Motto der Tour: - Heute Geschlossen -

Eigentlich wollen wir nur den Nord-Ostsee-Kanal entlang fahren, doch dann hätten wir bis Hamburg und am Ende des NOKs, in Kiel, wieder mit dem Zug zurück fahren müssen. Das ist uns zu einfach und von der Zeit, die uns zur Verfügung steht, zu kurz.

Die Tour muss länger werden.

Wie wäre es, wenn wir von zu Hause zum NOK und von dessen Ende wieder zurück nach Hause fahren würden?
Zeit haben wir 12-15 Tage zur Verfügung, davon 3-4 Tage abgezogen, da Daniel nicht gleich vom Sattel in den Bürostuhl wechseln will. Das wäre mir auch recht und so bleiben 12 Tage übrig. Schnell stehen die wichtigsten Eckpunkte unserer Tour fest.

Wir fahren nicht auf dem kürzesten Weg zum Nord-Ostsee-Kanal, sondern über: Bremen – Bremerhaven – Cuxhaven – Glückstadt – Brunsbüttel am Nord-Ostsee-Kanal. Diesen weiter hoch bis Kiel und von dort über die Fehmarnsundbrücke nach Fehmarn.
Fehmarn einmal außen an der Küste entlang, um nach Lübeck zu kommen. Hier ergäbe sich die Möglichkeit, unsere Verwanden zu besuchen.
Von Lübeck kommend, wäre das nächste Ziel Lüneburg.
Da ich Lüneburg noch nicht kenne, wollen wir dort einen Tag länger verweilen, um uns die Stadt ansehen. Danach weiter über Uelzen, um wieder nach Hause zu kommen.

Somit steht die Strecke fest, nun müssen die einzelnen Etappen nach Strecke, Zeit und Übernachtungsmöglichkeiten aufgeteilt werden.
Keine leichte Aufgabe. Was nimmt man als Tagesstrecke und bekomme ich dort eine Unterkunft?
Die Erfahrung hat uns gezeigt, dass man am Tag ca. 80-100 km schaffen kann und das legen wir zu Grunde.
Leider war nicht immer dort auch eine Unterkunft zu finden und so werden aus den 80-100 km auch schon mal etwas mehr.

Jetzt ist alles geschafft. Wir haben die Streckenlängen und an deren Ende eine Unterkunft. Mal mit, mal ohne Frühstück, mal ein Doppelzimmer oder eine Ferienwohnung.

Das Ganze soll jetzt nur noch auf unser GPS als Route übertragen werden.

Bei Routen kann man angeben, mit was für einem Fahrzeug man die Strecke fahren möchte und dementsprechend wird die Streckenführung angezeigt. Dann kann man sicher sein, dass man dort lang fahren kann und es sich nicht um einen Trampelpfad oder eine nicht zu befahrende Straße handelt. Außerdem teilt das Gerät einem auch mit, wann und wo man abbiegen muss.
Leider macht das GPS immer was anderes und zeigt nicht ein zweites Mal die gleiche Route an. So kann man sich nie verlassen, wo das Gerät einen hinführt.
Selbst eine Anfrage bei der Hersteller Hotline von Garmin, kann mir diese Frage nicht beantworten. So bliebt uns am Ende nichts anderes übrig, als aus unsere Route einen Track zu erstellen.

Ein Track läuft immer dort entlang, wo man ihn auf der Karte eingibt und das beinhaltet immer das Risiko, über unwegsame Feldwege oder gesperrte Strecken zu fahren. Abbiegehinweise gibt es bei Tracks auch keine, man muss schon selber sehr genau darauf achten, an der richtigen Stelle abzubiegen.

Als letzte Vorbereitung werden die auf unserer Radtour liegende Geocaches ins GPS gespeichert. Da Daniel und ich Geo-Cacher sind, ist das eine gute Gelegenheit, am Rande unserer Route liegende Caches einzusammeln.
Damit dieses nicht überhand nimmt und wir nicht unsere gesamte Zeit fürs suchen vergeuden, sollen nur traditionelle Caches, die höchstens 100 Meter von unserer Strecke entfernt liegen, genommen werden. Auch sollen es pro Etappe nicht mehr als 10 Caches werden und als Suchzeit nehmen wir uns höchstens 10 Minuten pro Cache vor.

Nachdem ich etliche Stunden damit verbracht habe, diese Tour auszuarbeiten, kann es losgehen.


Samstag, 01.08.2015

Wie schon des öfteren war die Abfahrt früher geplant. Um 9:00 Uhr sollte es losgehen, doch das haben wir, wie immer, nicht geschafft. Es fehlte dieses oder jenes, es musste noch dies oder das am Fahrrad angebracht werden und auch noch das ein oder andere gemacht werden.

Kurz vor 10:00 Uhr war alles geschafft und es ging bei schönstem und warmen Sonnenwetter endlich los.
Wir haben wirklich Glück mit dem Wetter, die letzten Wochen war es immer sehr regnerisch und kalt.

Wie geplant, führt uns unsere Strecke Richtung Hannover Rethen und durch die Leinemasch, wo wir gegen 11:15 Uhr unseren ersten Geocache, auf dieser Radtour suchen und loggen können.

Der Weg führt uns durch die Masch, an den Kiesteichen vorbei zur Ihme und weiter über Linden, Limmer nach Letter und Seelze.
Auf der Eisenbahnbrücke von Seelze machen wir um 12:20 Uhr ein Foto.
2 auf der Brücke Im Ort halten wir bei einem Bäcker, um uns mit einem Stück Kuchen zu stärken.

Da das Wetter sehr sonnig und warm ist, hatten wir auch die entsprechende Menge getrunken. Machen um 13:00 Uhr einen kurzen Stopp, um das nicht verdunstete Wasser wieder los zu werden.
Daniel nutzt diese Gelegenheit auch gleich zum Klamottenwechsel, er ist für dieses Wetter viel zu dick angezogen.

Bis Schloß Ricklingen geht es gut voran, dann fahren wir über Schleich- und unbefestigte Feldwege weiter bis nach Bordenau.

13:34 Uhr.
Nachdem wir hier den nächsten Cache geloggt haben, muss ich mir andere Schuhe anziehen. Bei den jetzigen schlafen mir immer die Zehen ein, bin gespannt wie das mit Sandalen wird.
10 Minuten später ist schon wieder ein Cache geloggt.

Moorwaldweg

Ab Poggenhagen geht es los mit dem “Weg“ durchs Moor. Der offizielle Weg geht bei der Gabelung rechts entlang, wir aber wollen unserem Track folgen und nehmen den linken Weg. Dieser ist kaum als Weg zu erkennen, das Gras ist Hüfthoch und die Fahrspur anscheinend seit langem nicht mehr benutzt worden.
Kann man hier überhaupt durch kommen? Wir sind optimistisch und lassen uns nicht abschrecken, also fahren wir weiter.

Nach ca. 1 ½ km treffen wir tatsächlich auf einen Herrn mit Fahrrad und Hund. Auf unsere Fragen, ob es hier durch geht und ob der Weg besser wird, erhalten wir die Antworten: „Ja. Nein, eher schlechter“.
Auch wenn es sich nicht gerade beruhigend anhört, sind wir froh, dass es ein Durchkommen gibt und wir am Ende des Weges nicht wieder die gesamte Strecke zurück müssen.

Als wir den Weg, nach 3 km, endlich hinter uns gelassen haben, biegt der nächste Weg in die entgegen gesetzte Richtung ab, während unser Navi unsere aktuelle Position mitten im Steinhuder Meer anzeigt. Entweder stimmt das Navi nicht oder man hat das Steinhuder Meer trocken gelegt und neue Wege angelegt.
Wir folgen trotzdem dem Weg und erreichen nach kurzer Strecke wieder einen querenden Weg, der dann in unsere gewollte Richtung führt. Dieser Weg ist so stark befahren, dass wir davon ausgehen, dass es der Rundwanderweg des Steinhuder Meeres ist.

Drei, vier Kilometer später erreichen wir um 14:35 Uhr einen Aussichtspunkt mit einem wunderbarem Blick über das Meer. Steinhudermeer Hier soll es auch einen Cache geben und während Daniel nach diesem sucht, schau ich mir unser Navi etwas genauer an.
Kein Wunder, dass das GPS nicht mehr korrekt angezeigt hat, wahrscheinlich ist durch die Erschütterung des schlechten Weges die Speicherkarte mit unserer Freizeitkarte aus dem Slot gerutscht.
Nachdem ich diese richtig hinein geschoben und das Navi neu gestartet habe, befinden wir uns wieder auf dem Weg und nicht mitten im Meer.

Jetzt, wo wir den Cache gefunden und das Navi wieder eingerichtet haben, können wir weiter.

Die nächsten paar Meter sind gut zu fahren, doch dann geht es wieder durch losen Sand. Gut, dass es nicht all zu weit ist. Nach knapp 2 km Sandpiste treffen wir wieder auf eine geteerte Straße.
Es ist immer wieder eine Herausforderung, mit dünnen Reifen und Gepäck durch Sand zu fahren.

Nachdem wir eine Strecke von 81 km hinter uns haben, machen wir eine kurze Pause und lassen uns, den heute Morgen in unserer Thermoskanne mitgenommen Tee, schmecken.
Als es weiter geht, pflügt Daniel sich noch einen Apfel vom Baum, leider ist er noch nicht ganz reif.

Um 15:50 Uhr ist unser Wasser ist alle.
Ich klingel im nächsten Dorf, Schneeren, bei einem Haus und frage den dortigen Bewohner, Herrn Schulz, nach Wasser. Dieser ist auch sofort bereit, uns Wasser zu geben und ich kann unsere leeren Flaschen auffüllen.
Nachdem ich ihm erzählt habe, wo wir her kommen und wie unsere weiter Tour verlaufen soll, bedanke ich mich nochmals für das Wasser und schon sind wir wieder unterwegs.

Nienburg Pferd

Als wir um 16:15 Uhr / 92 km Nienburg erreichen, ist das Wasser schon wieder fast aufgebraucht, das Wetter ist einfach zu warm. Gut, dass wir gleich beim Ortseingang auf einen Penny treffen.
Daniel geht einkaufen und kommt mit einigen Flaschen Wasser und Sachen zum Snacken zurück.

An der Festung von Nienburg gibt es einen Cache zu loggen und als wir um 17:18 Uhr den nächsten finden, haben wir genau 100 km geschafft.

Jetzt ist es 17:45 Uhr. Während ich bei unserer Unterkunft anrufe, um nach der genauen Adresse zu fragen, lädt Daniel sein Handy mit meinem Akkupack. Das klappt gut und es ist Ruckzuck wieder geladen.

Wir fahren durch den Ort Schweringen, es ist 18.15 Uhr und wir haben 112 km hinter uns. Da kann man schon etwas unaufmerksam sein. Vor allem, wenn eine ganze Gruppe von Leuten gesellig am Straßenrand sitzt, Bier trinkt und guter Laune ist.
Wegzoll Ich schaue zu ihnen rüber und fahre dabei gerade aus. Plötzlich ein Aufschrei aus der Gruppe: „Links, links, geradeaus geht es auf den Bauernhof.“ Und tatsächlich, ich habe den Wegweiser für Radfahrer übersehen. Ich ruf zurück, dass wir schon eine sehr lange Strecke hinter uns haben, erschöpft und durstig sind und ich nur durch das dort stehende Bier abgelenkt war.
Das war eine Vorlage und die Antwort ist eine Einladung, uns mit zu ihnen zu setzen und ein Bierchen mit zu trinken. Keine schlechte Idee und da wir fast am Ziel sind, können wir uns auch etwas Zeit lassen und ein Bier mit trinken.
Wir erfahren, dass es hier im Ort eine Hochzeit gab und diese hier durch kam. Die Gruppe saß nun hier und blockierte den Weg um Wegzoll zu verlangen.
Dieser wurde in Form von Naturalien wie Bier und Süßigkeiten gezahlt.

Es ist eine angenehme halbe Stunde, die wir hier verbringen. Die Leute sind alle sehr nett, einer zeigt uns sogar seine ersteigerten Bonanza-Räder. Es sind sehr schöne und gut erhaltene Räder. Bonanzarad rot
Bevor wir weiter fahren machen wir noch einige Fotos von den Bonanza-Räder und einer vorbei kommenden Reiterin. Diese wiederum macht für uns, aus ihrer erhöhten Sitzposition, Bilder von uns und der Gruppe.

Während die Fotos gemacht werden, fällt mein Fahrrad um. Natürlich hatte ich meine Lenkertasche nicht wieder zu gemacht, nachdem ich das Handy zum Fotografieren heraus geholt habe. So verteilt sich der gesamte Inhalt auf der Straße. Ich kann nur hoffen, dass ich alles wiedergefunden und eingepackt habe.
Mit ungutem Gefühl fahren wir unserem Ziel entgegen.

Wenige Meter vor unserer Unterkunft müssen wir noch mal halten. Daniel will unbedingt die hier blühenden Sonnenblumen fotografieren.
Sonnenblume Er braucht ewig, dennoch schaffen wir es, unser heutiges Ziel Bücken, um Punkt 19:00 Uhr zu erreichen.

