Rind.
Dieses Rind zeichnet sich durch Besonderheiten wie langsames Wachstum in ganzjähriger Freihaltung mit immer frischem Wasser, Gras oder Heu, intramuskuläres Fett und kurz faserigem Fleisch aus, das wollten wir probieren.
Es hatte uns hervorragend geschmeckt, das würden wir jeder Zeit wieder essen.

Um 21:30 Uhr waren wir wieder zurück auf unserem Zimmer.

Übernachtungs-Koordinate 53° 8.343'N 8° 56.383'W


Donnerstag, den 16.05.13

Es hatte die ganze Nacht hindurch kräftig geregnet, doch langsam wurde es weniger. Darum ließen wir uns Zeit mit dem Frühstück, vielleicht haben wir Glück und es hat bis zu unserer Anfahrt ganz aufgehört.
Wir hatten Glück, schon beim Packen unserer Sachen kam die Sonne heraus. Das war gut, so konnten wir gleich nach unserer Abfahrt um 10:45 Uhr, am Ortsausgang, einen Cache loggen.

Dunguaire Castle

Dieser war am Dunguaire Castle versteckt und trotz der für diese Zeit erstaunlich vielen Besuchern, schnell gefunden.

Der Rest der Strecke war unspektakulär, es gab zwar viel Landschaft zu sehen, dennoch ging es nur an einer großen Straße entlang.

So waren wir ganz froh, als wir den Ort Oranmore erreichten. Um in den Ort zu kommen, mussten wir zwar die Hauptstraße verlassen, aber dafür gab es hier zwei Cache zu suchen.
Der Erste sollte auf dem Friedhof an der Kirche liegen, lag er auch und war schnell gefunden, doch der Zweite bereitete uns Schwierigkeiten. Er sollte am Oranmore Castle liegen, doch wir konnten suchen wo wir wollten, er war nicht zu finden. So gaben wir nach geraumer Zeit auf und fuhren frustriert, weil wir nichts gefunden hatten, zurück in den Ort.
Dort fanden wir aber was anderes, nämlich einen Subway. Das war genau das richtige für Daniel, da mussten wir einfach was essen. Gesagt, getan, wir machten 1½ Stunde Pause.

Nach dem Essen ging es weiter und knapp eine Stunde später hatten wir Galway erreicht.
Hostel SleepZone Da wir unser Hostel nicht gleich auf Anhieb fanden, umkreisten wir den Ortskern einmal, doch um 14:15 Uhr hatten wir es endlich geschafft und standen vor unserem heutigem Ziel dem Hostel “SleepZone“.

Daniel fragte nach, ob es noch Plätze für uns gäbe und als das der Fall war, drückte er den Übernachtungspreis von 30 € auf 25 € p. P..
Wir bekamen ein 4-Bett-Zimmer mit Bad und Dusche, das wir aber leider erst ab 15:00 Uhr in Beschlag nehmen konnten, es war noch nicht freigegeben.

Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten, ging es zu Fuß in die Stadt.
Bei dem Bummel durch Galway's Innenstadt fanden wir die Touristeninformation und ließen uns alles Wichtige über Galway erzählen. Unser besonderes Glück war, dass dort ein hauptberuflicher Deutschlehrer seinen Nebenjob hatte. Es machte ihm sehr viel Spaß uns alles auf deutsch zu erklären und für mich war es einfacher Fragen zu stellen.
Wir hatten viel erfahren, unter anderem wie die Busverbindungen nach Dublin sind, ob wir die Räder ohne weiteres mitnehmen könnten und wo wir die Busse finden. Ganz wichtig war uns auch noch zu wissen, wo es die besten Pubs mit den wenigsten Touristen gibt.

Galways Innenstadt Die Planung unserer Unterkunft in Dublin verschoben wir auf Morgen, da würde er sich noch schlau machen, wir sollten ihn nur nicht hier im Info-Zentrum treffen, sondern im Eyre Square. Dort hat er Morgen, ab 15:00 Uhr, in einem Pavillon Dienst.