Nachdem wir begrüßt worden sind und uns unsere Wohnung (gebucht war es als Zimmer) gezeigt worden ist, versorgen wir unsere Fahrräder. Es gibt einige kleinere Reparaturen die ausgeführt werden müssen.
Bei mir muss das Schutzblech weiter vom Reifen entfernt werden, damit es nicht mehr am Rad schleift und an Daniel seinem Rad geht die Halterung mit dem Kabel für die Rückleuchte immer wieder ab und schleift dann an seinem Hinterrad.
Schnell sind diese Kleinigkeiten erledigt und wir können aufs Zimmer gehen.

Das es hier eine Badewanne gibt, ist für uns natürlich ein Anreiz zum Baden, denn zu Hause haben wir nur eine Dusche.
Bei mir dauert es keine 20 Minuten und ich bin fertig, doch Daniel hat schon immer etwas länger in der Wanne gesessen. Es dauert über eine ½ Stunde ehe er wieder heraus kommt.

21:00 Uhr, jetzt brauchen wir nur noch was essen.

Gut, dass wir uns gleich bei Ankunft nach Möglichkeiten erkundigt haben. So führt uns der beschriebene Weg schnell zu einem Restaurant, wo wir was Leckeres zu Essen finden. Eine Stunde später sind wir wieder zurück und legen uns schlafen. Der Tag war doch ganz schön anstrengend.

Tagesdaten: 117,52 km   9:26 Std. 12,5 km/h Ø 37,9 km/h *HGs.

(*HGs = Höchstgeschwindigkeit)


Sonntag, 02.08.2015

Unser Frühstück ist für 8:00 Uhr bestellt, da wir wieder eine große Strecke schaffen wollen.
Aufstehen um 7:50 Uhr bei bestem Wetter.

Beim Frühstücken mache ich mir immer noch Gedanken über mein umgekipptes Fahrrad und die ausgekippte Lenkertasche. Seit dem vermisse ich eine Stange aus der Tasche und einen daran befestigten Karabinerhaken mit, tja, was war da eigentlich dran?
So sehr ich mich auch anstrenge, ich komm einfach nicht darauf und das macht mir Sorgen. War es was wichtiges oder wäre es nicht so schlimm, wenn ich es nicht mehr habe? Ich grüble das ganze Frühstück über weiter und entschließe mich, dort wo das Fahrrad umgefallen ist, nochmal nachzusehen.
Bis dahin sind es aber gut 10 km und das bedeutet für hin und zurück, plus suchen, gut 2 Stunden. Das ist etwas zu viel Zeit, die wir eigentlich nicht haben. Wir würden dadurch erst sehr spät bei unserer nächsten Unterkunft ankommen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als unseren Vermieter zu fragen, ob er mich mit seinem Auto dort hin-fahren würde, natürlich gegen Bezahlung.

Nachdem ich ihm die Sachlage erklärt habe, ist er sofort bereit und wir fahren zurück zu der Stelle, an der das Fahrrad umgefallen war.
Da die dortige Suche keinen Erfolg hat, klingel ich bei dem Hof vor dem wir gestern Abend gesessen hatten. Ich will nachfragen, ob etwas gefunden wurde und wenn nicht, wenigstens meine Adresse hinterlassen, falls noch etwas gefunden wird. Aber ich habe auch hier kein Glück, es ist niemand zu Hause und so schreibe ich mir die Adresse auf. Zu Hause werde ich mir dann die Telefonnummer heraus suchen, um anzurufen und nachzufragen.

Mit dem Auto geht alles sehr flott und so können wir schon um 10:15 Uhr los fahren. Im übrigen wollte unser Vermieter nichts fürs Fahren haben, was ich sehr nett fand.

Der heutig Tag geht gut los, um 10:55 Uhr haben wir schon den zweiten Cache geloggt.

Um 11:30 Uhr ein kurzer Stopp, da Daniels Fahrradhose an der Naht drückt. Anscheinend passt sie ihm nicht richtig. Er zieht sie lieber gleich aus, bevor sich etwas wund reibt und er dann gar nicht mehr fahren kann.

Es ist jetzt 12:10 Uhr und wir stellen fest, wir sind falsch. Der gute Radweg hat uns verleitet, ihm zu folgen, statt an der letzten Kreuzung nach links abzubiegen.
Ich bemerke den Fehler erst nach knapp 1,5 km, als auf einem Schild steht, dass es hier Richtung Verden geht. Da wollen wir gar nicht hin. Wir müssen zurück zur letzten Kreuzung, um dort nach rechts abzubiegen. Das ist insgesamt ein Umweg von 3 km. Glück, dass wir es so früh bemerkt haben und nicht erst in Verden.

Mit unserem weiteren Weg haben wir auch nicht all zu viel Glück. Zuerst verläuft alles wunderbar, wir fahren unterhalb des Deiches entlang. Plötzlich ist der Weg mit abgeschnittenem Geäst und Büschen versperrt - Heute Geschlossen -.

Uns bleibt nichts anderes übrig, als die Räder über die Wiese den Deich hoch zu schieben. Hier ist der Weg nur mit leicht zu entfernendem Draht versperrt und wir kommen ohne Probleme wieder auf unseren alten Weg. Wie wir an den reichlich vorhandenen Reifenspuren sehen, sind wir nicht die ersten, die diese Umleitung genommen haben.

Zu früh gefreut, keine 200 Meter danach haben wir das nächste Problem.

Der Weg ist mit einem richtigen Gatter und Schloss versperrt - Heute Geschlossen -.
Im Garten eines hier stehenden Hauses ist eine Frau. Wir fragen sie, warum dieses Tor abschlossen ist und es nicht einmal einen Hinweis „Kein Durchgang“ am Anfang des Weges gibt. Als Antwort bekommen wir nur zu hören, davon wisse sie nichts und einen Schlüssel habe sie auch nicht.

Super und nun, etwa den ganzen Weg zurück? Nein, das ist zu weit und Lust haben wir dazu auch nicht.

Am Gatter

Dieses Gespräch und unseren darüber lautstark geäußerten Frust bekam eine andere, auf der andern Seite des Gatters wohnende Dame mit.
Sie war sehr nett und meine zu uns, dass wir nicht die Ersten seien, die heute vor dem Gatter stehen. Der Bauer hätte den Weg einfach versperrt und das Gatter abgeschossen. Seine Frau (die im Garten) hat auch einen Schüssel, nur das würde sie nicht sagen.

Weiter erklärt sie uns, dass wir vor ca. 1 ½ km hätten abbiegen müssen, da der Weser-Radweg nicht auf dem Deich weiter verläuft, sondern etwas abseits an der Hauptstraße. Doch wenn wir diesen Weg hier folgen, und nach 100 Metern links abbiegen, wären wir wieder auf dem richtigen Weg.

Wir wollen nicht zurückfahren, ist es bestimmt das Einfachere und Kürzere, die Räder über das Gatter zu heben.
Leider erweist sich dieses schwieriger als gedacht. Da wir die Satteltaschen nicht von den Räder abgemacht haben, haben die Räder ein ordentliches Gewicht. Nur mit der Hilfe der netten Dame schaffen wir es und können unseren Weg fortsetzen.

Die Strecke an der Hauptstraße ist nicht lang, höchstens 200 Meter.
Schon biegen wir auf eine kleine Seitenstraße, über die wir nach kurzer Zeit wieder auf unsere geplante Strecke treffen.

Es ist 13:27 Uhr / 40,6 km und wir queren die Weser.

queren die Weser

20 Minuten danach, um 13:50 Uhr, sind wir in Achim und haben schon wieder einen Cache geloggt.
Jetzt wäre eine Eisdiele genau das Richtige, doch leider finden wir keine und groß herum suchen wollen wir auch nicht. Sicher werden wir in Bremen eine finden und so fahren wir weiter.

Daniel hat den ganzen Tag über schon Probleme mit seinem rechtem Knie. Er kann kaum das Pedal treten, selbst laufen fällt ihm schwer. Immer wenn er es streckt, tut es sehr weh. Bremen
Um das Knie etwas zu schonen, sitzen wir um 14:32 Uhr / 53,4 km, gemütlich am Deich und machen Pause auf einer Bank. Hoffentlich wird das Knie nicht noch schlimmer. Wenn es gar nicht mehr geht, müssen wir unsere Tour abbrechen. Das wäre sehr schade und da wir schon alle Unterkünfte gebucht haben, auch ein wenig teuer. Warten wir es erst einmal ab, wir sind ja erst den zweiten Tag unterwegs.

Nach einer ¼ Stunde hat sich Daniel soweit erholt, dass wir weiter fahren können.

Als wir um 15:30 Uhr / 64,5 km Bremen erreichen, verlassen wir unsere Route. Auf dieser würden wir nur am Rand von Bremen fahren und nie eine Eisdiele finden. Also weg vom Bremer Stadtrand und weiter Richtung Zentrum.
Im Zentrum ist es keine Schwierigkeit, eine Eisdiele zu finden, hier gibt es genügend Cafes und Eisdielen. Schnell ist eine ausgesucht und wir lassen es uns bei Milchshakes und Eis gut gehen.

Landschaft

Eine halbe Stunde reicht und wir fahren weiter.

Nachdem wir in Hasenbüren, nach gut 20 minütiger Suche, den dortigen Cache gefunden haben, wollen wir in der angrenzenden Gaststätte zu Abend essen. Wir wissen nicht wie lange die Gaststätten bei unserer gebuchten Unterkunft auf haben. Da es bis da hin noch einige km sind, wollen wir lieber hier essen.

Leider sind wir dafür 40 Minuten zu früh, die Gaststätte öffnet erst um 18:00 Uhr.
So lange wollen wir nicht warten, in 40 Minuten schaffen wir einige km. Vielleicht kommen wir doch noch früh genug am Ziel an, um dort zu essen.

Wir sind schnell, als wir um 19:45 Uhr in Elsfleth an kommen, haben wir noch soviel Zeit, um drei Caches zu suchen. Leider finden wir nur zwei.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft fahren wir am Restaurant „Kogge“ vorbei. Hier sieht es gut aus.

Kogge Wir entschließen uns, hier zu Abend zu essen. Vorher noch ein kurzer Anruf bei unserer Unterkunft, ob wir etwas später kommen können. Kein Problem, da sie jetzt weiß, dass wir kommen.

Ein kurzer Blick auf die draußen hängende Speisekarte und schon gehen wir rein. Wir sind zwar weder geduscht noch frisch eingekleidet, dennoch werden wir nett und freundlich bedient.

Daniel isst ein Wiener Schnitzel (Rind) mit Pommes. Ich entscheide mich für die Eldflether Fischplatte (3 Sorten Fisch) mit Bratkartoffeln und Salat. Dazu gibt es uns unbekanntes Andechser(1) Pils.

Es ist eine gute Entscheidung, hier zu essen, das Essen und das Bier ist hervorragend.

Jetzt geht es wieder aufs Rad. Weit ist es nicht mehr, denn so gesättigt kann man kaum noch Fahrrad fahren.

Zehn Minuten später sind wir an der Stelle unserer Unterkunft, doch wir finden nicht die Hausnummer.
Ich ruf kurz an und unsere Vermieterin Frau Brandt kommt uns abholen. Toll, wir stehen fast genau vor der Haustür, doch da es weder Straßennamen noch Hausnummer gibt, ist das nicht zu erkennen.

Nach einer kurzen Führung, hier gibt es Morgen Frühstück, dort ist das Bad und das ist ihr Zimmer, werden wir alleine gelassen. Jetzt packen wir unsere Sachen aus und machen es uns gemütlich, gehen duschen und gucken noch ein wenig Fernsehen.

Kurze Zeit später macht sich die Anstrengung des Tages bemerkbar und uns fallen gegen 22:30 Uhr die Augen zu.

Tagesdaten: 107,22 km 11:50 Std.   9,1 km/h Ø 33,9 km/h *HGs.
Tourdaten: 224,74 km 21:16 Std. 10,6 km/h Ø

Montag, 03.08.2015

Frühstück war für 8:00 Uhr bestellt, doch es dauert noch etwas bis der Tisch gedeckt wird.
Dieses und dass der Tisch schon für weitere Gäste (zwei junge Radfahrerinnen) gedeckt ist, gefällt uns nicht.

Obwohl diese erst wesentlich später als wir frühstücken, stehen Kaffee und deren schon eingeschenkte Säfte mit auf dem Tisch. Uns ist nicht klar, wie viel Brot/Brötchen für uns gedacht sind. Dürfen wir mehr als zwei Brötchen essen? Ist für jeden nur ein Ei gedacht und wieviel Wurst und Käse steht uns zu?
Wir halten uns zurück und lassen genügend zu essen für die beiden Mädchen über.Nach dem Frühstücken und Packen unserer Sachen, setzen wir um 9:20 Uhr unsere Tour fort.

tapen

Da Daniels Knie immer noch Schwierigkeiten macht und weh tut, wollen wir es tapen.
Die „Deich Apotheke“ war nicht weit zurück und deshalb geht es erst einmal in die entgegen gesetzte Richtung.

Die Apotheke hat alles was wir brauchen. Es gibt sogar fachkundiges Personal, welches sich bereit erklärt, Daniels Knie zu tapen.
Das ist ein Service, wir sind begeistert, alleine hätten wir das bestimmt nicht so gut hin bekommen. Mit blauen Tapestreifen am Knie und Hoffnung auf Besserung, setzen wir unsere Tour um 9:40 Uhr fort.

Unser nächster Versuch, einen Cache zu finden, ist leider nicht erfolgreich. Obwohl wir gute 15 Minuten suchen, können wir ihn nicht loggen. Na, macht auch nichts, wir werden sicher noch genügend andere finden.

Kurz vor 10:30 Uhr haben wir Brake erreicht und verlassen mal wieder unsere Route. Wir brauchen Getränke und da uns unsere Streckenführung meistens abseits der City führt, gibt es dort auch selten Lebensmittelläden.

Weit ist es nicht bis zur Hauptverkehrsstraße. Dort entdecken wir auch gleich einen Combi-Markt bei dem wir alles bekommen.

Während Daniel, wie üblich, einkauft, repariere ich die Riemen unserer Satteltaschen. Es sind einige von den Klipps der Riemen gebrochen oder aus der Tasche gerissen. Gut, dass ich von zu Hause einige ältere Riemen Selfie am Deich und Klipps mitgenommen habe. Diese kann ich jetzt gut gebrauchen um alles wieder funktionsfähig zu machen.

Von Kleinsiel fahren wir bis Grossensiel immer schön am Deich entlang.

Auf dieser Straße macht das Fahrrad fahren Spaß. Auf ihr gibt es keine Autos, sie ist schön breit, eben und wir haben keinen Wind, nur schönsten Sonnenschein.
Am Ende des Deichs machen wir um 12:00 Uhr noch einige Fotos von uns.

Eine ½ Stunde später erreichen wir, nach 39,1 km, die Weser-Fähre Nordenham/Bremerhaven.
Fährhaus Das ist Timing, wir brauchen nicht lange warten. Die Fähre legt schon um 12:40 Uhr ab und die Ankunft in Bremerhaven ist 20 Minuten später.

Kaum in Bremerhaven angelegt, geht die Suche los.
Nicht die Suche nach dem richtigen Weg, nein, die Cache-Suche. Hier im Hafen schaffen wir es bis um 13:26 Uhr, vier Caches zu loggen.
Das war schnell und so im Belmondo sitzen wir jetzt im „Belmondo“ an der Hafenpromenade und genießen ein wohl verdientes Spaghettieis.

Das nächste Stück unseres Weges führt weiter an der Promenade entlang, dann geht es zum Überseehafengebiet Bremerhaven.

Hier ist ganz schön viel Verkehr. Die PKW gehen ja noch, aber es fahren hier mindestens genauso viel LKW entlang. Man muss nicht nur auf den Verkehr achten, sondern auch noch auf jede Menge quer zur Fahrbahn verlaufende Eisenbahnschienen.
Eine von diesen wir dann Daniel zum Verhängnis. Er fährt zwar nicht mit dem Vorderrad in die Schiene, aber das Vorderrad rutscht an der Schiene quer zur Fahrbahn entlang. Da ich vor ihm fahre, bekomme ich nur das Scheppern des Rades mit. Beim Umdrehen sehe ich, wie Daniel über die Fahrbahn rutscht und sich die Sachen vom Rad über die Straße verteilen.
Der Schreck ist groß. Ich stoppe sofort und lass fast mein Fahrrad fallen, um zu Daniel zu eilen. Die hinter Daniel fahrenden Autos halten sofort an und sperren mit ihren Fahrzeugen den nachfolgenden Verkehr.

Als ich bei ihm bin, hat er sich schon aufgerappelt. Gott sei Dank. Die Autofahrer fragen, ob alles O.K. ist oder ob sie einen Rettungswagen verständigen sollen. Daniel verneint, er hat zwar Schürfwunden am Ellenbogen und Bein, doch ansonsten hat er sich anscheinend nicht weiter verletzt.

Solange die Straße noch von den hilfsbereiten Autofahrern gesperrt ist, suchen wir die Teile aus der Lenkertasche, das Navi und was so noch durch die Gegend geflogen ist, zusammen. Dann schieben wir unsere Fahrrad auf den gegenüber liegenden Fußweg, um in Ruhe die Schäden an Daniels Körper und Fahrrad zu begutachten.

Die Schäden am Körper sind Abschürfungen hier und dort. Ein zu weit nach hinten gedehnter linker Arm/Schulter und Schäden am Körper leichte Beschwerden an der linken Achillessehne.
Die Schäden am Fahrrad sind eine aufgescheuerte Lenkertasche, ein verdrehter Lenker und eine schiefe Lampe.
Erst beim Weiterfahren stellen wir fest, dass sich auch der vordere Umwerfer verdreht hat. Wie das passieren konnte ist uns ein Rätsel. Nichts an der Schaltung ist verbogen, selbst die Kette ist noch drauf, wie kann sich da der Umwerfer verdrehen?

So jedenfalls kann Daniel nicht fahren, der Umwerfer blockiert das Kettenblatt.
Gut das ich einen kleinen Schraubendreher dabei habe. Damit können wir den Umwerfer wieder in die richtige Position bringen und schon funktioniert alles wieder. Das war einfacher als gedacht, eine Justage des Umwerfers war gar nicht nötig.

Nachdem wir alle Schäden am Fahrrad und an Wunden, soweit es ging, versorgt haben, geht unsere Fahrt um 14:40 Uhr weiter. Jetzt mit etwas mehr Vorsicht, vor allem beim überqueren von Gleisen.

Schnell noch einen Cache gesucht und schon verlassen wir den Überseehafen.

Von jetzt an soll es nur am Deich entlang gehen. Leider klappt dies nicht, wir müssen die Straße am Deich, ca. 2 km hinter dem Ort Wremen, verlassen. Der Deich ist gesperrt - Heute Geschlossen -, Daniel an ihm werden Ausbesserungsarbeiten durchgeführt.

Nicht nur wir verlassen unsere Route, sondern auch ein Herr aus Bremerhaven. Während er uns begleitet, erzählt er uns, dass er diese Strecke des öfteren fährt und sich mit der Umleitungsstrecke auskennt.
So rät er uns, als wir eine Pause machen wollen, von dieser Stelle ab. Wir sollten lieber etwas weiter fahren, es würde noch eine schönere Stelle mit Bänke kommen. Und richtig, nicht all zu weit danach, um 15:34 Uhr / 70 km, erreichen wir in Padingbütteler Altendeich einen schönen Rastplatz.

Nach knapp einer ¼ Stunde Pause mit Tee und Wasser geht es weiter.

An der nächsten größeren Straßengabelung verabschiedet sich unser Begleiter, er will jetzt wieder zurück fahren. Wir selbst sollten hier nach links abbiegen und würden nach kurzer Zeit wieder auf unsere Strecke am Deich kommen.
Dein Abenteuer Wir verabschieden uns von ihm und bedanken uns für die nette Unterhaltung und das Begleiten durch die Umleitung.

Kurz vor 16:00 Uhr sind wir in Dorumer Neufeld und damit wieder am Deich. Wir fahren zu einem Lebensmittelgeschäft, um uns wie üblich mit Wasser einzudecken. Leider nehmen sie hier unsere Pfandflaschen nicht an, sind aber so nett und füllen uns diese mit Leitungswasser. Macht nichts, Hauptsache wir haben was zu trinken.

Das Wetter meint es heute sehr gut mit uns. Die Sonne brennt bestimmt mit 30 Grad auf uns herab und es gibt nur leichten Rückenwind.
Da kommt uns das kleine gemütliche Restaurant, welches wir kurz vor Cappel-Neufeld vom Deich aus sehen, genau richtig. Erst recht, als ich lese, dass es hier Ducksteiner gibt. Ich bin zwar nicht der große Biertrinker, aber jetzt habe ich plötzlich solch einen Durst auf Bier. Also runter vom Deich und rein ins Restaurant.
Rein geht nicht, das Restaurant ist - Heute Geschlossen -, nur der Biergarten hat auf.

Egal, dort brennt zwar die Sonne, aber wenigstens gibt es Sonnenschirme. Ich bekomme mein großes Ducksteiner, während Daniel sich mit einem Stück Kuchen begnügt.
Lecker, das Bier ist zwar verdunstet bevor es im Magen ankommt, doch es reicht, An der Fischbude um mich zu erfrischen.

Es ist 17:10 Uhr / 88,5 km als wir den Cuxhavener Vorort Sahlenburg erreichen.
Wieder haben wir die Möglichkeit, einen hier versteckten Geocache zu loggen.

Kaum in Dunen angekommen, kauf ich mir ein großes Brötchen mit Bismarkhering und Daniel geht in die Apotheke, um sich Desinfektionsmittel und Pflaster zu besorgen. Seine Wunden müssen versorgt werden.
Jetzt noch in den Discounter und Zitronensaft gekauft. Wir wollen damit unserem Wasser ein wenig Geschmack geben.

Als wir um genau 18:00 Uhr an der Kugelbarke von Cuxhaven ankommen, werden natürlich Bilder als Beweis gemacht. Kugelbarke
Erst wird es mit einem Selfy versucht, doch Kugelbarke und wir wollen nicht zusammen auf ein Bild. Kein Problem, hier laufen so viele Leute herum, da wird es doch jemanden geben, der das hinbekommt.
Na bitte, gleich der Erste erklärt sich bereit. Er beschwert sich sogar bei den Leuten, die durchs Bild laufen wollen. Man würde ja wohl sehen, dass hier Fotos gemacht werden und könnte doch wenigstens solange stehen bleiben!
Kaum zu glauben, die Leute warten und so werden wir ohne vor oder hinter dem Bild durchlaufende Personen fotografiert.
Es ist uns etwas peinlich, doch sagen wir nichts dazu und freuen uns über die gelungenen Fotos.

Unser weiterer Weg geht durch den Alten Fischereihafen, wo es wieder einen Cache zu finden gibt. Aussichtsturm Gut, dass wir uns nur Geocache herausgesucht haben, die dicht dem Weg liegen und meistens, wie auch dieser, leicht zu finden sind.

Wir verlassen Cuxhaven und erreichen kurze Zeit später einen Aussichtsturm auf den uns 36 Stufen hoch führen. Von ihm aus haben wir einen schönen Rundumblick und kostenlose Ferngläsern gibt es auch.
Das ist die Gelegenheit, Bilder zu machen, doch man sieht nur weite flache Landschaft und das Meer. Wenn man was genauer betrachten will, muss man das Fernglas benutzen.
Gut, dann machen wir eben Bilder der Kugelbarke durch das Fernglas. Es werden nicht die besten Fotos, aber als wir nachher zu Hause durch das Fernglas über Google Earth nachmessen, beträgt die Entfernung von hier bis zur Kugelbarke genau 8 km. Ganze Ecke, dafür sind die Bilder allemal gut genug. Außerdem, wer hat schon solche mit dem Smartphone, durchs Fernglas geschossene Fotos.

19:08 Uhr, wenn wir heute noch ankommen wollen, müssen wir weiter.

Bis zum Otterndorfer Ortsteil Norderteil fahren wir am Deich entlang. Es geht auf geteerten Wegen durch Wiesen mit jede Menge Schafen von einem zum anderen Gatter.
In Norderteil fahren wir um 19:45 Uhr an einem anscheinend künstlich angelegten Badesee vorbei. Dieser wird durch eine Häuserreihe Im Strandkorb geteilt und als Nordsee und Südsee bezeichnet. An der Nordsee befindet sich das Restaurant „Deich Kieker“ und da wir unbedingt noch was zum Abend essen wollen, machen wir hier halt.
Wir essen ein Zigeuner- und ein Jägerschnitzel. Beides hat uns nicht umgehauen. Es ist zwar groß, doch das war auch schon alles. Geschmacklich ist es auf jeden Fall nicht zu empfehlen.

Vom „Deich Kieker“ aus habe ich bei unserer Vermieter angerufen und ihm mitgeteilt, dass wir ein wenig später kommen, da wir erst noch was essen.
Ist O. K., ich soll nur anrufen, wenn wir da sind. Er selbst ist zur Zeit nicht bei der Wohnung, sondern bei der Geburtstagsfeier seiner Schwester.

Um 20:40 Uhr fahren wir auf direktem Wege zur angegebener Adresse.
Kommen um Punkt 21:00 Uhr dort an und versuchen, unseren Vermieter zu erreichen. Er geht auch nach dem 10. mal klingel nicht ans Telefon. Entweder ist die Feier so laut oder unser Vermieter liegt irgendwo in einer Ecke und schläft. Was nun? Wir sind kaputt und würden uns gerne duschen und ausruhen.