Der weitere Bummel führte uns zunächst zu den zwei möglichen Busunternehmen. Hier erkundigten wir uns nach: mit Rädern möglich, Abfahrtzeiten, Preisen und von wo genau.
Gebucht hatten wir noch nicht, das wollten wir lieber morgen machen, da unsere Entscheidung auf das erste Unternehmen fiel und wir dafür wieder hätten zurück gehen müssen. Weiter ging es durch die Fußgängerzone, an deren Ende ein Cache zu finden war. Den nahmen wir natürlich, wie auch den auf dem Weg zur Galway Cathedral liegenden, mit.

Da die Kathedrale offen war, gingen wir auch hinein und schauten uns um. Sie hat uns gefallen, wir fanden sie beide sehr schön.

Gegen 19:00 Uhr waren wir wieder zurück beim Hostel und eine Stunde später besuchten wir die angepriesenen Pubs.

Egal, welchen von denen wir uns ansahen, sie waren alle voll. In dem einen gab es mehr, im anderen weniger Touristen, es wurde Livemusik gespielt, getrunken und gegessen.
Beides taten wir auch und genossen die Musik.

Übernachtungs-Koordinate 53° 16.609'N 9° 3.029'W


Freitag, den 17.05.13

Am heutigen Tag wurde lange geschlafen, wir brauchten ja nicht ein entferntes Ziel erreichen. Bevor wir frühstücken konnten, besorgte Daniel bei dem gestern entdeckten Lidl Marmelade, Wurst, Brötchen und Croissants. Segelschiff

Danach ging es bei super sonnigem Wetter wieder in die Stadtmitte.

Da es in Galway nicht so viele Caches gab, hatten wir uns gestern Abend noch zwei Mystery-Cache herausgesucht und gelöst. Einen davon wollten wir heute loggen.

Zuerst gingen es jedoch zum Hafen von Galway, hier gibt es das Galway City Museum.

Der Eintritt in das Museum ist gratis und es befindet sich direkt am Fluss Corrib, in einem kleinen, hellen und geräumigen Gebäude mit vielen verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Themen wie: Geschichte der Stadt und der Region Galway, einem an der Decke hängenden "hooker" Segelschiff und historischen Relikten, ein Cafe gab es auch.

Das nächste Ziel war der Cache, hier mussten wir Rostige Schraube zu den errechnete Koordinaten gehen und ihn suchen. An den errechneten Koordinaten fanden wir eine ziemlich verrostete Seilwinde und an dieser die Dose. Bei dieser Dose handelte es sich um eine Schraube, die leider genauso verrostet war und sich nicht öffnen ließ.
Nach mehren Öffnungsersuchen, selbst bei einer in der Nähe liegenden Werkstatt, bekamen wir sie nicht auf. Daniel schrieb den Owner an, teile ihm unser Problem mit und frage nach Logerlaubnis, wir bekamen sie.

Um 15:00 Uhr waren wir, wie verabredet, im Eyre Square um uns nach Unterkünften in Dublin zu erkundigen und wenn möglich, auch gleich zu buchen.
Unsere Planung sah so aus: Samstag mit dem Bus nach Dublin, Sonntag und Montag Dublin ansehen und Dienstag, den 24.5., zum Flieger.
Nachdem wir schon Unterkünfte gefunden hatten und nochmal alle Daten durchgingen, kamen wir darauf, dass der 24.5. nicht ein Dienstag, sondern der Freitag ist. Da hatten wir uns doch glatt um drei Tage vertan.
Jetzt wurde es schwierig, wir brauchten die Unterkünfte für längere Zeit, doch in Dublin war über das Wochenende kein Hostel oder B&B mehr zu bekommen, erst wieder ab Montag. Das hieß, wir mussten unser Zimmer, hier im Hostel, bis Montag verlängern, aber auch das war ab Morgen dicht, was nun.
Gut, dass es in Galway mehr als ein Hostel gab, zwar sind diese nicht so gut, aber wir bekamen noch einen Platz für eine Nacht im Barnacles Hostel.
Jetzt war nur noch ein Platz für die Nacht von Sonntag auf Montag zu finden.
Meine Idee war, warum muss diese denn in Galway oder Dublin sein, es gibt doch bestimmt noch eine Möglichkeit dazwischen.
Die gab es und zwar in einem B&B in Ahtlon, genau auf halber Strecke.
Jetzt hatten wir alle Unterkünfte bis Montag zusammen und ab Montag war es auch keine Schwierigkeit mehr, ein Zimmer in Dublin bis zum Freitag zu bekommen.
Das war ein schwieriger Akt, aber am Ende hatten wir alles buchen können und konnten beruhigt zu unserem Hostel zurück gehen.