Wir suchen über unser Smartphone im Internet nach einer anderen Telefonnummer und finden tatsächlich eine.
Es meldet sich eine Frau und wie sich heraus stellt ist sie die eigentliche Vermieterin. Sie lebt aber auf Helgoland und ihr Mann kümmert sich um die Wohnungen. Ich schildere ihr unser Problem. Sie verspricht mir, sich darum zu kümmern und wird sich mit ihren Mann in Verbindung setzen. Wir warten.

Es dauert nicht lange und ihr Mann ruft mich an. Er hätte das falsche Telefon mit zu seiner Schwester genommen, das andere liegt noch in der Wohnung. Jetzt gibt er mir die Adresse zu der wir müssen. Wo wir jetzt sind ist nicht das Haus in dem wir übernachten.

Gut, ich weiß zwar nicht was für eine Adresse ich hier habe, aber jetzt wollen wir nur noch ans Ziel kommen, denn es reicht für heute. Weit ist es nicht, nach 20 Minuten haben wir es geschafft und werden vom Vermieter empfangen.
Die Wohnung ist sehr ordentlich und groß, es ist alles da was wir brauchen.

Nachdem der Vermieter uns alles gezeigt hat, verabschiedet er sich. Er würde heute Nacht nicht hier im Haus schlafen. Uns ist es recht, so haben wir das Haus für uns.
Nach dem Auspacken und Duschen würden wir uns jetzt gerne einen Tee kochen, nur können wir unser Teeei nicht finden. Uns würde schon ein Kaffeefilter helfen, doch den gibt es hier im Hause anscheinend nicht.

Was soll es, ich ruf nochmal unseren Vermieter an und frage wo wir jetzt noch einen her bekommen würden. Er meint es wäre schon etwas spät zum Einkaufen, aber er kommt nochmal vorbei und bringt uns Filtertüten.

Um 23:00 Uhr haben wir bestimmt jeder 2 Liter Tee getrunken und fallen ins Bett. Bin gespannt, wie oft wir heute Nacht den Tee wegbringen müssen.

Tagesdaten: 117,35 km 12:04 Std.   9,7 km/h Ø 35,6 km/h *HGs.
Tourdaten: 342,09 km 33:20 Std. 10,3 km/h Ø

Dienstag, 04.08.2015

Wie immer klingelt unser Wecker um 8:30 Uhr, doch aufgestanden wird erst nach dem zweiten Klingeln, um 8:45 Uhr. Diese Zeit nutzen wir, um noch ein wenig zu dösen oder um das Ein oder Andere des Tages zu besprechen.

Da wir eine Wohnung haben, gibt es heute keinen gedeckten Frühstückstisch. Wir müssen uns selber darum kümmern.
Weg mit Schaf Vorsorglich hatten wir uns gestern Abend beim Vermieter nach Einkaufmöglichkeiten erkundigt haben. Zwei Straßen weiter soll es einen Bäcker geben, der Frühstück anbietet. Den wollen wir nach dem Packen aufsuchen.

Um 9:00 Uhr, gerade mal 10 Minuten nach Abfahrt, sind wir beim Bäcker angekommen.
Das Wetter ist hervorragend, wir setzen uns draußen hin und suchen uns aus dem reichlichen Angebot an Frühstück was aus. Unsere Entscheidung fällt auf das „Gute Laune Frühstück“, es beinhaltet alles was wir brauchen.
Daniel nutzt die Wartezeit auf das Frühstück, um uns im gegenüber liegenden Getränkemarkt mit Wasser zu versorgen.

Das Frühstück ist gut und reichlich. Gut gesättigt starten wir unsere heutige Tour um 9:45 Uhr.

Unser erstes Stück geht auf dem Radweg der Bundesstraße entlang.
Viel Verkehr ist hier nicht, trotzdem macht das Fahren an der Bundesstraße wenig Spaß.
Nach einer ¼ Stunde Fahrt stoppen wir kurz. Daniel verstellt seinen Lenker und Sattel. Er hofft, dass sich damit seine Sitzhaltung ändert und die Schmerzen im Knie aufhören. Zur Zeit schmerzt es noch nicht, doch wir sind ja erst gestartet. Vielleicht hilft das vorbeugende Verstellen von Lenker und Sattel.

In Belum, um 10:20 Uhr, verlassen wir die Bundesstraße. Fahren auf Nebenstraßen durch den Ort und erreichen die Deichstraße. Auf der ist es viel angenehmer zu fahren, auch wenn die Bundesstraße einen Radweg hatte. Hier ist kein Autolärm, dafür gibt viele Schafe und wir haben einen schönen Blick auf das Meer.
Leider hält das Vergnügen nicht lange, der Weg endet unerwartet. Wie sich später heraus stellt, stehen wir vor dem umzäunten Gelände des Natureums Niederelbe(2).
Daniel am Gatter width=300 height=162 hspace=10 vspace=2 border= Das es sich hier um eine Sackgasse handelt, hätte auch an der letzten Abzweigung stehen können - Heute Geschlossen -.

Das sind bestimmt 4 km Umweg, da wir zurück und um den hiesigen See fahren müssten. Bevor wir zurück fahren, sehe ich mich um und versuche das Gatter am Zaun zu öffnen. Leider habe ich damit keinen Erfolg, entdecke aber dafür einen kleinen Pfad. Dieser führt durch die Büsche und dann anscheinend am Zaun entlang. Können wir da mit dem Fahrrad lang fahren?
Dame Bevor wir die Strecke zurück und dann den Weg um den See fahren, werden wir es probieren.

Durch die Büsche ist es ein wenig eng, aber dann brauchen wir die Räder nicht einmal schieben. Der Weg öffnet sich und ist wie ein Trampelpfad zu befahren. Wir sind froh uns für diesen Weg entschieden zu haben, schon nach wenigen 100 Metern sind wir am Eingang des Natur-Museums. Ab hier geht es auf kleinen Straßen und über kleine Dörfer weiter.

Um 11:00 Uhr, in Süderdeich, verstellt Daniel wieder einmal seinen Sattel. Ich nutze diesen Stopp, um einer im Garten stehenden Dame die Hand zu schütteln.

Nach 27 km erreichen wir Oederquard, hier wollen wir im Biergarten des Restaurants „Armer Ritter“ pausieren und was trinken.
Wir sind zu früh dran - Heute Geschlossen -, es dauert noch ein paar Stunden bis geöffnet wird.

Geschafft, es ist 12:38 Uhr / 37 km als wir die Fähre Wischhafen – Glücksstadt erreichen. Fähre Wischhafen Kaum sind wir angekommen legt auch schon die Fähre an und wir können an Bord gehen.
Die Überfahrt über die Elbe ist günstiger als über die Weser, sie kostet nur 3,50 € für Radfahrer und geht um 12:53 Uhr los.

Die ½ stündige Überfahrt nutzt Daniel um Knie und Sehne neu zu tapen.

Kaum festen Boden unter den Füßen, schon haben wir wieder einen Cache geloggt. Den nächsten, „Unter Feuer“, finden wir an einem Leuchtfeuer vorm Deich.
Seit Glückstadt verläuft unser Weg, vorbei am Kernkraftwerk Brokdorf, bis zur Einfahrt des Nord-Ostseekanals. Nur bei Heideducht verlassen wir für ein kurzes Stück das Ufer der Elbe.

Kurz vor der Einfahrt zum Nord-Ostsee-Kanal müssen wir eine kurze Pause einlegen. Die Schmerzen in Daniels Knie haben ihren Höhepunkt erreicht. Er muss seinen Sattel wieder einmal verstellen.

Geschafft, es ist 16:00 Uhr / 61,5 km, wir haben den Nord-Ostsee-Kanal (4) erreicht.

Nord-Ostsee-Kanal

Ich ruf bei unserer Vermieterin an, doch nur ihre Tochter ist da.
Die Frage nach der Adresse ist schnell geklärt, auch, dass wir später ankommen macht nichts. Nun frage ich nach der Zeit, die wir bis zum Ziel noch brauchen werden. „Zirka 30 Minuten, dann ist man da.“ Na das wäre nicht schlecht, doch so richtig kann ich das nicht glauben.
Wir fahren los. Weit kommen wir nicht, das südliche Kanalufer ist hier nicht zu befahren - Heute Geschlossen -. Wir müssen zurück und mit der Fähre auf das Nordufer übersetzen.
Mit dem Übersetzen haben wir anscheinend immer Glück. Kaum an der Fähre angekommen, schon geht es los.
Die Überfahrt ist gratis.
Grund ist: Der Kanal ist ein künstliches Gewässer, darum muss der Staat für die Möglichkeit der Überquerung sorgen. Bei natürlichen Gewässern ist das anders, da muss man selbst bezahlen.

16:35 Uhr. Wir haben das Nordufer des Kanals erreicht und es fängt an zu regnen. Ist nicht schlimm, es ist das erste mal auf unserer Tour und hört schon eine ¼ Stunde später wieder auf.

Nord-Ostsee-Kanal Weg

Der nächste Regenschauer um 18:17 Uhr ist stärker. Wir stellen uns für 20 Minuten unter Bäume, um nicht ganz nass zu werden.
Die Pause passt sich gut, da sich Daniels Knie wieder meldet. Dieses Mal verstellt er den Sattel nicht, sondern wir tauschen unsere Sättel samt Stange. Das geht schnell, da wir beide Schnellspanner und die gleichen Sattelstangen haben.
Unsere Hoffnung ist, Daniels Knie beruhigt sich durch meinen weicheren Ledersattel.

Mein Verdacht, dass das mit einer ½ Stunde Fahrzeit nicht stimmen kann, hat sich bestätigt. Die Strecke vom Anfang des Kanals bis nach Albersdorf ist ein wenig weiter als gedacht. Die Tochter hat nicht gewusst, dass wir mit Fahrrädern unterwegs sind. Sie dachte, wir würden mit dem Auto kommen.

Schiff auf NOK

Albersdorf erreichen wir nach 99 km bei immer noch leichtem Regen. Halten kurz bei Lidl, gehen aber doch lieber zum gegenüber liegenden Edeka einkaufen.
Es hat aufgehört zu regnen und wir können die restlichen 2 km bis zu unserer Unterkunft im Trockenen fahren.

Um 19:50 Uhr werden wir von der Tochter am Ziel empfangen. Ihre Mutter ist immer noch nicht zu Hause.

Bevor wir unsere Fahrräder absatteln, fragen wir nach Restaurants in der Nähe. Die Tochter sagt, dass ihre Mutter gerade einkaufen ist. Sie könnte anrufen und fragen, ob sie uns was mitbringen würde.
Wir sind einverstanden.

Die Mutter bietet an, uns etwas von der Dönerbude oder der Pizzeria mitzubringen. Pizza muss nicht sein, lieber was von der Dönerbude. O.K., dauert aber eine Weile. Macht nichts, wir haben schon so lange nichts mehr gegessen, da können wir noch etwas länger warten.
Das Wichtigste ist damit geklärt, nun lassen wir uns den Stellplatz für die Fahrräder und das Zimmer zeigen. Bringen die Sachen hoch und gehen schön warm duschen.

Es dauert wirklich lange. Es ist fast 10:00 Uhr bevor die Mutter kommt. Sie war in der Dönerbude, doch der Spieß war gerade alle und es hätte noch mindestens 45 Minuten gedauert ehe dieser wieder fertig wäre. Da ist sie lieber zur Pizzeria gefahren. Uns ist es egal, Hauptsache es gibt was zu essen.

Man lässt uns in Ruhe essen.
Als wir fast fertig sind, kommt die Mutter noch mal zu uns, um zu klären wann wir frühstücken wollen. Wir bezahlen heute schon das Zimmer, die Pizza und spenden einen anständigen Betrag für das morgige Frühstück.
Das Frühstück ist im Zimmerpreis nicht enthalten, das gibt es nur wenn man etwas in die Spendendose tut.
Wir reden noch über unsere Reise, ihre und unsere Familien und vieles andere mehr.

Die Zeit vergeht wie im Flug und so ist es schon 23:50 Uhr als wir Feierabend machen.

Tagesdaten: 107,10 km 11:20 Std.   9,5 km/h Ø 30,7 km/h *HGs.
Tourdaten: 449,19 km 44:40 Std. 10,1 km/h Ø

Mittwoch, 05.08.2015

Wir haben gut geschlafen und stehen zur gewohnten Zeit um 7:45 Uhr auf.

In der Küche ist schon alles vorbereitet, wir brauchen uns nur hin zusetzen. Es gibt alles was unser Herz begehrt.
Ob Kaffee, Tee oder Milch, Wurst, Käse, Marmelade, Honig oder Müsli, es ist alles da. Selbst Gemüse, wie Salatgurke, Möhrchen, Paprika und Obst fehlen nicht. Wir sind sehr zufrieden und genießen unser Frühstück.

Gänse auf dem Weg

Nach 2 Stunden sind wir mit allem fertig und bereit zur Abfahrt. Das Wetter ist wieder schön, die Sonne scheint und von Regen ist nichts zu sehen. Trotzdem friert Daniel als wir den uns erklärten Weg entlang fahren.

Es ist eine sehr schöne Strecke. Sie geht die 6,5 km bis zum Nord-Ostsee-Kanal fast nur abwärts. Führt uns auf guten Feldwegen immer wieder an kleinen Waldstücken entlang. Leider mit viel Schatten und der Fahrtwind ist auch nicht gerade wärmend.
Doch lange dauert es nicht, nach 20 Minuten erreichen wir den Nord-Ostsee-Kanal und somit die Fähre. Übersetzen auf das Südufer und es geht weiter.

Bis wir gegen 11:40 Uhr / 32,7 km Rendsburg erreichen, haben wir wieder einige Caches Rolltreppe gefunden. Jetzt ist uns auch warm, da der Weg windgeschützt ist und uns die Sonne den Rücken wärmt.

Rendsburg, hier gibt es doch die Schwebefähre.
Die müssen wir uns ansehen und dafür brauchen wir nicht einmal einen Umweg fahren, da sie nun mal über den Nord-Ostsee-Kanal geht.
Doch bevor wir bei der Schwebefähre ankommen, entdecken wir die längste Rolltreppe West-Europas. Ob dieses inzwischen überholt ist, steht nicht fest. Auf jeden Fall hat sie eine Länge von etwas über 55 Metern, für die man gute 2 Minuten braucht. Das sehen wir uns genauer an und fahren auch einmal hinunter und wieder rauf.

Kaffee

Weiter geht es bis wir auf das „Kanal Cafe“ treffen. Das ist eine gute Gelegenheit, um mal wieder eine längere Pause zu machen.
Mit Blick auf die vorbei fahrenden Schiffe genießen wir unsere Waffeln und Eisschokolade.

45 Minuten Pause reichen, jetzt wollen wir uns die Schwebefähre ansehen.
Auf geht es. Bei ihr angekommen, gibt es einen Cache, aber leider keine Überfahrt.

Die Schwebefähre wird vom 18. Juli bis zum 28. August gewartet - Heute Geschlossen -.

Schwebefähre

Das ist wirklich Pech, die Schwebefähre wäre ein echtes Highlight unserer Tour gewesen. Unsere Enttäuschung ist groß, da tröstet uns auch nicht das Finden der nächsten 8 Caches.

Bei schönstem Wetter geht es immer am Kanal entlang. Nur in Schacht-Audorf müssen wir ihn kurz verlassen, um die Kröger-Werft zu umfahren.

Um 14:08 Uhr, wir wechseln bei Sehestedt die Kanalseite, da der Kanalweg auf der Südseite durch ein riesiges Ausgleichsbecken unterbrochen wird. Wir müssten einen großen Umweg in Kauf nehmen, um wieder an den Kanal zurück zu kommen.

Nachdem wir 52 km hinter uns haben, machen wir 10 Minuten Pause um uns zu sonnen uns. Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint so kräftig, wir müssen uns sogar eincremen. Dann geht es weiter bis in Höhe von Großkönigsförde.
Hier ist auch die Nordseite nicht mehr weiter zu befahren. Es gilt eine Baustelle zu umfahren - Heute Geschlossen -.
Der Umweg führt uns weit weg vom Kanal. Erst bei Landwehr kommen wir wieder an sein Ufer.
Sieben Kilometer lang war die Umleitung, aber, wie sich nachher heraus stellt, wäre die Strecke am Kanal genauso lang gewesen.

Schiff in der Schleuse

Nach 72,8 km / 15:45 Uhr haben wir das Ende des Nord-Ostsee-Kanals erreicht. Jetzt nur noch mit der Personenfähre rüber zum Südufer und dann fahren wir vor bis zur Schleuse, um uns diese genauer anzusehen.
Gute 45 Minuten brauchen wir dafür, das ist ausreichend. Schließlich haben wir auch eine Kanalschleuse vor der Haustür. Der einzige Unterschied, hier fahren größere Schiffe durch.

Von der Schleuse ist es nicht weit und schon stehen wir an der Kieler Förde. Wir wollen uns den Weg um die Förde sparen und warten am Anleger „Bellevüe“ auf die Fähre.
Abfahrt in 20 Minuten um 17:23 Uhr. Es soll quer über die Förde nach Möckelberg gehen. Nochmaliger Wechsel zum anderen Ufer der Förde, bevor wir nach erneuten Queren, gegen 18:09 Uhr, in Laboe anlanden sollen.

Sollen! Als die Fähre ankommt wird uns schon zugerufen: „Räder werden nicht mehr mitgenommen. Wir sind voll“. Ganz toll. Selbst eine Diskussion darüber, dass noch Platz da sei und wir schon seit einer ½ Stunde auf die Fähre warten, hat keinen Erfolg. Uns bleibt nichts anderes übrig, als weiter mit dem Rad zu fahren.

Das Warten auf die Fähre hat viel Zeit gekostet, es wird am Ziel bestimmt nichts mehr zu Essen geben. Damit wir uns selber was machen können, müssen wir noch was einkaufen. Auf geht es ins Zentrum, wo schnell ein Rewe gefunden ist.
Während ich draußen bei den Rädern warte, holt Daniel alles Nötige fürs Abendessen.

Die Fähren fahren im ½ Stunden Takt und fast so lange hat das Einkaufen gedauert. Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, es einfach nochmal zu probieren, auf eine Fähre zu kommen.
Jetzt heißt es Tempo machen, um noch rechtzeitig zum Anleger Bahnhof zu kommen. Der Anleger ist total überlaufen, hier stehen bestimmt 60-70 Personen um an Bord zu gehen. Das ist uns zu voll und bevor man uns wieder abweist, fahren wir lieber gleich mit dem Fahrrad weiter.

Laboe

Wir kommen schnell vorwärts, die Strecke ist abwechslungsreich. Erst einmal geht es weg vom Wasser, dann durch Siedlungen, kleine Wälder oder Gartenkolonien. Nun nähern wir uns wieder der Küste, an der wir von jetzt an auch bleiben.

Unser nächstes Etappenziel, das Marine-Ehrenmal Laboe, erreichen wir um 19:27 Uhr.

Hoffentlich ist es nicht mehr so weit, wir sind schon ein wenig genervt.
Ich hatte Daniel erzählt die heutige Strecke ist nur ca. 80-90 km lang und das würde er auch mit seinem Knie schaffen. Erst recht, da es seit dem Satteltausch besser geworden ist. Doch jetzt sind wir schon bei 101 km angekommen. So langsam fängt das Knie auch wieder an und das Ziel ist immer noch nicht in Sicht.

Am Leuchtturm Heidekarte loggen wir den letzten Cache für heute und verlassen im Ort Heidekarte die Küste.

Über den Ort Wisch erreichen wir auch endlich gegen 20:45 Uhr, Feldweg unser Ziel Neuschönberg. Hier wartet schon unsere Vermieterin Riitta Hicks auf uns, um uns die Wohnung zu zeigen.
Groß ist die Wohnung nicht, aber ausreichend. Es gibt ein kleines Wohnzimmer, ein noch kleineres Schlafzimmer, eine Toilette und hinter der Küche eine Dusche. Wichtig ist uns im Augenblick nur die Küche.

Während ich unsere Sachen vom Rad rein und unsere Räder in den Schuppen bringe, geht Daniel schon unter der Dusche. Dann werden die Rollen getauscht. Ich stehe unter der Dusche und Daniel kümmert sich um unser Abendessen.
Das Abendessen war lecker, Daniel ist ein hervorragender Koch.

Nun sitzen wir noch ein wenig vor dem Fernseher, doch es dauert nicht lange und wir gehen schlafen. Die heutige Strecke war einfach zu lang.

Tagesdaten: 116,16 km 11:11 Std. 10,4 km/h Ø 42,5 km/h *HGs.
Tourdaten: 565,35 km 55:51 Std. 10,1 km/h Ø

Donnerstag, 06.08.2015

Wie immer stehen wir früh auf. Da wir Gestern nichts für das Frühstück eingekauft haben, gibt es heute nur die Reste von gestern. Das muss reichen, wir werden unterwegs irgendwo was essen. Vorher werden wir jedoch den einzigen Webcam-Cache auf unserer Tour loggen. Dieser ist am Schönberger Strand zu finden und den wollen wir auf jeden Fall mitnehmen.

Webcam-Cache

Um 9:35 Uhr sind wir fertig und fahren los.

Von Schönberg fahren wir zurück zur Küste bis an den Schönberger Strand, wo wir um 9:50 Uhr an einer Fischbude vorm Strand stehen und uns von der Webcam aufnehmen lassen.

Weiter geht die Fahrt, immer am Strand entlang.
Erst kurz vor Malmsteg verlassen wir die Küste und fahren ein kurzes Stück an der Hauptstraße entlang. Ab Monkamp geht es dann über Nebenstraßen bis Behrensdorf, wo wir nach kurzer Zeit wieder an die Küste gelangen.

In Hohwacht wollen wir einen Kaffee trinken, leider hat das Cafe noch nicht auf - Heute Geschlossen -.

Am Ortsende von Hohwacht machen wir einen kleinen Abstecher zum Strand. Hier wollen wir es nochmal mit Kaffeetrinken versuchen.
Alles ist geöffnet, doch es sind eher Strand-Buden als Restaurants. Kaffee gibt es nur im Becher und die angebotenen Waffeln sind zu teuer. Daniel will nichts mehr und ich begnüge mich mit einem Fischbrötchen.

Mit Rad am Strandweg

Nach Hohwacht führt uns die Route kurz ins Landesinnere, um dann ihren Weg wieder am Wasser fortzusetzen. Doch leider nicht lange. Direkt nach dem Weissenhäuser Strand stehen wir vor einem Zaun. Militärischer Sicherheitsbereich ist groß auf einem Schild zu lesen - Heute Geschlossen -.
Toll und wo sollen wir jetzt lang fahren? Der Zaun zieht sich vom Strand kommend quer zu unserer Fahrtrichtung. Es gibt kein Durchkommen. Wir müssen zurückfahren und uns einen Weg durchs Landesinnere suchen. Karten haben wir keine, nur unsere Navis, doch auf diesen ist es sehr schwer zu erkennen, welche Straße wir nehmen könnten. Andauernd muss man rein und raus zoomen um Genaueres zu erkennen.

Um nicht all zu weit zurück fahren zu müssen, fahren wir über den angrenzenden Campingplatz. Darüber erreichen wir die Strandstraße und folgen dieser weiter Richtung Oldenburg. auf der Bank

13:55 Uhr, wir haben Oldenburg in Holstein erreicht.
Hier gibt es eine Fußgängerzone und in dieser sicher auch eine Eisdiele. Beim Kilometerstand von 46,7 km haben wir sie gefunden.
Die nächste ½ Stunde wird mit Eisessen verbracht.

Im Ort Großenbrode loggen wir den Cache „Am Dorfteich“ und machen Fotos vom faul auf der Bank liegenden Daniel.
Kurze Zeit später verlassen wir das Festland und fahren auf die Fehmarnsundbrücke.

Fehmarnsundbrücke

Genau um 16:46 Uhr / 73,2 km haben wir die Mitte der Brücke erreicht. Hier gibt es auch einen Cache, ist ja klar. Wir sind froh, dass der Name des Cache, „Windstärke 3“, Heute nicht Stimmt. Es ist fast windstill, so können wir ihn in aller Ruhe suchen.

Von der Brücke runter nehmen wir den kürzesten Weg durch das Landesinnere. Erst ab Lemkenhafen treffen wir auf die Küste und fahren an dieser weiter bis Ohrt.
Jetzt noch 1,5 km und wir haben um 17:40 Uhr das Gasthaus „Sulsdorf“ erreicht.

Auf der Fahrt haben wir uns ausgemalt, wie der heutige Abend verlaufen wird. Das wird sicher gemütlich bei gutem Essen und ein paar Bierchen. Weit haben wir es ja nicht, schließlich übernachten wir in dem Gasthaus. Nach dem Auspacken würden wir schön lange duschen, uns fein machen und dann ginge es in die Gaststätte. Hier gibt es sicher was Leckeres zu Essen, vielleicht sogar Steaks. O, ja. Steaks wäre genau das Richtige.

Hätten wir uns den Abend bloß nicht so schön ausgemalt. Als wir am Gasthaus ankommen, ist es geschlossen, heute ist Ruhetag - Heute Geschlossen -.

Unser Zimmer bekommen wir von einem Verwalter zugewiesen.
Was für ein kleines Teil. Gerade so groß, dass ein Ehebett, Schrank, Tischchen und 2 Klappstühle hinein passen. Auf der einen Seite kommt man kaum zwischen Bett und Wand durch. Im Bad hat man gerade soviel Platz, dass man nicht auf der Toilette stehen muss, um zu duschen. Was soll es, für eine Nacht reicht es und sauber ist es auch.

Zum Essen ist es noch zu früh, da können wir die abendliche Sonne noch etwas nutzen.
Vor unser Zimmertür gibt es einen leeren Sportplatz, wo wir uns auf dem Rasen liegend noch ein wenig sonne können.