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Lesen oder sahen TV.


Samstag, den 18.05.13

Barnacles

Heute wurde wieder einmal früh, gegen 8:00 Uhr aufgestanden, wir mussten ja leider das Hostel wechseln.
Es wurden wieder Brötchen geholt, gemütlich gefrühstückt und dann die Sachen gepackt. Es brauchte ja nicht wer weiß wie ordentlich sein, wir werden die Sachen bestimmt gleich wieder auspacken.

Abfahrt zum benachbarten Hostel war um 10:55 Uhr und schon 20 Minuten später hatten wir es erreicht. Es lag am Ende der Fußgängerzone kurz vor dem Museum. Wieder einmal konnten wir warten, da das Zimmer erst um 15:00 Uhr freigegeben wurde.
Da wir unsere Sachen im Lagerraum zwischenlagern und unsere Räder im Hinterhof anschließen konnten, hatten wir die Möglichkeit, ohne Last durch Galway zu spazieren. Wir klapperten alle am Vortag noch nicht erkundeten Straßen ab, guckten uns das Einkaufzentrum an und gingen Kaffee trinken.
So verging die Zeit, bis wir um 15:00 Uhr unsere Zimmer in Beschlag nehmen konnten.
Nein, das Zimmer war nicht gerade schön, das lag aber sicher daran, dass das Hostel schon etwas älter als das Letzte war. Doch für eine Nacht wird das schon reichen.

Um nicht längere Zeit in diesem Hauswand mit Auge kleinem Zimmer zu verbringen, fuhren wir nochmal mit den Fahrrädern los. Wir wollten nicht schon wieder durch Galway bummeln und beschlossen deshalb, drei außerhalb Galway liegende Cache zu suchen.
Es nieselte leicht, das konnte uns nicht aufhalten, denn der erste Cache war schon nach 1,5 Kilometern erreicht und schnell geloggt. Doch da es jetzt anfing, immer stärker zu regnen, entschlossen wir uns, die nochmal gute 5-6 Kilometer entfernten Caches nicht zu suchen, sondern lieber gleich wieder zurück zum Hostel zu fahren.

Der Rest des Abends verlief ganz locker.
Zurück beim Hostel wurde erst etwas gechillt, dann einige Postkarten und die Notizen für die Berichte geschrieben. Zum Abendessen gab es bestellte Pizza und dann ging es noch für 1-2 Guinness in den Pub.

Übernachtungs-Koordinate 53° 16.275'N 9° 3.245'W


Sonntag, den 19.05.13

Heute war wieder umziehen angesagt, darum standen wir um 8:00 Uhr auf. Leider sind am Athlone Innenstadt Sonntag um diese Zeit noch alle Läden zu, deshalb fuhr Daniel zum Lidl im Einkaufszentrum, hier gab es aber auch keine Brötchen, nur Croissants. Egal, dann gab es eben nur Croissants und Toastbrot aus dem Hostel.

Um 11:30 Uhr waren wir am Busbahnhof und nachdem unsere Räder im Gepäckraum verstaut waren, ging es eine ½ Stunde später nach Athlone.
Ganz pünktlich um 13:35 Uhr kamen wir in Athlone an und schon 30 Minuten danach standen wir vor unserem B&B der Villa “St. John“.

Brachten nur schnell unsere Sachen auf das Zimmer und schon waren wir wieder unterwegs. Natürlich gab es in Athlone auch Cache und den ersten holten wir uns gleich auf dem Weg zum Castle.

Das Castle war eine schöne zum Museum umgebaute Burg.
In ihr verbrachten wir bestimmt 1½ - 2 Stunden, um uns alles anzusehen. Dann ging es weiter in die Innenstadt.
Sean's Bar von der Burg aus gesehen Hier gab es ein großes Einkaufszentrum, das auch am Sonntag geöffnet war und so Vor der Sean's Bar bummelten wir hindurch, tranken Kaffee und deckten uns mit Essen für den Abend ein.
Unseren Rückweg hatten wir so geplant, dass wir an dem zweiten zu erreichenden Cache vorbei kamen, um ihn zu loggen.

Im B&B angekommen, machten wir uns ans Abendessen zubereiten. Es gab Salat mit einer Extraportion Schafskäse und die vom Einkaufszentrum mitgebrachten warmen Hähnchenteile.