19:00 Uhr, es ist Zeit zum Essen. Am Ortseingang von Sulsdorf haben wir ein anderes Hotel gesehen, dort wollen wir es versuchen. Genau, versuchen, dabei bleibt es auch. Dieses Hotel ist schon lange geschlossen - Heute Geschlossen -.
Uns bleib nur noch der Nachbarort Ohrt übrig. Weit ist es nicht und da wir mit dem Rad unterwegs sind, haben wir schnell die Strecke geschafft.

Im Hafen von Ohrt ist richtig was los. Es gibt mindestens drei Restaurants, eine Bar und ein Cafe. Wir entscheiden uns für das Griechische Restaurant „Taverne Syrtaki“.

Die vor dem Restaurant stehenden 20 Tische sind alle, bis auf den letzten Platz belegt. Kein Wunder bei dem schönen Wetter.
Ob das gerade die beste Entscheidung ist, hier zu essen? Selbst wenn wir irgendwann einen Platz bekommen, dauert es bestimmt eine Ewigkeit, bis wir was zu Essen bekommen. Wir fragen erst einmal nach ob wir uns ins Restaurant setzen können und ob wir dort bedient werden. Wir können.

Es ist nicht zu glauben, kaum sitzen wir, haben wir schon die Speisekarten. Die Bestellung ist genauso schnell aufgenommen und kurz darauf stehen schon unsere Getränke auf den Tisch. Wer jetzt denkt, dass dafür das Essen länger dauern würde, der wird enttäuscht. Es ist nicht nur schnell da, es ist auch reichlich und sehr gut.
Wir sind begeistert, was für ein schneller und netter Service, was für ein gutes Essen. Wir dagegen lassen uns viel Zeit zum Essen; und trinken noch das ein oder andere Bierchen.

Trotz der anfänglichen Pleiten ist es noch ein schöner Abend geworden.

Gegen 22:30 Uhr sind wir zurück auf unserem Zimmer und brauchen nicht lange, um ins Bett zu fallen.

Tagesdaten:   84,79 km   8:12 Std. 10,3 km/h Ø 45,5 km/h *HGs.
Tourdaten: 650,14 km 64:30 Std. 10,2 km/h Ø

Freitag, 07.08.2015

Diese Nacht war nicht schön, das Zimmer war zu warm, die Matratze zu weich und das Bett knarrte. Als gegen Morgen die Bewohner über uns aufstanden, fingen auch noch die Dielen über uns an zu knarren.

Nun sind wir auf alle Fälle wach und stehen auf. Wenn wir so früh frühstücken, können wir unsere Tour auch früher starten.
Leider ist dem nicht so. Es ist zu früh, in der Gaststätte ist man noch nicht so weit, wir sollen in einer ½ Stunde wiederkommen.
Gut, dann packen wir schon mal unsere Sachen. Punkt 8:00 Uhr sind wir wieder da, müssen aber immer noch etwas warten bevor wir rein dürfen.

Das Frühstück ist ausreichend, aber nicht umwerfend.
Etwas frühere Abfahrt um ¼ vor Zehn.

In der Gaststätte haben wir eine Karte von Fehmarn geschenkt bekommen. Das vereinfacht uns die Orientierung.

Dino

Der Feldweg ist in Wirklichkeit kaum zu erkennen, da er aber auf der Karte als durchgängig zu erkennen ist, fahren wir ihn entlang. Wir schaffen es durchzukommen, wenn es auch nicht gerade ein Leichtes ist.
Die restliche Strecke ist gut zu fahren. Es geht auf gut geteerten, kleinen Straßen bis Burg.

Auf dem Weg nach Burg kommen wir an der „Galileo-Wissenswelt“ vorbei. Hier müssen wir erst Ameise einmal halten. Bestaunen die riesige Ameise und den Dinosaurier. Natürlich werden auch ein paar Fotos gemacht.
Die Tiere waren friedlich und so stehe ich um 10:40 Uhr, bei leichtem Regen, vor dem Edeka in Burg.

Während ich auf unsere Räder aufpasse, ist Daniel im Markt, um uns mit Getränken zu versorgen.
Als es gegen 11:00 Uhr aufhört zu regnen, kommt Daniel aus dem Edeka. Ich habe den starken Verdacht, dass das Timing absichtlich ist. Er lässt sich aber nichts anmerken und ich frage auch nicht nach.

Wir fahren durch die Innenstadt in der wirklich was los.
Die ganze Innenstadt ist voller Leute und Autos. Die Restaurants sind gefüllt und nirgends ist mehr ein Parkplatz zu bekommen. Wir wollen noch nichts essen und da wir weder das Eine noch Andere brauchen, fahren wir langsam durch die Straßen und gucken uns die Geschäft von außen an.
Innenstadt Burg Gehalten wird nur beim Fahrradgeschäft. Daniel geht hinein und fragt nach einem Brookssattel.
Seit er mit meinem Sattel fährt geht es seinem Knie gut. Die Beschwerden in Knie und Achillessehne sind verschwunden. Ich habe Glück, mir geht es gut und es sind keine Schmerzen aufgetreten. Das einzige was mir mehr als sonst weh tut, ist der Hintern. Der Sattel ist einfach zu hart und nicht für Trekkingtouren gedacht.
Es gibt keinen Brookssattel. Somit bleibe ich weiterhin der Leidtragende und muss mit dem harten Sattel weiterfahren.

Bevor wir Fehmarn verlassen, wird kurz vor der Brücke noch ein Cache geloggt. Fehmarnsundbrücke

Heute sind wir 23,9 km auf Fehmarn unterwegs gewesen und stehen um 12:19 Uhr wieder mittig auf der Brücke.

Eigentlich sollte unsere Route an der Küste entlang um Fehmarn gehen, doch wir haben uns dagegen entschieden.
Wenn wir um Fehmarn herum fahren sind das nochmal gut 60 km mehr. Zusammen mit unserer heutigen Strecke wären wir dann wieder bei einer 120-130 km langen Tagestour. Das wollen wir uns und vor allem Daniels Knie nicht antun.

Leider müssen bis Großenbrode den gleiche Weg wie auf dem Hinweg fahren. Um nicht auch noch die nächsten Kilometer auf der gleichen Strecke zu fahren, schwenken wir Richtung Küste.
Daniel beim Fahren Umrunden den Großenbrode-Binnensee und treffen in Lütjenbrode fast wieder auf unseren Hinweg, doch jetzt geht es in südlicher Richtung weg von Hinweg.

Die Strecke führt uns im leichten Zickzack-Kurs auf kaum befahrenen Straßen bis wir den Ort Süssau erreichen. Genau am Ortseingang, sagt uns der hinter einem Schild versteckt Cache, mit dem Namen „Strand in Sicht“, welche Richtung wir einschlagen sollen.

Während wir noch dabei sind, den Cache zu loggen, bekommen wir Besuch.
Es ist ein junge Mann, er ist freundlich und hilfsbereit. Er fragt uns, ob er helfen kann, wo wir herkommen und wohin wir wollen. Das wohin hätten wir ihm lieber nicht sagen sollen, denn jetzt legt er los.
Er beschreibt uns die ganze Strecke. Wie weit wir fahren sollen, um dann nach da oder dort abzubiegen. Wann eine bestimmte Stelle kommt, auf die wir achten sollen und wo dies oder das ist. Er hört einfach nicht auf zu quatschen und Daniel hat immer noch den Cache in der Hand. Er kann ihn nicht einfach zurück legen, das würde der junge Mann mitkriegen. Doch Nichtcacher, sogenannte Muggels, sollen nicht mitbekommen, das hier überhaupt was versteckt ist.
Hilfe naht in Form von Regen. Kaum sind die ersten Tropfen gefallen, ist der junge Mann verschwunden.
Jetzt kann Daniel unbeobachtet den Cache zurücklegen. Nun schnell ins hier stehende Buswartehäuschen, wo wir im Trockenen den Regen abwarten können.

Der Regen hat aufgehört, wir folgen dem Hinweis des Cache „Strand in Sicht“. Fahren die Straße hoch und haben nach 2 km die Küste erreicht.

Der Weg an der Küste läuft auf der Deichkrone entlang. Es ist zwar nur ein ausgetretener unbefestigter Weg, aber er ist gut zu fahren. Schnell lassen wir die Kilometer hinter uns.

Langsam macht sich der Hunger bemerkbar. Kurz vor Dahme an der Strandpromenade macht das Restaurant „KUM♦LUK“ am Nordstrand einen einladenden Eindruck. Wir setzen uns draußen auf die Terrasse und studieren die Speisekarte. Liest sich alles gut.
Daniel bestellt sich eine Kartoffelpizza. Ob das was ist?
Ich gehe lieber auf Nummer sicher und nehme 3½ Matjes mit Bratkartoffeln. Das dazu bestellte dunkle Flensburger passt auf jeden Fall zu beiden.
Daniels ist enttäuscht, seine Kartoffelpizza sieht eher wie ein Puffer aus und macht ihn auch nicht richtig satt. Da hilft nur eins, es wird noch ein Schnitzel nachbestellt.

Nach über einer Stunde Mittagspause fahren wir um 16:00 Uhr weiter, immer noch an der Strandpromenade entlang.

Hinter Dahme müssen wir für eine kurze Strecke auf die Straße fahren, um dann ab dem Leuchtturm Dahmehöved für die nächsten 14 km an der Küste zu bleiben. Erst ab dem Campingplatz-Kagelbusch ist unser Weg ein anderer. Wir fahren ins Landesinnere nach Bliesdorf.

17:55 Uhr, uns erwischt ein kleiner Schauer.
In Bliesdorf müssen wir uns zum zweiten Mal unter einen Baum stellen und das so kurz vor unserem Ziel.
Der Himmel sieht herrlich aus, die Sonne scheint und trotzdem gibt es immer wieder eine kurze, aber heftige Husche.
Daniel mit Bier Weiter um 18:00 Uhr, um eine Minute später unter dem nächsten Baum zu stehen. Wenn das so weiter geht, kommen wir nie an.
Doch jetzt hört es ganz auf und wir schaffen es, bis um 18:15 Uhr unser Ziel zu erreichen.

Gänseblümchen, so nennt sich unsere Ferienwohnung.
Ferienwohnung Gänseblümchen Der Name passt, es ist eine Dachwohnung in einem Einfamilienhaus. Der Garten ist sehr gepflegt, mit vielen kleinen Figürchen und einem Teich.

Bis auf das ein wenig zu klein geratene Schlafzimmer, ist die Wohnung schön.

Wir fragen nach Einkaufsmöglichkeiten, um uns was fürs Abendessen zu holen. Alles zu weit weg, doch die Vermieterin bietet uns jedem 2 Flaschen Bier an.
Das ist doch schon mal was. Den Rest lassen wir vom Pizza Bringdienst erledigen.

Was für ein angenehmer Tagesabschluss bei lecker Pizza und Bier.

Feierabend gegen 22:30 Uhr.

Tagesdaten:   79,42 km   8:55 Std.   8,9 km/h Ø 34,1 km/h *HGs.
Tourdaten: 729,56 km 72:58 Std. 10,0 km/h Ø

Samstag, 08.08.2015

Heute Nacht haben wir gut geschlafen und nichts vom kräftigen Regen mitbekommen.
Draußen ist es noch diesig und nass. Ob das heute eine Fahrt im Regen wird? Bis jetzt hatten wir immer Glück. Warten wir erst mal das Frühstücken ab und sehen wie sich das Wetter entwickelt.

Das Frühstück ist super.
Auf dem Tisch stehen neben Brötchen noch: Frische Eier von eigenen Hühnern, Joghurt, Schafskäse, Wurst, Paprika, Fleischsalat, Frischkäse, Marmelade und Melone.
Wir lassen es uns schmecken und nehmen uns viel Zeit, denn wir haben bei diesem Wetter keine Lust, loszufahren.
Es nützt alles nichts, irgendwann ist der Frühstückstisch alle und wir machen uns abfahrbereit. Froh da drüber, dass die heutige Strecke nicht so lang ist, da wir nur bis Lübeck fahren.

Abfahrt bei leichtem Regen um 10:00 Uhr.
Panorama Strand Wieder einmal haben wir Glück mit dem Wetter. Kaum sitzen wir im Sattel und haben die ersten paar Meter zurückgelegt, hört es auf zu regnen.

Nach einer ½ Stunde haben wir unseren ersten Cache in Neustadt in Holstein geloggt.

Ab Sierksdorf fahren wir wieder an der Küste entlang. Entweder über die Strandpromenade oder auf dem Deich.
Gegen 11:00 Uhr sind wir in Scharbeutz und verlassen wieder mal die Küste und fahren quer durchs Land. Fotografieren in Ratekau die Kirche und in Bad Schwartau die Einfahrt zum Firmengelände der gleichnamigen Firma.

Die nächste Stadt ist schon Lübeck.
Holstentor Hier kommen wir um 13:30 Uhr bei unserer Unterkunft, dem Ibis Hotel, an.
Einchecken ist erst ab 14:00 Uhr möglich und so kommen wir leider nicht aufs Zimmer, stehen wir vor dem Hotel und warten. Dabei könnten wir die Zeit nutzen, uns fertig machen und duschen.

15:00 Uhr, wir treffen bei Carma und Klaus ein.

Das ist ein Wiedersehen, wir haben uns seit gut 20 Jahre nicht gesehen und Daniel kennen sie gar nicht. So gibt es bei Kaffee und Kuchen jede Menge zu erzählen.
Schnell ist die Zeit verflogen und Zeit zum Abendessen. Wir fahren mit dem Auto zum Chinesen, wo uns die beiden zum Essen einladen.

Hier verbringen wir den restlichen Abend und sind gegen 21:00 Uhr zurück beim Hotel.

Tagesdaten:   41,24 km   3:52 Std. 10,7 km/h Ø 42,3 km/h *HGs.
Tourdaten: 770,80 km 76:50 Std. 10,0 km/h Ø

Sonntag, 09.08.2015

Sehr frühes Aufstehen da wir zusammen mit Carma und Klaus frühstücken wollen. Da Klaus um 9:00 Uhr einen Termin hat, wir aber noch zusammen gemütlich sitzen und essen wollen, sind wir für 7:30 Uhr verabredet.
Das ist zwar etwas früh, aber die Bäckerei „Junge“ hat auf und wir werden schon von den beiden am gedeckten Tisch erwartet. Es müssen von uns nur noch ein paar Kleinigkeiten besorgt und unser Getränkewunsch geäußert werden.

Um 8:40 Uhr sind wir mit Frühstücken und Verabschieden fertig und setzen unsere Fahrt fort.

Ich stelle fest, das Aufstehen heute Morgen, war einfach zu früh. Wir fahren zu langsam. Ich habe das Gefühl, das hier wird eine Bummeltour? 20 Minuten für 2 km ist zu wenig, denn die heutige Strecke ist über 90 km lang. Jetzt heißt es, Gas geben.

Hering

Der erste Teil geht auf Nebenstraßen und durch kleine Orte, bis wir nach 13 km in Bornmühle auf den Elbe-Lübeck-Kanal treffen. Jetzt ist die Geschwindigkeit auch schon besser. Bis hierher haben wir nur 1 Stunde gebraucht.
Von nun an geht es den ganzen Kanal bis Lauenburg Elbe hinunter. Nur auf Höhe von Breitenfelde fahren wir kurz ab. Wir wollen versuchen, auf der alten Salzstraße zu fahren.

Man ist das schwer. Früher mit Karren oder Pferdefuhrwerken kam man hier bestimmt gut durch, doch jetzt ist es nur noch eine Sandstrecke mit kurzen Kopfstein-pflaster-Abschnitten. Das ist nichts für Fahrräder mit Gepäck.
Nach 5 km geben wir auf und fahren bei der nächsten Möglichkeit wieder an den Kanal. Jetzt müssen wir eine kleine Pause machen und uns von diesem Gehoppel erholen.

Wegweiser Panne

Unseren nächsten Stopp machen wir um 13:10 Uhr in Höhe von Büchen. Hier liegt am anderen Ufer liegt ein Cache den Daniel finden und loggen will. Leider sind die Koordinaten zu ungenau und dort, wo er ihn vermutet, sitzt ein Muggel.
Ohne den Cache zu loggen fahren wir weiter.

Ein kurzes Stück weiter hat Daniel wieder Mal ein Problem. Dieses mal aber nicht mit seinem Knie, das hat sich seit dem Sattelwechsel nicht mehr gemeldet. An seinem Hinterrad hat sich das Kabel für die Rücklampe gelockert und schleift am Rad.
Wir haben es schon des öfteren repariert, aber es lockert sich immer wieder.
Nach 20 Minuten ist es geschafft. Es hat so lange gedauert, weil Daniel dafür das Hinterrad ausgebaut werden musste.

Das Ende des Elbe-Lübeck-Kanals haben wir um 14:15 Uhr erreicht.
Skippertreff Bevor wir die Elbe überqueren, machen wir im „Skippertreff“ eine Pause, wie immer natürlich bei einem Eis.

14:40 Uhr. Bei einem Tachostand vom genau 70 km, fahren wir über die Elbe.
Jetzt müssen wir nur noch den Weg zum Elbe-Seitenkanal finden.

Kaum stehen wir und versuchen uns übers Navi zu orientieren, schon steht einer neben uns und erklärt uns den einfachsten Weg. Das ist sehr nett von ihm, doch er will uns über sämtliche kleine Wege lotsen. Hier rechts, dritte Haus links, um den Kreisel ….
Hebewerk Das kann sich doch kein Mensch merken. Wir bedanken uns und fahren, sobald er außer Sichtweite ist, nach dem Navi.

Es klappt wunderbar, wir kommen um 15:10 Uhr ohne Probleme am Kanal an.

Für die nächsten 6 km bis zum Schiffshebewerk Scharnebeck(6) brauchen wir knapp eine ½ Stunde.

Dies wird sich etwas genauer angesehen. Erst einmal ein paar Fotos vom Kanal aus gemacht und dann noch welche unter dem Trog stehend.
Die restliche Zeit, bis zu unser Weiterfahrt um 17:15 Uhr, verbringen wir im angrenzenden Museum. Es ist sehr interessant, hier kann man wirklich viel Zeit verbringen.

Ab dem Schiffshebewerk verlassen wir den Elbe-Seitenkanal. Trog Es geht durch den Wald nach Adendorf. Im Wald loggen wir um 17:25 Uhr unseren heutigen ersten Cache.

Von Adendorf ist es nicht mehr weit, schnell haben wir Lüneburg erreicht. Fahren quer durch die Stadt und sind um 18:05 Uhr vor unserer Unterkunft.

Unser Zimmer ist angenehm groß und wir haben ein Waschbecken auf dem Zimmer. Nur Dusche und WC sind über den Flur zu erreichen.

Wir machen uns frisch und dann geht es ab in die Innenstadt. Weit ist es nicht, aber da wir uns einen kleinen Überblick von der Innenstadt verschaffen wollen, fahren wir mit dem Fahrrad. Das ist damit schneller zu schaffen.
Bei Melzer Jetzt haben wir noch Zeit, um uns eins der zahlreichen Restaurant auszusuchen.

Das Restaurant „Brau-Tafelhaus Melzer“ (hat nichts mit dem Fernsehkoch zu tun) macht einen guten Eindruck. Wir könnten sogar draußen sitzen und hätten einen schönen Blick über den Platz. Auch auf der Speisekarte hört sich alles gut an und es gibt sogar selbstgebrautes trübes Bier. Das ist auf jeden Fall ein Argument, um hier zu bleiben.
Wir entscheiden uns für die Melzer-Pfanne und das Filet-Gambas. Natürlich haben wir das Selbstgebraute nicht vergessen.

Gegen 22:00 Uhr sind wir zurück. Besprechen mit unserer Vermieterin den Ablauf des morigigen Tages und verschwinden danach ins Bett.

Tagesdaten:   92,53 km 10:08 Std. 9,1 km/h Ø 38,5 km/h *HGs.
Tourdaten: 863,33 km 86:58 Std. 9,9 km/h Ø

Montag, 10.08.2015

Selbst Heute wird nicht spät aufgestanden, denn wir wollen uns Lüneburg ansehen. Aufstehen um 8:00 Uhr.

Das Frühstück hatten wir auch schon besser, vor allem reichlicher.
Es gibt für uns zusammen 5 Brötchen. O.K., also 2 ½ Brötchen für jeden, das kriegen wir hin. Ich esse nur meine Marmelade und die riesige Portion, 3 Scheiben Salami und 3 Scheiben Käse (sieht aus wie aus der Großpackung von Aldi), muss sich Daniel einteilen. Wir sind froh, dass, es noch ein Ei dazu gibt.

Während wir in der Küche frühstücken, bleibt die Vermieterin bei uns stehen.
Sie hätte sich wenigstens setzen können, das wäre gemütlicher gewesen. Sie steht aber nur mit dem Rücken an die Arbeitsplatte gelehnt herum.
Wir unterhalten uns zwar ganz nett, doch hätten wir nichts dagegen, wenn sie uns alleine lassen würde. Sie ist tapfer und bleibt bis wir fertig sind.

Platz bei Melzer In der Gasse

Wieder fahren wir mit den Rädern in die Innenstadt, doch heute lassen wir sie vor dem Restaurant Melzer stehen. Hier, vom Platz, haben wir einen guten Ausgangspunkt.

Erst einmal geht es quer durch alle möglichen Gassen.
Es reiht sich hier ein kleiner Laden an den anderen. Wir lassen uns viel Zeit und bummeln gemütlich von Laden zu Laden.
Ich habe wegen Schmerzen am Anfang unserer Tour meine Turnschuhe gegen Sandalen getauscht. Das ist meinen Zehen sehr gut bekommen, ich habe seitdem keine Schmerzen oder Verkrampfungen mehr gehabt. Doch so langsam lösen sich die Sandalen auf. Sie sind ja auch nicht für Radtouren gedacht. Hier habe ich jetzt Zeit und die Gelegenheit, neue zu bekommen. Wenn wir schon jeden Laden ansehen, dann klappern wir auch noch sämtliche Schuhläden ab.

Schokodaden trinken Blick vom Wasserturm

Lüneburg hat viele Schuhgeschäfte und so finde ich auch ein passendes Paar.
Essen zwischen durch ein Eis, trinken in einer Schokoladenmanufaktur eine Schokolade und schauen uns die St. Johanniskirche von innen an.
Jetzt geht es noch zum Lüneburger Wasserturm(3).

Oben vom Wasserturm soll man einen super rundum Blick über Lüneburg haben. Das wollen wir selber sehen und klettern die 289 Stufen bis zur Dachterrasse hinauf.
Da es im Wasserturm eine Ausstellung über Wasser und Funktionsweise dieses und anderer Wassertürme gibt, können wir in den jeweiligen Etagen eine kleine Pause zum Verschnaufen einlegen.
Oben angekommen, können wir nur bestätigen, es ist ein herrlicher Ausblick.

Nach neun Tagen Rad fahren schadet uns laufen nicht und so geht es auch zu Fuß runter.

Wir holen unsere Fahrräder und fahren ins „SaLü“, die Salztherme Lüneburg. Wir wollen das Solebad und die Sauna ausprobieren.

Nach 4 Stunden müssen wir raus.
Das reicht auch, da wir noch was essen wollen. Wo sollen wir hin? Gehen wir ein anderes Restaurant ausprobieren oder doch zu Melzer? Das Essen war gut und das Bier ist immer noch trüb, also wieder, wie gewohnt.

Heute haben wir uns für den Melzer-Burger entschieden. Der ist uns schon gestern am Nebentisch ins Auge gefallen. Die Entscheidung ist gut, er schmeckt uns.

Es war ein schöner Tag, wir haben viel von Lüneburg gesehen. Jetzt ist es spät genug, es geht zurück zum Zimmer und damit ist Feierabend.

Dienstag, 11.08.2015

Übliches Aufstehen, fertig machen und runter in die Küche zum Frühstücken.

Frühstück ist wie gestern, wieder 5 Brötchen und der Rest aus der Aldipackung. Die Salami ist die gleiche, doch heute sind die anderen Sorten aus der Käseaufschittpackung dran. Egal wir werden satt.
Auch heute werden wir nicht alleine gelassen, sie steht wieder mit dem Rücken vor der Arbeitsplatte und passt auf uns auf. Hat sie Angst, dass wir an den Kühlschrank gehen und uns all die leckeren Sachen daraus holen? Wir wissen Waldweg es nicht und werden es auch wohl nie erfahren.

Abfahrt ist um 9:35 Uhr.

Wir fahren am SaLü vorbei in den Kurpark. Hier fangen wir unsere Tagestour gleich mit 2 geloggten Caches an. Jetzt noch durch eine kleine Häusersiedlung und schon haben wir Lüneburg hinter uns gelassen.

Bis Deutsch Evern kommen wir sehr gut voran, da die Wege geteert sind. Leider sieht es kurz danach nicht mehr so toll mit dem Weg aus.
Nachts hat es geregnet und somit sind die Wege immer noch ein wenig nass. Es geht durch den Wald. Eigentlich sehr schön, doch bestehen hier die Wege nur aus Sand, Mullesand wird er hier genannt. Wer da einmal durchgefahren ist, weiß was Fahrrad fahren hier bedeutet.

Heute ist der Sand auch noch nass und das macht das Befahren noch schwieriger. Zum Glück ist die Strecke nur ca. 4½ km lang und hört kurz vor dem Ort Hohenbostel auf. Nun wird die Straße besser und als wir bei Wichmannsburg auf die Bundesstraße treffen, rollt es wieder gut.

Trotz des geringen Rollwiederstand verlassen wir die Bundesstraße. Wir nehmen den Weg am Kanal nach Bad Bevensen. Er führt uns an zwei Caches vorbei und diese können wir nicht liegen lassen.