Es war ein richtig leckeres und gutes Abendessen geworden. Jetzt noch ein wenig TV geschaut und schon wieder mussten wir los.
Hier in Athlone gibt es die älteste Bar Irlands und die durften wir auf gar keinen Fall auslassen.

Die älteste Bar Irlands hieß “Sean's Bar“. Es war eine urige und gemütliche Bar mit vielen kleinen Nischen, einem langen Tresen und bestimmt einem Dutzend Zapfhähnen für genauso viele Biersorten.
Wir haben sie nicht alle ausprobiert, sondern sind ganz brav, nach unseren üblichen 2-3 Bierchen, um 22:00 Uhr zurück zum B&B gefahren.

Übernachtungs-Koordinate 53° 25.596'N 7° 57.589'W


Montag, den 20.05.13

Da wir bis zur Abfahrt unseres Busses nicht mehr viel unternehmen konnten, hatten wir das Frühstück für 9:00 Uhr bestellt.
Es wurde lange und gemütlich gefrühstückt, ausgiebig geduscht und dann langsam alles in unsere Isaacs Hostel Dublin Satteltaschen verstaut.
Gegen 11:00 Uhr mussten wir das Zimmer verlassen, konnten uns aber, bis wir um 12:30 Uhr los fuhren, im Aufenthaltsraum aufhalten und fernsehen.

Bis der Bus kam, hatten wir noch genügend Zeit, um uns im Einkaufszentrum was zum Essen zu holen.

Abfahrt nach Dublin war um 13:40 Uhr und 2 Stunden später hatten wir Dublin erreicht. Jetzt brauchten wir nur unser gebuchtes Hostel zu finden. Doch dank unseres Navis war das nicht schwer, wir wurden auf schnellstem Wege, innerhalb 10 Minuten, dort hingeführt.
Es ist das “Isaacs Hostel Dublin“, es liegt versteckt in einer nicht gerade hübschen Seitenstraße, mit Eisenbahnstrecke daran vorbeiführend.
Nach dem Einchecken und Verstauen unserer Sachen, in dem nicht schönem Zimmer, mit Blick auf den schmuddeligen Hinterhof, ziehen wir los, um uns Dublin anzusehen.
Wir können uns Zeit lassen, wir werden bestimmt noch alle möglichen Ecken von Dublin kennen lernen, schließlich werden wir hier vier Nächte und Tage verbringen; und das bei diesem Zimmer.
Tempel Bar Als Erstes und Wichtigstes, machten wir an der Straßenecke, kurz nach dem Hostel, einen Webcam-Cache.
Während unserem weiterem Bummel durch die Stadt, kamen wir auch an der zweitältesten Bar Irlands der “Tempel Bar(3)“ vorbei oder besser gingen hinein.
Man merkt, die Bar ist eine Touristenattraktion und dementsprechend gut ist sie besucht, das Bier ist sehr teuer. Wir haben überall in Irland für 1 Pint(4) Guinness 4,00 Euro bezahlt, hier kostet es 5,35 Euro. Das ist zu teuer, wir werden demnächst unser Bier in einem anderen Pub trinken, die sind alle gut, aber nicht so eine Touristenattraktion.
Ein kleiner Abstecher ins Hostel, doch was sollen wir auf diesem Zimmer? Es ist wirklich nur zum Schlafen geeignet, also wieder los, gucken was wir zu Essen bekommen.
Leider nichts, alle Läden haben schon Feierabend gemacht und so blieb uns nichts anderes übrig, als schon wieder eine Pizza zu essen. Danach machten wir noch einen Verdauungs-Nachtbummel durch Dublin und waren nach 23:00 Uhr zurück, auf unserem Zimmer.

Übernachtungs-Koordinate 53° 21.004'N 6° 15.198'W


(3)Tempel Bar (irisch: Barra an Teampaill) ist ein Stadtteil am Südufer des Flusses Liffey im Zentrum von Dublin. Temple Bar hat seinen Namen vermutlich von der Familie Temple, die in dieser Gegend im 17. Jahrhundert lebte. Sir William Temple, Dekan des Dubliner Trinity College im Jahre 1609, bewohnte hier sein Haus mit Garten.