Nachdem wir diese gefunden haben geht es wieder einmal durch den Wald. Es ist der Stadtwald von Bad Bevensen und hier sind die Weg gut. Wildschweine Unterschlupf
Während wir durch den Wald fahren, entdecken wir einige aus Holz geschnitzte Figuren.
Im Baum sitzt ein Papagei, auf einem kleinen Platz steht neben der Bank ein Bär und nicht weit davon treffe ich auf zwei Wildschweine.
Es gibt hier sogar einen Unterschlupf für survival artist, den wir ausprobieren.

Sicher würden wir noch mehrere Figuren entdecken, doch wir verlassen den Wald und haben damit Bad Bevensen erreicht.
Jetzt geht es erst mal in die Innenstadt.

Während wir die Fußgängerzone hoch und runter fahren, halten wird Ausschau nach einer Eisdiele.
Eine Eisdiele finden wir nicht, doch ein Cafe tut es auch.

Hier machen wir bis 13:20 Uhr Pause und fahren danach wieder zum Kanal.

Einige Kilometer geht es gut, doch dann stehen wir plötzlich vor einem Industriegelände, in einer Sackgasse - Heute Geschlossen -.

Stand an der letzten Abbiegung ein Schild und haben wir das einfach übersehen? Egal, wir müssen auf jeden Fall bis dorthin zurück.
Beim Umfahren des Industriegebietes sehen wir ein Schild, „Schöllereis Werksverkauf“. Schöllereis Das ist ja toll, Eis könnten wir immer essen, also nichts wie hin.
Wir stehen vor der Tür, doch hier hängt ein anderes Schild. „Heute, Dienstag, wegen Krankheit geschlossen“ - Heute Geschlossen -.
Wir haben ein Glück, immer ist alles geschlossen.
Während wir vor dem Schild stehen, kommen bestimmt noch ein ½ Dutzend Autos angefahren und wollen auch Eis holen. Sie sind genauso enttäuscht wie wir und fahren wieder weg. Uns bleibt auch nichts anderes übrig, als unsere Fahrt fortzusetzen.

Um 14:20 Uhr / 47 km fahren wir durch das Stadtzentrum von Uelzen. Da wir Uelzen kennen, wollen wir uns hier nicht aufhalten, außerdem ist es nicht mehr weit bis Suderburg.

Aus Uelzen raus fahren wir durch einen Park, doch kaum haben wir Uelzen hinter uns gelassen, müssen wir auf der Landstraße weiterfahren. Die Landstraße ist schmal und es gibt keinen Radweg. Immer wieder werden wir von nicht gerade langsam fahrenden Autos überholt. Das ist nicht schön, aber auch wir kommen schnell vorwärts.

In kürzester Zeit sind wir durch den Ort Holdenstedt und entdecken am Ortsrand eine schöne Bank. Es wird gestoppt und wir nutzen die gewonnene Zeit, um die Nachmittagssonne zu genießen.

Das Ziel vor Augen, verweilen wir nicht lange und es geht weiter.

Als wir um 15:05 Uhr nach links abbiegen wollen, ruf ich nach hinten zu Daniel: „Ist die Straße frei?“ und ziehe schon langsam rüber. Genau in diesem Augenblick dreht sich Daniel nach hinten, um nach dem Verkehr zu sehen und streift dabei mein Hinterrad.
Er verliert das Gleichgewicht und fällt. Schafft es aber, sich Richtung Randstreifen fallen zu lassen und landet auf dem Rasen. Sein Fahrrad jedoch schlittert quer über die Straße.

Auch dieses Mal ist wieder ein Autofahrer da, aber dieser kümmert sich überhaupt nicht darum. Er fährt einen Bogen um Daniel und über einige der auf der Straße verstreuen Sachen. Sehr rücksichtslos! Wir sind froh dass diese Teile nicht kaputt gegangen sind.
Daniel ist zum Glück nichts passiert, der Rasen war weich genug. Wir sammeln die verstreuten Sachen ein und fahren weiter.

Es sind gerade mal 4 km und wir stehen vor dem „Kaffee Hof“ von Suderburg. Sieht sehr einladend aus.
Kaffee Hof Jetzt müssen wir nur noch einen Schlüssel für unser Zimmer bekommen. Das ist schnell erledigt und als wir um eine große Schüssel zum Salat anmachen bitten, bekommen wir auch diese.
Wir packen unsere Sachen ins Zimmer und fahren nochmal los.

Beim Sturz sind die Schrauben von Daniels Satteltasche abgerissen. Jetzt müssen wir ein Geschäft finden das die benötigten Teile hat. Doch wo sollen wir in diesen kleinen Ort so was finden?
Wir fragen den ersten Suderburger der uns begegnet.

Wir sollen die Straße etwas weiter hoch fahren, da gibt es einen Laden der hat alles.
Skeptisch fahren wir in die beschriebene Richtung und tatsächlich es gibt hier ein Geschäft. Schon der erste Blick in den Laden sagt uns, wenn wir hier nichts kriegen dann nirgends.
Daniel hat die Satteltasche mitgenommen und so lässt es sich leicht erklären was wir brauchen.
Es dauert nicht lange und die Dame hinter dem Tresen hat nicht nur die passenden Teile besorgt, sonder sie auch schon angebaut. Wir sind sehr zufrieden. Die Tasche ist jetzt stabiler als beim Kauf und das alles für unter 3 Euro.

Jetzt fahren wir ans andere Ende von Suderburg. Hier gibt es einen Edeka bei dem wir alles fürs Essen einkaufen.

Zurück im Zimmer, bereiten wir unser Abendessen zu. Es gibt Salat mit Schafskäse, Oliven, Peperoni, Tomaten und Weißbrot. Es ist ein großer Salat geworden, so groß, dass wir nicht einmal mehr unseren Nachtisch schaffen.

Tagesdaten:   58,66 km   6:15 Std. 9,4 km/h Ø 38,3 km/h *HGs.
Tourdaten: 921,99 km 93:13 Std. 9,9 km/h Ø

Mittwoch, 12.08.2015

Selbst am letzten Tag ändern wir unseren Rhythmus nicht, wir stehen wie immer zeitig auf und sitzen um 8:00 Uhr am Frühstückstisch.
Wieder einmal zu früh, aber es dauert nicht lange und der Tisch ist reichlich gedeckt. Es gibt eine anständige Portion Wurst und Käse und natürlich auch Marmelade für mich. Gekochte Eier bekommen wir heute nicht, dafür gibt es Rührei. Das ist mal eine Abwechslung und es schmeckt uns sehr gut.

Während des Frühstücks werden wir nach unserem weiteren Weg gefragt. An der Bundesstrasse
Als wir erklärten, wir wollen durch den Wald nach Eschede fahren, rät man uns davon ab. Es hatte nachts wieder geregnet und der Weg durch den Wald ist nur aus Sand. Da wissen wir schon was uns blüht, wenn wir diesen Weg nehmen.

Wir sollten zur Bundesstraße fahren und an dieser weiter bis Eschede. Es führt von hieraus sogar immer ein Radweg daran entlang.
Gut, mit Sandwegen haben wir schon schlechte Erfahrung gemacht und so werden wir auf den gut gemeinten Rat hören.

Um 9:50 Uhr fahren wir vom „Kaffee Hof“ ab und schlagen den Weg zur Bundesstraße ein.
Der Radweg ist sehr gut zu befahren, es macht richtig Spaß. Er ist breit, verläuft kurvenreich um die Bäume und ist heile, ohne Buckel durch Wurzeln. Es ist wie Achterbahn fahren, mal verläuft der Weg auf Straßenniveau, mal höher oder tiefer.

Für die 30 km Strecke bis Eschede brauchen wir 1 Std. 40 Min. und treffen erst 3 km vorher auf den ersten Radfahrer.
Kurze Erholungspause am Rande von Eschede.

Da wir abseits unserer geplanten Strecke fahren, suchen wir uns übers Handy drei Caches neu heraus. Die werden gesucht und geloggt, bevor wir in Garßen wieder auf unsere ursprüngliche Route treffen.

Machen in Garßen um 12:45 Uhr / 42,4 km an einem Cafe für eine ¼ Stunde eine Pause.
Ohne Unterbrechung geht es jetzt die nächsten 30 km weiter.

Wir liegen super in der Zeit und Zu Hausekommen gegen 15:00 Uhr in Hänigsen am Edeka an.
Beim dortigen Bäcker gibt es leckere Nussstücke und Kakao, dafür werden wir uns Zeit nehmen.
Jetzt müssen wir noch Brigitte anrufen und ihr mitteilen, dass wir 2 Stunden früher als geplant nach Hause kommen.

15:30 Uhr, auf zum letzten Teil der Strecke. Wir machen keinen weiteren Halt mehr, sondern fahren die restlichen Kilometer ohne weitere Unterbrechung bis nach Hause.
Hier kommen wir um 17:10 Uhr an und werden von Brigitte und den Hunden empfangen.

Tagesdaten:   100,33 km     7:30 Std. 13,4 km/h Ø 42,2 km/h *HGs.
Tourdaten: 1022,32 km 100:43 Std. 10,2 km/h Ø


61 gefunden und geloggte Geocaches

(1) http://andechs.de/die-klosterbrauerei/
https://de.wikipedia.org/wiki/Klosterbrauerei_Andechs

Die Klosterbrauerei Andechs ist eine Brauerei im Besitz der Benediktinerabtei Sankt Bonifaz in München und Andechs. Sie hat ihren Sitz in Andechs (Oberbayern).
Sie ist die einzige Klosterbrauerei in Deutschland, die Bockbiere ganzjährig braut und deutschlandweit vertreibt. Der jährliche Bierausstoß beträgt über 100.000 hl.
Nur ein kleiner Teil des Andechser Klosterbieres wird auf dem Heiligen Berg Bayerns in Andechs ausgeschenkt. Der Großteil der Produktion wird in ganz Deutschland und vielen Ländern bis nach Russland, Finnland und Japan vertrieben.


(2) www.natureum-niederelbe.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Natureum_Niederelbe

Das Natureum Niederelbe ist ein Freiluftmuseum nahe der Nordsee im Ort Balje. Es liegt auf einer durch den Bau des Ostesperrwerks entstandenen Insel. Der Altarm der Oste bildet heute den Ostesee und liegt in der Gemarkung Neuhaus (Oste).


(3) Lüneburger Wasserturm
https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserturm_Lüneburg

Der Lüneburger Wasserturm entstand zwischen 1905 und 1907 im Südosten der Lüneburger Altstadt.
Der ehemalige Wasserturm dient heute als Aussichtsturm. Das Bauwerk steht heute zwischen einem Wohnkomplex auf dem Gelände der ehemaligen Nordlandhalle und dem als Hauptschule dienenden alten Johanneum.


(4) Nord-Ostsee-Kanal
http://www.nord-ostsee-kanal-info.de/

Der Kanal durchquert mit einer Länge von knapp 100 Kilometern das deutsche Bundesland Schleswig-Holstein zwischen Brunsbüttel und Kiel-Holtenau und erspart die Fahrt um die Kimbrische Halbinsel (Jütland) durch Skagerrak und Kattegat.
Mit dem Kanal ist die Wegstrecke je nach Abfahrts- und Zielhafen im Schnitt 250 Seemeilen (rund 460 km) kürzer.


(5) Kanalhering

Der Hering - einst „Silber der Ostsee“,
der Kanal - Träger des „weißen Goldes“
von Menschenhand gezeichnet, geschnitten und geschaffen,
schleust Wohlstand gegen Gefälle der Natur.

Die Heringe der Ostsee waren die Fastenspeise des Mittelalters, machten die Stadt Lübeck zur „Königin der Hanse“ und brachten der gesamten Region Reichtum.


(6) www.schiffshebewerk-scharnebeck.de/
https://de.wikipedia.org/wiki/Schiffshebewerk_Lüneburg

Das Schiffshebewerk Lüneburg gehört zur nördlichen der beiden Kanalstufen der Bundeswasserstraße Elbe-Seitenkanal, für die das Wasser- und Schifffahrtsamt Uelzen zuständig ist.
Der Elbe-Seitenkanal verbindet die Elbe bei Artlenburg mit dem Mittellandkanal bei Edesbüttel westlich von Wolfsburg. Das Hebewerk wurde 1974 als damals weltgrößtes am Fuß des Geestrandes zur Elbmarsch in Scharnebeck, nordöstlich von Lüneburg und neun Kilometer südlich der Elbe, gebaut. Das erste Schiff passierte das Schiffshebewerk mit der Teilfreigabe des Kanals zwischen der Elbe und dem Hafen Lüneburg am 5. Dezember 1975.
Es ist durch mehrere Promenaden gut zu besichtigen und in Verbindung mit dem nahen Museum ein beliebtes Ausflugsziel. Pro Jahr besichtigen etwa 500.000 Besucher das Hebewerk.


Baukosten: 77,7 Mio. €
Bauzeit: 1968-1975
Hubhöhe: 38 m
Troglänge/breite: 100 m/12 m
Wassertiefe: 3,38 m
Troggewicht: 5.800 t
Trogfahrzeit: ca. 3 Min.

Strecke Nord-Ostsee-Tour