(4)englisches Hohlmaß;(1pt=0,568l)


Dienstag, den 21.05.13

Dublins Innenstadt

Aufstehen um 9:30 Uhr nach einer nicht so tollen Nacht.

Die Toilette und Dusche, die im Vorraum waren, mussten wir uns mit unseren Nachbarn teilen. Da unsere Nachbarn noch später als wir nach Hause kamen, war noch für eine ganze Weile das Knarren der Dielen und Türen zu hören. Irgendwann war dann Ruhe, doch dafür hörte man jetzt im Zimmer ein immer wieder anspringendes Gebläse von ?, das war die Frage.
Wenn das Gebläse eine Klimaanlage gewesen wäre, wäre es bestimmt nicht immer wärmer im Zimmer geworden. Wir machten das Fenster auf, doch das bedeutete, dass wir morgens gegen 5:00 Uhr von dem Gequietsche des durchfahrenden Zuges geweckt wurden.

Während Daniel uns Platz und Kaffee in der nicht gerade großen Küche zum Frühstücken besorgte, ging ich das Frühstück besorgten. Nicht weit entfernt hatten wir gestern ein Lebensmittelgeschäft gesehen, hier besorgte ich für uns Brötchen, Wurst und Marmelade.

Den Tag über verbrachten wir mit Bummeln durch die Stadt, erkundigten uns nach Stadtrundfahrten und Besichtigungsmöglichkeiten. Cache gesucht hatten wir natürlich auch, Dublin ist groß und hier gab es genügend zu finden.


Mittwoch, den 22.05.13

Nach dem Aufstehen um 8:00 Uhr unser übliches Ritual: Daniel Platz und Getränke in der Küche besorgen und ich Brötchen holen.

Gestern hatten wir uns die Fahrkarte für Gefängnis Flurden “Hop-on Hop-off“ Bus gekauft, mit ihm kann man 2 Tage lang quer durch ganz Dublin fahren und an jeder Haltestelle ein- oder aussteigen, um sich etwas anzusehen. Jeder Bus fuhr im 10-Minutentakt, verfügte über einen Kopfhöreranschluss, der Kopfhörer war im Preis inbegriffen, über dem man in seiner Sprache Informationen der jeweiligen Stationen oder Sehenswürdigkeiten erhielt.

Für heute war der Besuch des historischem Gefängnis vorgesehen, wir wollten es uns nur ansehen, nicht bleiben.

Abfahrt unseres Busses war 9:15 Uhr.

Am Gefängnis angekommen, wurden wir gleich in eine schon wartende Führung hinein gelotst. Die Erklärungen zu dem Gefängnis sind leider in Englisch und deshalb verstand ich kein Wort, aber ich hatte ja Daniel dabei.
Die ersten Tage in Irland hatte er kein Wort von dem was die Iren sprachen Daniel zapft verstanden, doch jetzt sind wir lange genug hier, um sich an die Irische Ausdrucksweise gewöhnt zu haben und so konnte er die Erklärungen für mich simultan übersetzen.

Unser nächstes Ziel war die Guinness-Brauerei. Wir hätten auf den Bus warten können, doch da es nicht weit bis dahin war, gingen wir zu Fuß, außerdem lag auf dem Weg ein Cache.
Hätten wir geahnt was für Wege wir in der Brauerei zurücklegen mussten, wären wir bestimmt mit dem Bus gefahren.

Die Besichtigung ging über 7 Stockwerke und ist selbstführend. Wir haben jeder ein Headset bekommen, das uns an den entsprechenden Stationen die Information und Geschichte auf Deutsch erzählt.
An der 5. Station haben wir gelernt, wie man ein Guinness korrekt einschenkt, durften es, nachdem wir unsere Urkunde erhalten hatten und ein Foto der Gruppe gemacht worden ist, auch trinken.

Die letzten Stationen waren schnell erledigt und als Belohnung gab es in der 7. Etage noch ein Bier und einen wunderbaren Panoramarundblick auf Dublin.

Das reichte für heute, es war schon 17:00 Uhr.
Wir gingen zurück zur Haltestelle und sahen den Bus gerade die Station verlassen, doch auf unser Winken hin, hielt er nochmal an und nahm uns mit.

Daniel und der Seemann

Wir stiegen eine Station vor unserem Hostel aus, holten uns unser Abendessen vom Subway und aßen es im Hostel.

Nach ein wenig Ausruhen ging es dann wieder los, dieses mal mit den Rädern. Laufen konnten wir heute so oder so nicht mehr und mit den Rädern waren die Sehenswürdigkeiten schnell und besser zu erreichen. Auch waren noch einige Cache in Dublin zu loggen.

Wir fuhren den Liffey Richtung Mündung hoch, hier gab es am Ufer einige Skulpturen, wie den Seil einholenden Seemann, die Menschen der Hungersnot und das große Segelschiff zu sehen.
So cruisten wir am Fluss und dem angrenzenden Stadtteil entlang, schauten uns alles an und loggten die dortigen Cache.

Spät kamen wir wieder zurück zum Hostel und legten uns gleich schlafen.


Donnerstag, den 23.05.13

Daniel und Kugel

Da es gestern etwas später geworden war, standen wir heute auch später auf. War nicht schlimm, wir hatten nichts Großes vor.

Ich ging wie immer Brötchen holen, griff aber, nachdem ich die Brötchentüte kurz abgelegt hatte, die Falsche. So musste ich nochmal zum Laden laufen, um die richtige Tüte zu holen.

Wir brachten unsere restlichen Postkarten zur Post und fuhren danach mit dem Hip-on Hip-off zur Molly Malone(5), schossen etliche Bilder und fuhren weiter zur Whisky-Destillerie.

Hier gab es keine Führung, weder in Deutsch noch in Irisch. Es gab einiges zu sehen, doch das Größte war hier der Souvenir-Shop.
Wir kauften nichts, nicht einmal eine Flasche Whisky.

Von der Whisky-Destillerie bis zum Hostel war es nicht weit, das schafften wir zu Fuß und gingen durch die Fußgängerzone zurück.

Destilleneingang Wir kamen um 16:30 im Hostel an und da wir gestern ab 17:00 Uhr kaum noch Platz in der Küche hatten, fingen wir heute früher mit Abendessen machen an.
Es ist nur noch eine Nacht bis zu unser Abfahrt und darum werden wir unsere Notration, Nudeln mit Pesto, aufessen. Die brauchen wir ja nicht wieder mit nach Deutschland zurück schleppen.

Später ging noch mal in die City, wir wollten uns ein gemütliches Pub suchen, indem wir unseren letzten Abend und unsere letzten Pints Guinness trinken können.
Wir haben eins unweit unseres Hostels gefunden, das Guinness kostete wieder nur 4 Euro und es war gemütlich wie immer.

Zurück auf unserem Zimmer, fingen wir mit Vorbereitungen für unsere Abfahrt an.
Es wurde alles zusammen gesucht, Isomatten verstaut, die Lenkertasche und die Satteltaschen gepackt. Der Rest wird Morgen noch oben drauf gepackt. Danach wurde geduscht, morgen früh hätten wir dafür keine Zeit, außerdem müssen wir Fahrrad fahren und sind Daniel & Michael so oder so verschwitzt, wenn wir am Flughafen ankommen.
Jetzt noch Zähne geputzt, Daniel geht vor zum Waschraum und ich gehe, nachdem es mir zulange dauert, hinterher. Da fällt die Zimmertür zu, gut das ich meine Schlüsselkarte mit habe, Daniel hatte seine im Zimmer gelassen und die Tür nur angelehnt. Als wir nun versuchten die Tür mit der Karte zu öffnen, klappt es nicht, die Karte funktioniert nicht. Nun standen wir beide im Slip vor dem Zimmer und kamen nicht hinein, was nun. Da Daniels Hose mehr eine Sporthose ähnelt, muss er runter zum Aufenthaltsraum in dem sich auch die Rezeption befindet und die Karte neu laden lassen.
Schnell ist er wieder oben und wir können endlich ins Zimmer.

Kurz vor 24:00 Uhr ist Feierabend.


(5)Molly Malone, auch bekannt unter dem Titel Cockles and Mussels („Herzmuscheln und Miesmuscheln“), ist ein bekanntes irisches Volkslied und eine inoffizielle Hymne der Stadt Dublin. Die Ballade erzählt die Geschichte einer schönen Dubliner Fischhändlerin, die in jungen Jahren an nicht näher bestimmtem Fieber stirbt.
Das Lied wurde von James Yorkston (von Edinburgh) gegen 1883 geschrieben. Es erschien zum ersten Mal 1883 in Cambridge, Massachusetts und ein Jahr später in London (von Francis Brothers and Day, 1884, London).
Ein Denkmal, das Molly Malone zu Ehren in Dublin an der Ecke Grafton Street/Suffolk Street errichtet wurde, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Die Statue wurde von Jean Rynhart erschaffen und 1987, passend zur 1.000-Jahr-Feier Dublins im Jahr 1988, aufgestellt. Die Darstellung wird von den Dublinern gerne scherzhaft als „Tart with the cart“ („Zuckerpuppe mit dem Karren“) oder „Dish with the fish“ („scharfe Braut mit dem Fisch“) oder „Dolly with the trolley“ („die Puppe mit der Karre“) bezeichnet.
Quelle Wikipedia; Stand 20.10.2013 http://de.wikipedia.org/wiki/Molly_Malone


Freitag, den 24.05.13

Wecken war für 7:15 Uhr und aufstehen für 7:30 Uhr gedacht, hat nicht ganz geklappt, aber immer noch früh genug ging es nach dem Frühstücken und Räderpacken um 9:00 Uhr ab zum Flughafen.

Wir hatten in Dublin nirgends einen Hügel oder ähnliches gesehen, doch jetzt wo wir Dublin verlassen, geht es bergauf und natürlich haben wir bis zum Flughafen nur Gegenwind.

Nach knapp einer Stunde, trotz letzter Cache-Suche in Irland, waren wir pünktlich am Flughafen angekommen.
Das Umziehen auf der Flughafentoilette bereitete uns, wie auch auf dem Hinflug, keine Probleme, schwierig wurde es nur beim Einchecken. Wo müssen wir die Fahrräder abgeben?

Dort beim Sperrgepäck sagt die eine Dame, nein dort beim Check-in die andere.
Wir standen beim Sperrgepäck, doch hier klappte es nicht mit der Abgabe, die Räder waren zu groß und passten dort nicht durch. Doch zurück durften wir mit den Rädern nicht mehr, wir waren im Zollbereich, was nun?
Nach Diskussionen, mal mit dieser, mal mit jener Mitarbeiterin, wurden unsere Räder von einem Flughafenmitarbeiter abgeholt und zum Flugzeug gebracht.
Geschafft, es war jetzt 11:20 Uhr und wir haben alles Gepäck / Räder abgegeben und konnten selber zum Check-in.

Unser Start verschob sich, wir starteten erst 35 Minuten später als geplant, um 13:45 Uhr. Dementsprechend war der Start in Frankfurt auch 35 Minuten später, doch bis zur Landung in Hannover hatten wir nicht nur die 35 Minuten aufgeholt, nein, wir kamen sogar 4 Minuten früher als geplant, um 17:26 Uhr an.

Übernachtungs-Koordinate Zuhause



Tagesstrecke km Fahrzeit Ø *HGs. Höhenmeter
Di. 30.4.  29,80   3:11  9,36 ---   252
Mi.  1.5.  53,30   4:11 11,38 46,40   215
Do.  2.5.  44,00   3:54 11,28 46,40   585
Fr.   3.5.  19,14   1:31 12,62 55,70    55
Sa.  4.5.  50,80   4:18 11,81 42,00   248
So.  5.5.  53,90   3:12 16,84 39,80   111
Mo. 6.5.  55,40   3:39 15,18 49,90   350
Di.  7.5.  29,70   2:13 13,40 47,60   300
Mi.  8.5.  36,00   3:25 10,54 28,40   473
Fr. 10.5.  53,70   4:16 12,59 42,10   347
Sa. 11.5.  76,70   5:30 13,95 44,90   553
So. 12.5.  60,80   4:27 13,66 45,60   463
Mo.13.5.  47,10   3:40 12,85 46,00   291
Mi. 15.5.  63,20   4:41 13,49 44,80   600
Do. 16.5.  31,10   2:18 13,52 32,90   255
Sa. 18.5.   9,50   1:00  9,05 37,90 ---
So. 19.5.  11,20   0:51 13,18 35,60 ---
Fr. 24.5.   9,53   1:00  9,53 12,71 ---
Ges. Strecke: 734,42 57:47 12,71 41,10 5098

*HGs. = Höchstgeschwindigkeit         *Hm. = Höhenmeter


Irlandkarte